Lando Norris: Geduld war der Schlüssel zum Sieg in Brasilien

Lando Norris: Geduld war der Schlüssel zum Sieg in Brasilien

 

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Lando Norris hat nach der jüngsten Schwächephase von McLaren zurückgeschlagen und das Formel-1-Rennen in Sao Paulo souverän für sich entschieden. In einem Rennen mit wechselnden Bedingungen, einem schwierigen Start und mehreren strategischen Möglichkeiten bewies der McLaren-Pilot vor allem eines: Geduld.  LAT Images Lando Norris feiert den Sieg beim Formel-1-Rennen in Brasilien

Statt sich von der anfänglichen Mercedes-Stärke auf Intermediates und dem verlorenen Start gegen Kimi Antonelli unter Druck setzen zu lassen, wartete Norris auf seine Chance – und nutzte sie beim Wechsel auf Slicks, um den Weltmeister entscheidend hinter sich zu lassen und danach in Richtung Rennsieg zu spazieren. “An einem Tag wie heute musst du einfach versuchen, so lange wie möglich im Rennen zu bleiben”, erklärt Norris bei Sky die Strategie hinter seinem Erfolg. Denn von der reinen Pace her habe er sich zunächst nicht allzu viel ausgerechnet: “Uns war klar, dass wir heute ein gutes Auto haben, aber es war offensichtlich, dass besonders die Mercedes auf den Intermediates extrem, extrem schnell waren – fast ein bisschen zu schnell für mich.”
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Antonelli schien zu dem Zeitpunkt dem Sieg entgegenzufahren, denn der Italiener war schon am Start an Norris vorbeigekommen, der auch noch Liam Lawson (Racing Bulls) ziehen lassen musste und hinter diesem ein gutes Stück an Zeit auf den Mercedes verlor, bevor er schließlich vorbeikam. Entscheidend war laut Norris aber nicht, jederzeit das höchste Tempo zu gehen, sondern Fehler zu vermeiden und die richtigen Entscheidungen zu treffen. “Du musst konstant sein, du darfst keine Fehler machen und du musst zum richtigen Zeitpunkt auf den richtigen Reifen wechseln. Ich finde, das haben wir heute wirklich hervorragend hinbekommen.” Norris bleibt ruhig – und schlägt im richtigen Moment zu Als sich beim Wechsel auf die Slicks eine Gelegenheit bot, reagierte McLaren: Norris kam eine Runde früher als Antonelli an die Box und setzte den Mercedes-Piloten damit unter Druck. “Damit habe ich mir selbst die Chance verschafft, anzugreifen”, sagt er. Norris konnte wieder an Antonelli heranfahren, der Probleme auf den Slicks zu haben schien, und ihn bedrängen. Antonelli drehte sich schließlich kurz darauf in Kurve 1 und sorgte so für die Führung von Norris, die dieser nur verwalten musste. Selbst Max Verstappen, der aus der letzten Startreihe bis auf Rang zwei nach vorne gekommen war, kam nicht in die Nähe des McLaren-Piloten. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Zunächst sah es danach aus, als könnte Norris ohne weiteren Boxenstopp bis zum Ende fahren. Allerdings zog man dann doch einen weiteren Wechsel auf neue Softs vor und fragte Norris, ob es für ihn okay sein, wenn er sich danach eventuell wieder an Antonelli und Isack Hadjar (Red Bull) würde vorbeikämpfen müssen. Dessen Antwort mit ruhiger und abgeklärter Stimme: “Ja, das passt schon.”
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Auch der wieder einsetzende Regen und der Wechsel auf Intermediates brachte Norris nicht mehr in Gefahr, der schließlich zu seinem dritten Saisonsieg fuhr. Nach einer Durststrecke konnte McLaren damit endlich wieder einmal gewinnen. Zufrieden ist Norris damit aber keineswegs. Der Sieg ist für ihn kein Beleg dafür, dass McLaren bereits dort angekommen ist, wo das Team hinwill – zumal mit Max Verstappen, den beiden Ferraris und George Russell vier andere Toppiloten durch eine Gridstrafe gehandicapt ins Rennen gegangen waren. “Ich will einfach nur gewinnen. Ich will unbedingt gewinnen. Ich möchte ein Auto haben, mit dem wir um die Meisterschaft kämpfen können – und das hatten wir in diesem Jahr schlichtweg nicht”, stellt er nach dem Rennen klar.
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Zwar habe McLaren in einzelnen Phasen der Saison durchaus ein siegfähiges Auto gehabt. Das sei aber nicht genug. “Du brauchst ein Auto, das über eine gesamte Saison hinweg konkurrenzfähig ist, du brauchst ein konstantes Fahrzeug. Du brauchst ein Paket, mit dem du Woche für Woche abliefern kannst. Und genau daran arbeiten wir nach wie vor.” Norris fordert mehr – trotz des Erfolgs Nach einem schwierigen Saisonstart will McLaren das Jahr mit einem positiven Gefühl beenden. Die jüngsten Fortschritte seien auch auf die Arbeit an den Upgrades zurückzuführen, die das Team an diesem Wochenende nach Brasilien gebracht hatte. Wie groß deren Anteil am Sieg genau sei, lasse sich schwer beziffern. “Es hilft. Und es trägt definitiv zu einem Ergebnis bei, wie wir es heute eingefahren haben”, sagt Norris und richtet seinen Dank ausdrücklich an die Mitarbeiter.
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Doch der Brite macht keinen Hehl daraus, dass er noch nicht zufrieden ist: “Wir brauchen immer noch mehr. So einfach ist das. Wir brauchen noch mehr. Wir sind mit dem aktuellen Niveau immer noch nicht zufrieden. Selbst wenn wir gewinnen können, wollen wir uns weiter verbessern – und das müssen wir auch konsequent tun, wenn wir nächstes Jahr an der Spitze mitkämpfen wollen.” Stella: Ein Sieg des gesamten Teams Teamchef Andrea Stella sieht den Erfolg als Bestätigung der Arbeit, die McLaren über das gesamte Wochenende geleistet hat. Zwar hebt er Norris’ Leistung hervor, betont aber zugleich den Anteil der Mannschaft. “Lando hat eine brillante Leistung gezeigt. Er war gestern unglaublich schnell und präzise, und heute genau dasselbe. Aber es ist ein Sieg der Mannschaft.” Die Upgrades hätten das Auto schneller gemacht, dazu seien die strategischen Entscheidungen und die Boxenstopps aufgegangen. “Im Grunde saß jeder einzelne Punkt – und schlicht die harte Arbeit das gesamte Wochenende über”, sagt Stella bei Sky. Sein Fazit: “Gut gemacht an alle bei McLaren. Ich bin unglaublich stolz auf euch alle und hoffe, dass ihr diesen Sieg alle genießt.” Die F1-Show zum Grand Prix von Brasilien | Sonntag F1 São Paulo 2026 Video wird geladen…  

Dass der Plan zu Beginn nicht aufging, die Führung zu übernehmen, brachte McLaren laut Stella nicht aus dem Konzept. Entscheidend sei gewesen, in der schwierigen Situation nicht die Nerven zu verlieren. “Genau in so einem Moment musst du die Nerven behalten, nachdenken und überlegen: Wie schlagen wir zurück? Uns war klar, dass wir konkurrenzfähig sind, und es war entscheidend, nicht in eine Negativspirale zu geraten. Das ist uns gelungen.”
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Norris sei bei den wechselnden Bedingungen absolut ruhig geblieben und habe auf höchstem Niveau abgeliefert. Auch Oscar Piastri habe eine starke Leistung gezeigt, betont Stella. Der Australier sei schnell gewesen, habe beim Überholen mehrerer Autos allerdings zu viel Zeit verloren. Dadurch seien noch bessere Punkte ausgeblieben. “Aber es ist großartig zu sehen, wie konkurrenzfähig und verdammt schnell Oscar unterwegs ist.” Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Sao Paulo
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