Starker Start, schwaches Ende: Warum Hamiltons Aufholjagd verpuffte
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Lewis Hamilton legte beim Großen Preis von Sao Paulo einen beeindruckenden Start hin: Von Startplatz 20 arbeitete sich der Ferrari-Pilot bereits in der ersten Runde bis auf Rang neun nach vorne. Bis zur Ziellinie ging es allerdings nicht weiter nach vorne. Hamilton beendete das Rennen ebenfalls auf Platz neun – und verpasste damit die Chance, aus seiner Aufholjagd deutlich mehr zu machen. LAT Images Lewis Hamilton kam in Sao Paulo nicht über Platz neun hinaus
Dabei hatte der Brite zunächst einen guten Weg durch die wechselhaften Bedingungen gefunden. Er drängte früh darauf, von den Intermediates auf Slicks zu wechseln, und war schließlich der erste Fahrer, der auf die Trockenreifen setzte. Anders als sein Teamkollege Charles Leclerc absolvierte Hamilton anschließend zwei Stints auf Slicks. Leclerc hatte zunächst versucht, mit einem einzigen Stopp durchzukommen, musste seinen Plan aber angesichts des erneut einsetzenden Regens ebenfalls überdenken. Reifenprobleme bremsen Hamilton aus Nach dem starken Auftakt kam Hamilton jedoch nicht mehr richtig vorwärts. Vor allem die Hinterreifen bereiteten ihm Schwierigkeiten. Sie überhitzten und bauten stark ab, wodurch sein Ferrari zunehmend zum Übersteuern neigte.
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“Wir hatten einen wirklich, wirklich schwierigen Tag und ein schwieriges Wochenende, glaube ich, für das gesamte Team”, erklärt Hamilton nach dem Rennen. Die Mannschaft habe beim Umbau des Autos und beim Wechsel der Antriebseinheit hervorragende Arbeit geleistet. Im Trockenen habe Ferrari allerdings bereits mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. “Ich hatte einen großartigen Start. Aber leider blähten sich die Hinterreifen stark auf und überhitzten. Danach hatte ich zu kämpfen”, schildert der siebenmalige Weltmeister. Auch in den ersten Runden sei es schwierig gewesen, die Reifen in das richtige Arbeitsfenster zu bringen. Anschließend habe das Auto massiv übersteuert, sodass er seinen Angriff nicht fortsetzen konnte. Hamilton vermutet, dass vor allem die Temperaturen eine Rolle spielten. Wenn die Temperatur oder der Reifendruck anstiegen, habe Ferrari Probleme bekommen. Erst mit den Slicks sei das Fahrverhalten wieder etwas besser geworden. Hamilton drängt auf Slicks – zusätzlicher Stopp kostet Zeit Den Wechsel auf die Trockenreifen hatte Hamilton aus dem Cockpit heraus früh gefordert. Die Strecke habe sich für ihn bereits in der Übergangsphase befunden. Er war überzeugt, dass ein früher Wechsel und das anschließende Aufwärmen der Slicks einen Vorteil bringen könnten. “Wenn wir früh genug auf diese Reifen wechseln und sie auf Temperatur bringen, können wir hier Boden gutmachen”, erklärte Hamilton. Letztlich habe Ferrari seinem Wunsch entsprochen, möglicherweise allerdings eine Runde später als von ihm erhofft. Grundsätzlich sei der Wechsel in Ordnung gewesen. Die F1-Show zum Grand Prix von Brasilien | Sonntag F1 São Paulo 2026 Video wird geladen…
Der erhoffte große Gewinn blieb dennoch aus. Nach dem ersten Slick-Stint kam Hamilton zu einem weiteren Stopp, der ihn zusätzlich Zeit und Positionen kostete. “Wir hatten anschließend einen zusätzlichen Stopp, der mich letztlich ziemlich weit zurückgeworfen hat”, sagte er. Überholen sei danach schwierig gewesen, weil sich nur ein kurzes Zeitfenster dafür ergeben habe.
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Auch im Duell mit Leclerc kam es beim Start zu einer kurzen Berührung der beiden Ferrari-Piloten beziehungsweise einem engen Zweikampf. Der Monegasse machte allerdings deutlich, dass er sich gegen Hamilton zu diesem Zeitpunkt nicht ernsthaft gewehrt habe: “Lewis war viel schneller als ich. Deshalb gab es für mich damals keinen Grund, zu kämpfen.” Verpasster Funkspruch im zweiten Regenschauer Besonders ärgerlich verlief für Hamilton die Schlussphase. Der Ferrari-Pilot war auf der Strecke unterwegs und holte nach eigener Aussage auf Liam Lawson auf. Unter den feuchten Bedingungen sei er ungefähr eine Sekunde pro Runde schneller gewesen. Deshalb wollte er zunächst draußen bleiben.
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Allerdings erreichte ihn die Information über den zunehmenden Regen im ersten Sektor nicht rechtzeitig. Hamilton hatte aus der vorherigen Runde noch die Nachricht im Kopf, dass die Bedingungen weitgehend gleich bleiben würden. Kurz vor der Boxeneinfahrt erhielt er zwar die Aufforderung zum Stopp, doch da befand er sich bereits direkt hinter Lawson und hatte den Überholmodus aktiviert. “Ich dachte, die Bedingungen würden gleich bleiben. Deshalb sagte ich mir: Ich komme jetzt nicht mehr an die Box, ich kann draußen bleiben”, schildert Hamilton. Als er in Kurve eins ankam, war die Strecke jedoch deutlich nasser als erwartet. Der Brite verlor dadurch mehrere Positionen und musste anschließend versuchen, den Ferrari sicher ins Ziel zu bringen. Bei seinem Dreher gegen Ende der Runde berührte das Heck des Autos beinahe die Streckenbegrenzung. “Das war wirklich bitter”, sagt Hamilton. Er habe Glück gehabt, dass er nicht in der Mauer gelandet sei, und entschuldigte sich anschließend beim Team. Hamilton blickt auf die nächsten Rennen Trotz des enttäuschenden Ergebnisses will Hamilton die Arbeit seiner Mannschaft nicht kritisieren. Die Mechaniker hätten an einem schwierigen Wochenende einen starken Job gemacht. Ferrari habe an diesem Sonntag lediglich nicht die gewünschte Geschwindigkeit gehabt.
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“Ich denke, das Team hätte ein besseres Ergebnis verdient gehabt”, sagt Hamilton. Wo Ferrari bei den verbleibenden Rennen stehen werde, könne er derzeit nicht einschätzen. In den vergangenen Rennen habe das Auto aber durchaus konkurrenzfähig gewirkt. Nun gelte es, aus den Schwierigkeiten in Brasilien zu lernen und beim nächsten Grand Prix stärker zurückzukommen. Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Sao Paulo
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“Wir leben und lernen daraus und werden versuchen, beim nächsten Rennen härter zu kämpfen”, erklärt der Brite.
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