Lawson hadert mit Lindblad-Entscheidung: “Ich verstehe es nicht”
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Liam Lawson kann die Entscheidung der Rennkommissare nach der Kollision mit seinem Racing-Bulls-Teamkollegen Arvid Lindblad beim Grand Prix von Aserbaidschan am Samstag nicht nachvollziehen. LAT Images Für Liam Lawson war das Rennen nach der Kollision mit Arvid Lindblad gelaufen
Lindblad kam nach dem Kontakt in Kurve 1 ohne Strafe davon, während Lawsons Unterboden so stark beschädigt war, dass es nur noch für Platz zwölf reichte. “Ich verstehe es nicht”, sagt Lawson nach dem Rennen mit Blick auf die Entscheidung der Stewards. Gleichzeitig betont der Neuseeländer: “Großartig für das Team. Natürlich werde ich nicht gegen meinen Teamkollegen protestieren, aber …”
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Der Zwischenfall ereignete sich unmittelbar nach dem Re-Start in Kurve 1. Nach dem Ausfall von Alexander Albon in Runde 30 war das Safety-Car auf die Strecke gekommen. Lawson lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang zwölf, Lindblad auf Platz 14. Beim Re-Start entwickelte sich vor der ersten Kurve ein regelrechtes Chaos. Franco Colapinto verbremste sich massiv und kollidierte mit seinem Alpine-Teamkollegen Pierre Gasly sowie Lando Norris. Gleichzeitig befand sich Lindblad zwischen Esteban Ocon und Lawson und bremste später als die beiden. Beim Einlenken kam es schließlich zur Berührung mit Lawson, der dadurch ins Drehen geriet. Die Rennkommissare entschieden nach Auswertung der Außen- und Onboard-Aufnahmen, “keine weitere Maßnahme” zu ergreifen. In ihrer Begründung verwiesen sie insbesondere auf die Situation vor Lindblad. Durch Colapintos blockierende Vorderräder und die Kollision mit Gasly und Norris sei eine Bremsreaktion bei den unmittelbar nachfolgenden Fahrzeugen ausgelöst worden. Gleichzeitig habe sich Lindblad zwischen Autos auf beiden Seiten befunden. Der verfügbare Platz sei dadurch stark eingeschränkt gewesen. Die Stewards kamen deshalb zu dem Schluss, dass der Kontakt mit Lawson hauptsächlich auf die beengte Situation und die durch den Unfall vor ihnen ausgelöste Kettenreaktion zurückzuführen war und nicht auf eine Handlung oder einen Fehler, für den Lindblad vollständig oder überwiegend verantwortlich gemacht werden könne. Die Rennkommissare stuften den Vorfall daher als typischen Zwischenfall in der ersten Kurve nach einem Re- Start ein, bei dem kein Fahrer überwiegend die Schuld trage. Genau diese Einschätzung sorgt bei Lawson jedoch für Unverständnis. Lawson: “Ich wurde so hart getroffen” Lawson erklärt, dass er auf dem Weg in Kurve 1 zunächst mit einem massiven Leistungsverlust zu kämpfen hatte: “Ich hatte überhaupt keine Power, deshalb war Esteban [Ocon] neben mir”, schildert der Racing-Bulls-Pilot die Situation.
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“Ich habe versucht, ihm Platz zu lassen und dann wurde ich von links so hart getroffen, dass ein Loch in meinen Unterboden entstand. Danach konnten wir eigentlich nicht mehr um Positionen kämpfen. Ich weiß wirklich nicht genau, was passiert ist.” Lawson räumt ein, dass es in dieser Saison immer wieder aggressive Zweikämpfe gegeben habe. Die Situation in Kurve 1 sei für ihn dennoch kaum nachvollziehbar gewesen.
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“Ich habe immer versucht, anderen aus dem Weg zu gehen. Dieses Jahr war es natürlich teilweise ziemlich aggressiv, aber … ich weiß nicht. In Kurve 1 zu versuchen, sich dort zwischen zwei Autos hindurchzuquetschen, wäre meiner Meinung nach ohnehin nie wirklich gut gegangen”, kritisiert er Lindblads Manöver. Dass es keine Strafe gab, könne er nicht nachvollziehen. “Ich wurde so hart getroffen, dass ein Loch in meinen Unterboden gerissen wurde. Ich war einfach dabei, in die Kurve einzulenken und dem anderen Fahrer Platz zu lassen. Von meinem Standpunkt aus verstehe ich es nicht. Aber sagen wir einfach: Es ist großartig für das Team.” Ohne Absicht: Lindblad entschuldigt sich Lindblad entschuldigte sich nach dem Zwischenfall bei Lawson. Der Rookie erklärte später, wie er die Situation erlebt hat, und sieht dabei auch eine Mitschuld bei Ocon.
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“Von unserer Position aus betrachtet, also zwischen mir und Esteban, waren wir auf der Geraden ungefähr dreimal nebeneinander beziehungsweise haben dreimal beschleunigt und wieder gebremst. Es war also völliges Chaos, und die Batterie war dadurch nicht im optimalen Arbeitsfenster”, sagt der Racing-Bulls-Pilot. “Dann bremsten alle etwas zu spät für Kurve 1, und ich wollte das Manöver gegen Esteban versuchen. Er bewegte sich im letzten Moment, praktisch während des Bremsens, sodass ich ausweichen musste”, kritisiert Lindblad Ocon und erklärt: “Dadurch blockierte bei mir die Vorderachse ein wenig und ich traf Liam.” Baku eskaliert: Colapinto-Crash, Russell vs. Verstappen & Horner-Interview Video wird geladen…
Die Videoaufnahmen stützen Lindblads Darstellung, wonach Ocon sich beim Bremsen bewegt habe, allerdings nicht. Lindblad selbst betont unabhängig davon, dass der Kontakt mit Lawson keinesfalls beabsichtigt gewesen sei.
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“Ich habe im Funk gesagt: ‘Es tut mir leid’. Aber letztendlich war es nicht absichtlich. Wenn man sich das Video noch einmal ansieht, kann man erkennen, dass an meinem Verhalten nichts Absichtliches war.” Dass die Stewards wegen des Vorfalls keine Strafe gegen ihn verhängten, begrüßt der Rookie selbstredend. “Die Rennkommissare sagten: ‘Keine weiteren Maßnahmen’, was natürlich gut für mich ist. Aber letztendlich weiß ich nicht, was ich sonst hätte tun sollen. Wenn wir alle am Limit fahren und sehr spät bremsen und der Fahrer vor mir sich in der letzten Sekunde bewegt … Es gab viele Zwischenfälle. Ich konnte nichts tun.” Lindblad betont zudem, dass Racing Bulls seine Einschätzung geteilt habe. Das Team habe ihm gegenüber versichert: “Wir können sehen, dass du nicht viel hättest tun können.” Trotzdem habe er erwartet, “ein bisschen Ärger zu bekommen”. Racing Bulls profitiert im WM-Kampf Sportlich konnte Racing Bulls dennoch punkten. Lindblad kämpfte sich nach der Kollision zurück und beendete das Rennen auf Platz sieben. Ocon nahm er die Position auf den letzten Metern noch ab, mit einem Vorsprung von lediglich 0,03 Sekunden.
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Alpine blieb nach Colapintos Fehler ohne Punkte. Racing Bulls liegt nun auf Platz fünf 15 Punkte vor Alpine. Lawson räumt ein, dass sein Team vom Ausfall der Alpine-Fahrzeuge profitierte: “Wir hatten ehrlich gesagt sehr, sehr viel Glück, dass Alpine keine Punkte geholt hat. Wir hatten nicht deren Geschwindigkeit.” Auch Lindblad zeigt sich trotz der schwierigen Ausgangslage zufrieden mit dem Ergebnis. “Wir nehmen das Ergebnis natürlich mit, denn wir hatten an diesem Wochenende große Schwierigkeiten. Es war eines der ersten Male in dieser Saison, dass wir Probleme hatten, aus Q1 herauszukommen”, blickt er zurück.
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“Also als Best of the Rest ins Ziel zu kommen und so viele Punkte zu holen, ist fantastisch. Es war kein einfaches Wochenende, aber die Punkte werden im Rennen vergeben.”
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