Nach Forderung nach Rennsperre: Norris entschuldigt sich bei Colapinto
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Formel-1-Fahrer Lando Norris hat seine Forderung nach einer Rennsperre für Franco Colapinto zurückgenommen und sich direkt bei Colapinto dafür entschuldigt. Das erklärte Norris in einem Posting in den sozialen Netzwerken. Getty Images Fotomontage: Franco Colapinto und Lando Norris
Norris schrieb: “Nach dem Rennen habe ich Franco eine Nachricht geschickt und mich für meine Äußerungen entschuldigt, die ich so einfach nicht hätte treffen dürfen. Ich weiß es besser, und die Emotionen waren hochgekocht, aber das ist keine Entschuldigung. Es war falsch von mir.” Er selbst habe in der Vergangenheit Fehler gemacht und wisse, “dass so etwas zum Motorsport und zum Kampf am Limit dazugehört”, so Norris weiter. “Franco und ich haben uns ausgesprochen, sind weiterhin gute Freunde und freuen uns beide darauf, an diesem Wochenende wieder Rennen zu fahren.” Was Norris ursprünglich über Colapinto gesagt hatte Unmittelbar nach dem Grand Prix von Aserbaidschan 2026 in Baku hatte sich Norris noch ganz anders über Colapinto geäußert, nachdem dieser einen folgenschweren Unfall ausgelöst hatte, in den auch Norris verwickelt war und durch den er ausschied.
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Norris hatte gesagt: “Ich wurde einfach abgeschossen. Ich finde, die FIA sollte da viel strenger sein und für so etwas Rennsperren verhängen. Das ist einfach fahrlässig von manchen Leuten.” Video wird geladen…
Tatsächlich sprachen die Sportkommissare des Automobil-Weltverbands (FIA) eine Strafe gegen Colapinto aus, aber nicht die von Norris zunächst geforderte Sperre: Colapinto bekam eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe. Weil er sie durch seinen Ausfall im Rennen nicht mehr ableisten konnte, wird sie eine Startplatzstrafe von fünf Positionen beim nächsten Rennen umgemünzt. Franco Colapinto selbstkritisch, George Russell relativiert Colapinto selbst beschrieb den Zwischenfall als “großen Fehler”. Er handelte sich durch den Unfall vor allem den Zorn von Alpine-Teamchef Flavio Briatore ein, denn Colapinto nahm nicht nur sich und Norris, sondern auch seinen Teamkollegen Pierre Gasly aus dem Rennen. Das kostete Alpine vermutlich die Chance auf WM-Punkte mit beiden Autos. Briatore nannte es eine “schwache Aktion für einen Fahrer mit seiner Erfahrung” und erklärte, Colapinto habe “viel zu spät gebremst”. Er müsse erst einmal “darüber nachdenken und überlegen”, ob das Team weitere Maßnahmen ergreifen sollte, sagte Briatore weiter. Baku-Sieger George Russell sah die ganze Situation entspannter: “Bei einem Safety-Car-Restart mit kalten Reifen kann ein sehr kleiner Fehler sehr große Konsequenzen haben. Danach sah es für mich aus.” Norris scheint sich mit etwas Abstand diesem Urteil angeschlossen zu haben.
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Der Vorfall an sich wurde in den sozialen Netzwerken kontrovers diskutiert und zog eine Welle von Online-Hass nach sich – wie bereits bei früheren Situationen, in denen Colapinto einer der Protagonisten war.
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