Leclerc-Strafe in Mexiko: “Überrascht, dass es nur fünf Sekunden waren”
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Charles Leclerc bekam beim Großen Preis von Mexiko eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil er sich im Duell mit Lewis Hamilton in der ersten Runde neben der Strecke einen Vorteil verschaffte. Diese Strafe führte schließlich dazu, dass er später bei seinem Boxenstopp die Führung an Max Verstappen verlor. LAT Images Lewis Hamilton und Charles Leclerc kamen beim Duell beide von der Strecke ab
Aber: Leclerc blieb trotzdem vor Hamilton, was die Frage aufwirft, ob die Fünf-Sekunden-Strafe ausreichend war. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies sagt über die Situation kurz nach dem Start: “Das Erste, was einem in den Sinn kommt, ist, dass das eine Strafe sein müsste.” “Das ist das Erste, was einem als Wettbewerber in diesem Moment durch den Kopf geht. Und deshalb waren wir sicherlich ein bisschen überrascht, wie lange es gedauert hat, bis die Strafe bestätigt wurde. Und in gewisser Hinsicht waren wir auch überrascht, dass es nur fünf Sekunden waren.” Ferrari-Zoff überschattet Antonellis emotionale WM-Party! | F1 Mexiko 2026 Video wird geladen…
“Denn wahrscheinlich hatte Charles zu dem Zeitpunkt, als diese Strafe verhängt wurde, ohnehin schon einen Vorsprung von fünf Sekunden vor Lewis. Es kam mir also etwas milde vor. Aber es ist, wie es ist”, so der Red-Bull-Teamchef.
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Tatsächlich erklären die Rennkommissare in ihrem Urteil, dass Leclerc eigentlich eine Zehn-Sekunden-Strafe bekommen hätte. Allerdings griffen mildernde Umstände, weil auch Hamilton im anderen Ferrari selbst von der Strecke abkam. Daher wurde die Strafe auf fünf Sekunden reduziert. Leclerc: Die Strecken sind das Problem Leclerc selbst sagt über den Vorfall in Mexiko: “Diese Situation unterscheidet sich, wenn man sich streng an die Regeln hält, nicht sonderlich von anderen Situationen. Ich stimme jedoch zu. Manchmal gibt es Szenarien, in denen man mehr gewinnt als der andere.” Allerdings sehen die Regeln “auf dem Papier” eben keine härteren Strafen vor, betont Leclerc, der daher erklärt: “Ich glaube, letztendlich brauchen wir einfach Strecken, bei denen wir nicht mit solchen Grenzen und Grauzonen spielen können.” Mexiko-Stadt: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Der Ferrari-Pilot gibt also ganz offen zu, dass die Fahrer die Regeln bewusst ausreizen, “und ich bin mir sicher, dass viele Leute das sehr negativ sehen werden, was ich zwar verstehen kann”, so Leclerc. “Aber so ist es nun mal”, sagt er über die aktuelle Regelsituation. Seiner Meinung nach sollte man nun aber nicht anfangen, das Reglement zu überarbeiten, sondern einfach die Strecken so anpassen, dass es gar nicht mehr möglich sein sollte, sich abseits der Piste einen Vorteil zu verschaffen. Gerade in Mexiko ist das bereits seit Jahren immer wieder ein Thema.
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“Es ist einfach so, dass diese Regeln auf manchen Strecken Grauzonen aufweisen können. […] Wir haben am Donnerstag bei der Fahrerbesprechung darüber gesprochen. Letztendlich sind wir, glaube ich, der Meinung, dass die endgültige Lösung darin besteht, eine Strecke zu haben, auf der so etwas nicht möglich ist”, so Leclerc.
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