Logistik-Wahnsinn in der Formel 1: Der Wettlauf von Monaco nach Barcelona
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Die wohl anspruchsvollste Woche des Formel-1-Kalenders wird für die Teams zum Belastungstest: Vor dem Rennwochenende in Barcelona läuft im Hintergrund ein logistisches Hochdruckprogramm, das sich zu einem eigenen Wettbewerb entwickelt hat – einem Rennen gegen die Zeit, das niemand fährt, aber alle gewinnen müssen. Roberto Chinchero Der Aufbau des Hospitality-Bereichs in Barcelona ist ein Kraftakt für die Teams
Kaum war der Große Preis von Monaco beendet, begann für die Teams der eigentliche Kraftakt. Besonders im Bereich der Hospitality müssen Logistikverantwortliche innerhalb kürzester Zeit eine hochkomplexe Kette aus Abbau, Transport und Wiederaufbau koordinieren – unter Bedingungen, die kaum Spielraum für Fehler lassen. Die “Back-to-Back”-Rennen in Monaco und Barcelona, also zwei Grands Prix innerhalb von nur sieben Tagen, gelten seit Jahren als die größte logistische Herausforderung im Kalender. Denn die ohnehin extrem engen Zeitfenster für Abbau, Transport und erneuten Aufbau, in weniger als 72 Stunden, werden durch die speziellen Gegebenheiten im engen Paddock von Monte-Carlo zusätzlich verschärft. Roberto Chinchero Die Ferrari-Hospitality befindet sich in Barcelona im Aufbau
Bereits der Rückbau in Monaco ist durch die extrem begrenzten Platzverhältnisse deutlich erschwert. Besonders kritisch wird es beim Verladen des Materials auf die Transport-Lkw: Jedes Team hat exakt definierte Zeitfenster für den Zugang zum Paddock. Wer diesen Slot verpasst, verliert sofort wertvolle Zeit und wird im gesamten Ablauf zwangsläufig nach hinten gereiht.
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Im Barcelona-Paddock zeigte sich am Mittwochmorgen deshalb ein gemischtes Bild: Einige Hospitality-Strukturen lagen spürbar hinter dem Zeitplan, insbesondere jene von McLaren und Audi. Zwar war das gesamte Material eingetroffen, jedoch mit mehreren Stunden Verzögerung gegenüber der ursprünglichen Planung. Red Bull nutzt in Barcelona eine zweite Hospitality Um die Rückstände aufzufangen, setzten mehrere Teams zusätzliches Personal ein, teilweise auch aus lokalen Quellen. Dennoch wurde es für viele Beteiligte ein langer Arbeitstag beziehungsweise eine lange Nacht, um rechtzeitig zur offiziellen Eröffnung des Wochenendbetriebs am Donnerstagmorgen vollständig einsatzbereit zu sein. Roberto Chinchero Red Bull hat eine zweite Hospitality, die nicht aus Monaco kommt
Auch Mercedes musste die Aufbauarbeiten unter erschwerten Bedingungen fortsetzen, unter anderem aufgrund eines der letzten verfügbaren Abfahrts-Slots aus Monaco. Das Team aus Brackley verfügt jedoch über mehrere Hospitality-Einheiten, was grundsätzlich zusätzliche Flexibilität ermöglicht. Red Bull nutzt diese Struktur konsequent aus: Während eine Crew in Monaco noch mit dem Abbau der großen Hauptstruktur beschäftigt ist, wird in Barcelona bereits parallel eine zweite, baugleiche Einheit aufgebaut – ohne nennenswerte Verzögerungen im Ablauf. Mercedes hätte theoretisch eine ähnliche Strategie wählen können, entschied sich jedoch dagegen. Die zweite verfügbare Einheit ist kleiner als die Hauptinstallation aus Monaco. Deshalb entschied sich das Team für den aufwendigeren Weg und verlegte die komplette Struktur aus dem Fürstentum nach Barcelona.
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Diese Entscheidung wird im Paddock auch als strategisches Signal interpretiert: Offenbar wollte man vermeiden, im direkten Vergleich mit den zuletzt stark präsentierten Hospitality-Konzepten von McLaren und Audi optisch zurückzufallen – und damit nicht nur auf der Strecke, sondern auch beim Auftritt im Fahrerlager weiterhin zu glänzen.
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