Maulkorb für die Fahrer? Gerhard Berger sieht Entwicklung kritisch
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Dürfen Formel-1-Fahrer heutzutage nicht mehr ehrlich ihre Meinung sagen? Ex-Pilot Gerhard Berger ist zumindest der Ansicht, dass die Teams schon seit Jahren zu viel Einfluss darauf haben, was die Fahrer sagen dürfen – und was nicht. LAT Images Dürfen Lando Norris und Co. nicht sagen, was sie wirklich denken?
“Ich habe eine Zeit erlebt, wo es dem Fahrer überlassen worden ist, was er sagt und was er nicht sagt”, so der ehemalige Ferrari- und McLaren-Pilot im Gespräch mit den Salzburger Nachrichten sowie der Tiroler Tageszeitung. “Keiner hat den Fahrer kritisiert, seine Aussagen sind so stehen gelassen worden”, erinnert er sich und erklärt: “Dann ist die Zeit gekommen, wo die großen Automobilhersteller gekommen sind.”
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Diese hätten angefangen, “dem Piloten zu erklären: ‘Das kannst du nicht so sagen, weil wir sind ja der Hersteller und das passt mit unserem Image nicht zusammen.’ Das war schon das erste Brechen mit den Charakteren der Piloten”, so Berger. “Und jetzt ist es überhaupt so, dass sie ihnen erklären, was sie zu sagen haben”, erklärt er. Erst kürzlich sorgte eine Geschichte rund um Weltmeister Lando Norris und sein McLaren-Team in dieser Hinsicht für Aufsehen. Die Formel-1-Karriere von Gerhard Berger
In einem Interview mit The Guardian untersagte es das Management Norris, über gewisse Themen zu sprechen. So durfte sich der Champion beispielsweise nicht zum neuen Formel-1-Reglement oder seiner Rivalität mit Max Verstappen äußern. Berger selbst fuhr von 1984 bis 1997 in der Königsklasse und arbeitete nach seiner aktiven Zeit zudem als Motorsportdirektor bei BMW und war Mitbesitzer des Toro-Rosso-Teams, nachdem Red Bull den ehemaligen Minardi-Rennstall übernommen hatte. Später war der Österreicher außerdem Chef der DTM. An einer Rückkehr in die Formel 1 hat der inzwischen 66-Jährige aber kein Interesse. “Das ist prinzipiell abgeschlossen. Ich habe mit meinen Firmen viel zu tun und ich muss auch sagen, dass ich die Zeit mit meinen Kindern genieße”, erklärt er. Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
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“Das macht mir Spaß und ich genieße es sehr. Das priorisiere ich jetzt, weil ich merke, dass mir die Zeit davonläuft. Wenn ich jetzt aber wieder Formel 1 machen würde, dann ist es das Erste, was wieder unter die Räder kommt. Und das will ich nicht”, so Berger.
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