Mercedes erklärt gescheiterte Strategie von George Russell in Madrid

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Der stellvertretende Mercedes-Teamchef Bradley Lord hat erklärt, warum George Russell trotz eines Starts auf den harten Reifen beim Großen Preis von Spanien in Madrid am vergangenen Wochenende unter dem virtuellen Safety-Car an die Box kam.  Sutton Images Der Start auf den harten Reifen zahlte sich für George Russell nicht aus

Russell war am Sonntag der einzige Fahrer aus den Spitzenteams, der auf dem Madring, auf dem Überholmanöver Mangelware waren, nicht auf eine Einstoppstrategie setzte – was maßgeblich am Zeitpunkt des VSC-Einsatzes lag. Die Rennleitung neutralisierte das Rennen am Ende von Runde 14, was den vier führenden Fahrern in die Hände spielte, die auf Medium- oder Soft-Reifen gestartet waren – außer Lando Norris, der bereits vor dem VSC am Boxeneingang vorbeigefahren war.
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Piloten wie Charles Leclerc und Russell waren hingegen auf harten Reifen ins Rennen gegangen. Leclerc blieb draußen und führte das Rennen bis zu seinem Boxenstopp in Runde 48 an, während der Mercedes-Pilot unter VSC auf Medium wechselte und später wieder zurück auf harte Reifen. Derweil siegte Mercedes-Teamkollege und WM-Leader Kimi Antonelli, nachdem die für ihn glückliche Neutralisierung Pole-Setter Norris aus dem Weg geräumt hatte. “Das VSC wirkte bei George ganz anders”, betont Lord. “Es kam [für Russell] zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, da er das Rennen auf harten Reifen begonnen hatte und es sein Plan war, lange zu fahren und spätere Rennereignisse zu nutzen”, erklärt der stellvertretende Teamchef. “Er startete das Rennen von P6 aus auf dem Hard mit dem Plan, einen Einstopper zu fahren. Als das VSC herauskam, war er das zweite Fahrzeug auf harten Reifen hinter Leclercs Ferrari. Deshalb haben wir George angewiesen, das Gegenteil von Leclerc zu machen.” Madrid: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

“Warum? Weil er andernfalls Leclerc einfach bis zum Ziel gefolgt wäre. Die Möglichkeit zum Undercut war sehr, sehr begrenzt, und die Chance zum Überholen war für Autos mit ähnlich alten Reifen nahezu nicht vorhanden”, erinnert Lord. “Also haben wir George auf Medium gesetzt. Wir wussten, dass dieser Medium nicht 43 Runden bis zum Ende halten würde, aber wir wollten etwas anderes machen. George absolvierte also einen 20-Runden-Stint, und dann wechselten wir wieder auf Hard, weil man so lange wie möglich im Rennen auf dem harten Reifen sein wollte.”
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“George zeigte danach eine wirklich beeindruckende Leistung. Er war schnell genug, um Leclerc wahrscheinlich früher als von Ferrari gewünscht an die Box zu zwingen, und so kam Leclerc herein, gab Kimi vorne freie Fahrt, und George setzte Leclerc in den letzten Runden auf den fragilen Soft-Reifen unter Druck und beendete das Rennen letztlich nur 0,7 Sekunden dahinter.” “Nach dem Rennen war George sehr pragmatisch. Er sagte, es hätte eigentlich keine Rolle gespielt, was wir getan hätten – ob wir ihn draußen gelassen oder an die Box geholt hätten. Er wäre angesichts der Schwierigkeit des Überholens in Madrid mit hoher Wahrscheinlichkeit immer als Fünfter ins Ziel gekommen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Trotz der um vier Zehntelsekunden schnellsten Rennrunde war Russells Ergebnis ein weiterer Dämpfer für seine Titelhoffnungen. Der Brite liegt nun 81 Punkte hinter Antonelli und hält es offen für “äußerst unwahrscheinlich”, überhaupt noch um den WM-Titel 2026 zu kämpfen.

 
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