Mercedes unter Druck: Warum die Formel 1 plötzlich wieder völlig offen ist
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Mercedes ist zuversichtlich, in der Formel-1-Saison 2026 weitere Rennen gewinnen zu können. Gleichzeitig ist dem Team bewusst, dass der Druck durch die anderen Topteams größer ist als je zuvor. LAT Images Lewis Hamilton im Ferrari SF-26 neben George Russell im Mercedes W17 in der Formel-1-Saison 2026
Die Silberpfeile gewannen die ersten sechs Grands Prix der Saison nach der Einführung des neuen technischen Reglements. Spätere Updates der Konkurrenz verschoben jedoch das Kräfteverhältnis: Ferrari gewann in Österreich und Großbritannien. Anschließend gewann McLaren-Pilot Lando Norris in Ungarn und den Niederlanden zweimal in Folge, ehe sich Red-Bull-Fahrer Max Verstappen zuletzt in Malaysia und Singapur durchsetzte. Auch Mercedes entwickelte sein Auto weiter, doch dem Team ist bewusst, dass sein Vorsprung auf die Konkurrenz deutlich geschrumpft ist. Das gilt trotz einer komfortablen Führung in beiden Weltmeisterschaften und der Aussicht darauf, dass Kimi Antonelli bereits in Austin seinen ersten WM-Titel gewinnen könnte. Mercedes sicher: Die Konkurrenz hat aufgeholt “Ich glaube, wir haben uns dieses Jahr ehrlich gesagt ein bisschen wie eine kaputte Schallplatte angehört, weil wir immer wieder gesagt haben, wie eng und umkämpft diese Saison ist – selbst als wir zu Beginn der Saison eine gute Siegesserie hingelegt haben”, sagte der stellvertretende Teamchef Bradley Lord in der Nu Silver Arrows Radio Show. “Und genau das bestätigt sich jetzt.”
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“Wir haben gesehen, dass Ferrari sein Auto vor oder spätestens bis Baku weiterentwickelt hat, Red Bull ebenso. Wir selbst haben unser Update nach Malaysia gebracht, und wir haben gesehen, wie unterschiedlich gut diese Updates auf Anhieb funktioniert haben. In den vergangenen beiden Rennen waren sowohl Red Bull als auch Ferrari konkurrenzfähiger als bei den Veranstaltungen davor.” “Wir wissen, dass uns ein echter Kampf bevorsteht”, so Lord weiter. “Und es ist wichtig, dass wir weiter dazulernen, um die Performance aus dem Auto herauszuholen. So können wir auch mit dem Selbstvertrauen in die nächsten Rennen gehen, um Siege kämpfen und weiterhin mit beiden Autos Punkte holen zu können. Das brauchen wir, um all die harte Arbeit dieses Jahres in das Ergebnis umzumünzen, das wir alle anstreben.” Das Mercedes-Update funktioniert nicht wie gewünscht “Denn das war eines der Themen beim letzten Triple-Header: Von den Ergebnissen her war das ein ziemlich chaotischer Triple-Header.” Tatsächlich verliefen diese drei Rennen für Mercedes alles andere als reibungslos: Antonelli verunfallte im Qualifying in Baku, während George Russell in Malaysia einen Defekt an der Antriebseinheit erlitt. In Singapur überschritt Russell daraufhin sein erlaubtes Kontingent an Antriebskomponenten und musste das Rennen vom Ende der Startaufstellung aufnehmen. Tränen statt Titel: Acht abgestürzte Formel-1-Großmächte
Erschwerend kommt für Mercedes hinzu, dass das jüngste Update für den W17 im Vergleich zu den Entwicklungen der Konkurrenz nicht den erhofften Fortschritt gebracht hat. Das trägt auch zum inzwischen sehr ausgeglichenen Kräfteverhältnis zwischen den Topteams bei, während Red Bull zuletzt auf die Siegerstraße zurückgekehrt ist. Vier Siegerteams: Das gibt es nicht allzu häufig 2026 ist erst die zweite Saison seit 1990, in der vier Teams jeweils mehrere Rennen gewonnen haben: Mercedes kommt auf elf Siege, Ferrari, McLaren und Red Bull auf jeweils zwei. Zuvor war dies mit denselben vier Teams bereits 2024 gelungen. (Mehr dazu in der Formel-1-Datenbank!)
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Auf die Frage, welches Team in Austin zu schlagen sein werde, sagte der stellvertretende Technische Direktor Simone Resta deshalb: “Es ist ziemlich interessant zu sehen, dass man an keinem Wochenende wirklich sicher sein kann, wer dort das stärkste Team sein wird.” “Nach dem, was wir zuletzt von Red Bull gesehen haben, werden sie mit Sicherheit um die Spitzenposition kämpfen. Sie waren jetzt bei einigen Rennen ziemlich stark und werden auch dort stark sein.” Formel-1-Quiz
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3 2 6 9 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Wir haben Ferrari unter mehr oder weniger allen Bedingungen stark erlebt. Vielleicht fehlt ihnen ein kleines bisschen, sagen wir, um ganz vorne zu sein, aber sie sind sehr konkurrenzfähig.”
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“Und wir müssen McLaren respektieren. McLaren ist das Weltmeisterteam, und sie haben bei einigen Rennen in diesem Jahr gezeigt, dass sie das stärkste Team sein können – teilweise sogar mit einem gewissen Vorsprung.” Wieder ein enger Kampf um die Spitze in Austin? Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde das Kräfteverhältnis in Austin also eng sein, sagte Resta. “Das macht es für uns umso spannender. Wir werden versuchen, wirklich noch etwas mehr aus unserem Paket herauszuholen, unsere Konfiguration zu optimieren und wieder an die Spitze zurückzukehren – so wie wir es in Baku geschafft haben, wie in Monza und wie bei unserem Sieg in Madrid. Wir können es wieder schaffen.”
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Zuletzt ist es Mercedes jedoch nicht gelungen, das jüngste Update optimal einzusetzen: In Singapur fuhr Russell mit der älteren Ausbaustufe und nur Antonelli mit den neuen Teilen, um einen Direktvergleich zu ermöglichen – so unsicher war sich Mercedes darüber, welchen Vorteil das Update bringt und ob es überhaupt einen technischen Fortschritt darstellt.
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