Millimeterarbeit bei 200 km/h: So brutal ist die “Wall-of-Champions”
| . | . | . |
Der ehemalige Formel-1-Pilot David Coulthard hat die besonderen Herausforderungen der berüchtigten “Wall of Champions” auf dem Circuit Gilles Villeneuve erläutert. Die Strecke ist Austragungsort des Kanada-Grand-Prix und gilt insbesondere im Bereich der letzten Schikane als äußerst anspruchsvoll. Michael Schumacher in der “Wall-of-Champions” in Montreal
Ihren Namen erhielt die Mauer 1999, als mit Michael Schumacher, Damon Hill und Jacques Villeneuve gleich drei Formel-1-Weltmeister genau dort ihr Rennen nach einem Crash beendeten. Im Podcast Up To Speed erklärt Coulthard die Besonderheiten der Passage: “Die Wall of Champions befindet sich an der allerletzten Schikane. Direkt davor gibt es eine etwas ungewöhnliche Situation, weil dort auch die Boxeneinfahrt liegt, was einen Fahrer überraschen kann.” Verwirrung durch die Boxeneinfahrt Besonders problematisch sei die Situation im Verkehr. “Wenn du mit über 200 km/h hinter einem anderen Auto herfährst und den Bremspunkt bei etwa 120 Metern ansteuerst, erwartest du, dass das Auto vor dir für die Schikane bremst. Wenn der Fahrer aber in die Box fährt, verlangsamt er sich plötzlich nicht und das kann dich verwirren”, sagt Coulthard.
//jseAo3c(“Rect”);
Der Schotte beschreibt anschließend die physikalischen Belastungen beim Anbremsen der Schikane: “Plötzlich denkst du, die Bremsen hätten versagt, bevor du erkennst, dass das Auto vor dir in die Box abbiegt. Gleichzeitig bremst du ein 800 Kilogramm schweres Formel-1-Auto bei über 200 km/h mit mehr als 5G Verzögerung ab.” Millimeterarbeit zwischen Kerbs und Betonmauer Mit sinkender Geschwindigkeit nimmt auch der aerodynamische Abtrieb ab, wodurch das Fahrzeug instabil wird. Zudem müssen die Fahrer die hohen Kerbs der Schikane aggressiv attackieren. “Wenn du den ersten Kerb triffst, springt das Auto auf den linken Kerb. Triffst du ihn zu stark, wirst du in die Betonmauer katapultiert. Triffst du ihn perfekt, kannst du früh aufs Gas gehen und fährst nur Millimeter an der Mauer vorbei”, erklärt Coulthard. Triumphe & Tragödien in Kanada
Der ehemalige Grand-Prix-Sieger betont außerdem die mentale Komponente der Passage. “Als Rennfahrer denkst du auf dem Weg zur Kurve: Wenn ich diese Ecke perfekt treffe, kann ich auf Poleposition stehen. Wenn ich einen Fehler mache, zerstöre ich eine komplette Fahrzeugseite.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Tourenwagen
Schock in der NASCAR: Ex-Meister Kyle Busch im Alter von 41 verstorben!
Langstrecke
Analyse: So stark war Max Verstappen bei den 24h Nürburgring 2026
Motorrad
Valentino Rossi muss wählen: Wer ersetzt “Diggia” bei VR46?
Motorrad
Nach schwerem Barcelona-Sturz: Alex Marquez verpasst die nächsten Rennen
Abschließend sagt Coulthard: “Die besten Fahrer schaffen es, all diese Gedanken auszublenden und sich voll auf die Kurve zu konzentrieren. Deshalb trägt die Mauer ihren Namen, denn selbst einige der größten Champions sind dort bereits eingeschlagen.”
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





