Mohammed bin Sulayem: Leute glauben auch, die FIA sei gegen Briten!
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FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem hat sich zur Kritik an den Rennkommissaren geäußert, die nach dem Formel-1-Rennen in Zandvoort in den Fokus gerückt waren. Die Kommissare hatten Franco Colapinto und Arvid Lindblad Durchfahrtsstrafen gegeben, da sie unter gelber Flagge überholt hatten, nachdem Max Verstappen verunfallt war. LAT Images Mohammed bin Sulayem sieht keine Bevorzugung bei den Kommissaren
Vor allem aus dem Lager von Colapinto kam eine Menge Kritik – und das nicht nur von den häufig überemotionalen Fans. Auch ein Vertreter von Sponsor Mercado Libre hatte sich öffentlich geäußert und der FIA vorgeworfen, sie würde “die Integrität der Formel 1 zerstören”. Bei einem Besuch in Argentinien auf das Thema angesprochen, betont Sulayem, dass die FIA und ihre Kommissare nicht grundsätzlich gegen Argentinien entscheiden würden und dass die Vorwürfe auch aus anderen Lagern kommen würden: “Ich werde mir das ansehen, denn ich habe auch von anderen gehört, die meinen, man sei gegen sie”, sagt er.
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“Sie glauben auch, die FIA sei gegen die Briten, aber wir sind nicht gegen sie”, stellt er klar. “Aber wissen Sie, manchmal ist es gut, die Rennkommissare zu befragen und ihnen immer wieder zu sagen: Seid stets fair. Ihr könnt hart sein, aber ihr müsst fair sein.” Sulayem unterstreicht: “Fairness ist die Mission der FIA. Aber wir werden das prüfen und sehen. Und ich werde mit ihm (Colapinto; Anm. d. Red.) sprechen. Ich werde Franco selbst anrufen. Ich möchte hören, was er zu sagen hat.” Danach gefragt, ob die FIA in Zukunft mehr südamerikanische Kommissare nominieren könnte, antwortet der FIA-Präsident: “Wir führen derzeit Schulungen durch. Wir haben sogar zu einem Ausbildungskurs aufgerufen. Wir haben die nationalen Verbände gebeten, uns Namen zu nennen, die wir schulen können, da wir die Rennkommissare rotieren lassen wollen.” Sulayem verurteilt Online-Hass Gleichzeitig verurteilt der FIA-Präsident die Hetze, die in den sozialen Medien nach dem Rennen betrieben wurde: “Die Hetze trifft die Fahrer, die Journalisten, die Offiziellen, viele von uns. Und vor zwei oder zweieinhalb Jahren habe ich gesagt: Wenn ich nichts dagegen unternehme, wird unser Sport irreparabel geschädigt sein. Dann ist es vorbei.” “Ich erinnere mich vor zwei Jahren in Miami, als wir ein Problem hatten. Eine unserer Rennkommissarinnen war eine Dame aus Spanien. Ihr und ihrer Familie wurde mit dem Tod gedroht, und sie schickte einen Brief mit dem Inhalt: ‘Schluss, das mache ich nicht mehr.’ Daraufhin haben wir diese Allianz gegen Hass im Netz ins Leben gerufen”, erzählt er. “Regierungen, Verbände, Medien – alle zusammen.” Zwischenzeugnisse: Die besten Formel-1-Fahrer zur Sommerpause
“Und jetzt nimmt die Dynamik Fahrt auf. Die Teams ziehen mit. Das ist ein Marathon. Ich kann das nicht alleine schaffen. Die FIA kann das nicht alleine schaffen. Es ist eine Anstrengung aller.” Er verweist zudem auf eine Studie, wonach der Großteil der Online-Hetze aus Nord- und Südamerika stamme, betont jedoch, dass das Problem weit über den Motorsport hinausgehe: “Siebzig Prozent der Anfeindungen kamen aus den beiden Amerikas. Der Rest kommt im Wesentlichen aus Europa, vielleicht 18 Prozent oder so.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Auf den Rest der Welt entfallen also nur zwölf oder zehn Prozent. Und das betrifft alle Sportarten, nicht nur den Motorsport.”
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