“Muss an allem arbeiten”: Leclerc ohne Chance gegen Lewis Hamilton
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Während Lewis Hamilton die Ferrari-Garage nach dem Gewinn der Sprintpole mit einem breiten Lächeln im Gesicht verließ, gab es auf der anderen Seite der Box weniger zu feiern. Charles Leclerc landete im entscheidenden Abschnitt des Sprint-Qualifyings mehr als drei Zehntelsekunden hinter seinem Teamkollegen und musste sich mit dem vierten Startplatz zufriedengeben. LAT Images Charles Leclerc hat bei Ferrari derzeit stark zu kämpfen
Obwohl Leclerc in den vergangenen Jahren im Qualifying oft geglänzt hatte – auch in der letzten Saison, insbesondere im Vergleich zu seinem Teamkollegen -, glaubt der Monegasse, dass die aktuellen Probleme Teil eines größeren Trends sind. Leclerc sucht nach wie vor nach dem richtigen Gefühl für den SF-26 und hat noch keine klaren Antworten gefunden. Nach dem Großen Preis von Monaco wechselte er von Brembo- zu Carbon-Industrie-Bremsscheiben. Obwohl sich sein Gefühl auf der Bremse dadurch leicht verbessert hat, wurden die tiefer liegenden Probleme damit keineswegs gelöst.
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Auf die Frage, was genau ihm im Vergleich zu Hamilton fehle, antwortet der achtmalige Grand-Prix-Sieger: “Das schaue ich mir im Moment genau an. Es ist natürlich schon ein bisschen her, dass mir klar wurde, dass ich nicht mehr dieselbe Leichtigkeit habe, die ich mit dem letztjährigen Auto hatte. Selbst wenn ich pushe und alles auf den Punkt bringe, sprechen wir hier über Hundertstel.” Laut Leclerc bedeutet das, dass noch Arbeit vor ihm liegt – insbesondere, um das nötige Vertrauen zurückzugewinnen, um die letzten Prozentpunkte aus dem Ferrari herauszukitzeln, wenn es wirklich darauf ankommt. “Lewis schafft es öfter, bei 100 Prozent des Potenzials des Autos zu sein, was mir nicht gelingt. Ich muss also wirklich an allem arbeiten”, so der Ferrari-Pilot. Schneller, aber auch wirklich besser? Charles Leclerc und das Hamilton-Dilemma I Marc Surer EXKLUSIV Video wird geladen… In Italien rufen sie Leclerc „il predestinato“, aber diese Saison hat die Bestimmung einen Knick bekommen: Lewis Hamilton.
Das Bild ist allerdings nicht ganz eindeutig. Leclerc erklärte, dass er sich in Österreich bis zum Qualifying wohlgefühlt habe, bevor die Rennpace am Sonntag zum Hauptproblem wurde. In Spielberg startete er noch vor Hamilton, doch in Silverstone gab er zu, über eine einzelne Runde deutlich mehr zu kämpfen zu haben als in Österreich. “Ich denke, das Wichtigste ist einfach mein Gefühl mit diesem Auto. Wenn man dieses Gefühl nicht ganz erwischt, ist es schwierig, die Rundenzeit herauszuholen und das Vertrauen zu haben, jeden Samstag im Qualifying ans Limit des Autos zu gehen. Und genau damit tue ich mir schwer”, gesteht er. “[Es geht darum], konstant zu sein, um bei meinen 100 Prozent zu sein. In SQ1 und SQ2 war ich nah dran und war auch für SQ3 ziemlich zuversichtlich, aber dann habe ich das Auto verloren. Ich spüre das Auto einfach nicht so gut, wie ich es sollte.” Ferrari – Qualifying & RennenRennenLeclerc (Q)Hamilton (Q)Leclerc (R)Hamilton (R)4426Australien4.7. (+0,151)3.4. (+0,6)China4. (+0,013)3.4. (+3,6)3.Japan4.6. (+0,162)3.6. (+9,8)Miami3.6. (+0,176)7. (+10,5)6.Kanada8. (+0,108)5.4. (+33,4)2.Monaco4. (+0,072)3.Ausfall2.Barcelona10. (keine Zeit)2.15. (+4 Runden)1.Österreich2.3. (+0,059)8. (+19,3)5. Die Situation ist für Leclerc umso frustrierender, da Ferraris 2026er-Auto offensichtlich Potenzial hat. Das wurde am Freitag in Silverstone erneut deutlich – sehr zur Überraschung vieler Mitarbeiter der Scuderia. Das Team von Frederic Vasseur hatte eigentlich damit gerechnet, auf der extrem power-abhängigen Strecke Probleme zu bekommen, doch genau das Gegenteil war der Fall.
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“Wir sind extrem überrascht, dass Lewis heute die Pole geholt hat, aber generell hatten wir einen viel größeren Rückstand auf die Autos vor uns erwartet”, so Leclerc weiter. “Es ist ein guter Schritt nach vorn, aber ja, als Team sind wir einfach sehr, sehr überrascht, auf einer Strecke wie dieser so konkurrenzfähig zu sein.”
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