“Müssen uns anpassen”: Gabriel Bortoleto verteidigt die neue Formel 1
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Gabriel Bortoleto hat nachdrücklich argumentiert, dass Formel-1-Fahrer “in der Lage sein sollten, sich an jedes Auto anzupassen”. Damit weist er die Vorstellung zurück, dass die Boliden der Generation 2026 mit den Fahrstilen der Piloten kollidieren. LAT Images Gabriel Bortoleto findet, dass zu viel über das neue Reglement gemeckert wird
Die neue Formel-1-Generation mit ihrem deutlich höheren Elektroanteil hat in diesem Jahr für eine Menge Kritik und eine komplett andere Fahrweise der Piloten gesorgt. Teilweise wurde die Kritik an der “Formel E auf Steoriden”, wie es Max Verstappen bezeichnete, ziemlich hart: Oscar Piastri bezeichnete es sogar als “ziemlich beschissene Art, Rennsport zu betreiben”. Diese Meinung teilt die Mehrheit der Fahrer, die das neue Regelwerk bislang ablehnen – was dazu geführt hat, dass für 2027 bereits Nachbesserungen beschlossen wurden.
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Audi-Pilot Gabriel Bortoleto bricht jedoch eine Lanze für das Reglement: “Im Motorsport sollte es nicht nur um eine einzige Art des Fahrens gehen”, sagt er und meint damit die traditionelle Schule aus dem Kartsport mit “langsam rein, schnell raus” aus der Kurve. “Ich glaube nicht, dass ich meine Fahrweise großartig verändert habe”, meint der Brasilianer. “Aber ich mag den Begriff ‘Fahrstil’ nicht, weil ich finde, dass ein Formel-1-Fahrer so etwas eigentlich nie sagen sollte.” Formel-1-Fahrer sollten sich anpassen können “Wir sollten in der Lage sein, uns anzupassen – selbst wenn es vielleicht nicht natürlich wirkt. Aber wir müssen uns auf jeden Fahrzeugtyp und die jeweils geforderte Fahrweise einstellen können”, sagt er. “Genau deshalb tun wir das, was wir tun, und deshalb gehören wir zu den 22 Fahrern weltweit, die Formel 1 fahren.” “Ich denke, es ist einfach eine Frage dessen, welches Auto man hat und wie man es fahren muss. Verglichen mit letztem Jahr habe ich meine Fahrweise nicht groß verändert, aber natürlich stimmt man hier und da Feinheiten ab.” “Man weiß, wie die Energie aus manchen Kurven heraus abgegeben wird – also weiß man, ob man am Kurveneingang härter pushen kann und sich weniger Sorgen um den Ausgang machen muss, weil dort eh keine Energie abgegeben wird. Oder ob man am Eingang etwas vorsichtiger sein muss, weil eine lange Gerade folgt, auf der viel Energie freigesetzt wird”, so Bortoleto. Zwischenzeugnisse: Die besten Formel-1-Fahrer zur Sommerpause
“Man muss sich also anpassen. Letztes Jahr war das alles noch konstant, da musste man das so nicht machen.”
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Seine Aussagen fallen mitten in die Debatte darüber, dass die neuen Autos den Fahrern weniger Kontrolle überlassen – wobei Piastri ein Paradebeispiel dafür ist, ebenso wie Lando Norris’ “erzwungener Überholvorgang” gegen Lewis Hamilton in Japan. Dennoch stehen diese Weltklasse-Piloten in der Meisterschaft weiterhin weit oben und holen das Maximum aus dem heraus, was ihnen zur Verfügung steht – Norris und Hamilton konnten in diesem Jahr beide bereits Siege feiern. Verstappen fährt auch nicht langsam! Bortoleto betont daher, dass sich die Elite wie in jeder Formel-1-Ära durchgesetzt habe – völlig unabhängig davon, welches Auto zu welchem speziellen Fahrstil passen mag.
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“Sieht man einen Verstappen etwa langsam fahren? Sieht man einen siebenfachen Weltmeister in diesem Jahr langsam fahren? Sieht man einen Leclerc langsam fahren? Ich sehe sie nicht langsam fahren”, argumentiert der Audi-Pilot. Erst Sainz, dann das Getriebe: Piastri verflucht Ungarn I Rennen F1 Budapest 2026 Video wird geladen…
“Ich sehe sie nach wie vor extrem konkurrenzfähig. Ich würde also nicht sagen, dass schnelle Fahrer plötzlich langsam sind. Tatsächlich schlägt sich Lewis etwas besser als im Vorjahr, Max fährt immer noch wie entfesselt und stellt das Auto ganz nach vorne, Lando – der amtierende Weltmeister – ist immer noch schnell”, betont er. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Das ist die Wahrheit. Ich glaube also nicht, dass wir erlebt haben, wie langsame Fahrer aus dem Vorjahr plötzlich schnell wurden und die schnellen Jungs langsam. Ich denke, es ist nach wie vor echter Rennsport.”
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