Nach Fan-Rempler: Isack Hadjar kommt mit Verwarnung davon!
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Isack Hadjar kommt nach dem Zwischenfall mit einem Fan im Fahrerlager von Mexiko mit einer Verwarnung davon. Der Red-Bull-Pilot hatte einen Mann weggestoßen, der ihn trotz seines erkennbaren Widerstands bedrängte und offenbar ein Foto mit ihm machen wollte. LAT Images Isack Hadjar kassiert nach einem Fan-Schubser eine Verwarnung
Die FIA berücksichtigte bei ihrer Entscheidung, dass Hadjar sich in einer unangenehmen Situation befand und nicht ausreichend von Sicherheitspersonal geschützt wurde. Ex-Formel-1-Pilot Alexander Wurz kann die Reaktion des Franzosen dennoch nicht gutheißen. “Ich selbst nicht wirklich”, antwortet Wurz im ORF auf die Frage, ob er Verständnis für Hadjars Verhalten habe. Er könne zwar nachvollziehen, dass ein Fahrer in einer solchen Situation seine Ruhe haben wolle. Allerdings gebe es andere Möglichkeiten, mit aufdringlichen Fans umzugehen.
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“Ich würde vielleicht dem Trainer und dem Team obliegen”, erklärt Wurz. Ein Teammitglied hätte den Fahrer begleiten und den Fans signalisieren können, dass Hadjar gerade keine Zeit habe. “Da ein bisschen hineinzugrätschen und den Leuten zu sagen: ‘Hey, sorry, der kommt vielleicht nach dem Training, der ist jetzt sauer‘ – das akzeptieren ja die Leute.” FIA sieht Hadjar in bedrängter Situation Der Vorfall ereignete sich vor dem ersten Freien Training in Mexiko. Hadjar war nach eigener Aussage spät dran und hatte zuvor noch für ein Foto mit einem jungen Fan angehalten. Anschließend sei ein anderer Paddock-Gast auf ihn zugekommen und habe sich aggressiv verhalten. Laut der Begründung der FIA-Kommissare versuchte Hadjar zunächst, den Mann mit der Hand an der Hüfte auf Abstand zu halten. Als dieser weiter in seine Privatsphäre eindrang, schob ihn der Franzose schließlich mit der rechten Hand weg. Die Stewards werteten diese letzte Handlung als Verstoß gegen Artikel 12.2.1.l des Internationalen Sportgesetzbuchs. Statt einer Geldstrafe oder einer härteren Sanktion erhielt Hadjar eine formelle Verwarnung. Video wird geladen…
Dabei berücksichtigten die Kommissare mehrere mildernde Umstände: Der Fahrer habe auf ein ungebetenes und aggressives Verhalten reagiert, sich durch einen stark frequentierten Bereich des Fahrerlagers bewegen müssen und nicht über ausreichend Sicherheitspersonal verfügt. Zudem sei seine persönliche Distanz ohne Zustimmung verletzt worden. Auch die generellen Schwierigkeiten der Fahrer, sich im zunehmend vollen Paddock zu bewegen, flossen in die Bewertung ein. Wurz erkennt zwar an, dass Hadjar zunächst signalisiert habe, nicht angefasst werden zu wollen. “Isack hat dem Mann vorher gedeutet: ‘Okay, greif mich nicht an.‘ Dann hat er ihn bei der Schulter genommen und dann hat er ihn gestoßen. Finde ich nicht cool für solche Situationen”, so der Österreicher. Fans nehmen Hadjar in Schutz – aber nicht alle Das Video des Vorfalls verbreitete sich am Freitag schnell in den sozialen Medien. Während einige Nutzer das Verhalten des Franzosen kritisierten, bekam er von vielen Fans Rückendeckung. Ein Beitrag auf X, der mehr als 3.000 Likes erhielt, brachte die Haltung vieler Unterstützer auf den Punkt: “Wenn man höflich zu ihm ist, nicht in seine Privatsphäre eindringt und ihn nicht anfasst, ist er tatsächlich sehr nett zu Fans. Es ist ein Privileg, einen Fahrer zu treffen – aber man hat keinen Anspruch darauf.”
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Ein anderer Nutzer schrieb: “Gut gemacht, Hadjar. Die Fans sollten sich zusammenreißen. Persönlicher Abstand ist wichtig und muss respektiert werden.” Andere stellten grundsätzlich infrage, warum ausgerechnet Hadjar vor den Stewards erscheinen musste. “Hadjar sollte keinen Ärger bekommen. Dieser ältere Mann sollte ihn nicht anfassen. Das Fahrerlager ist ein Arbeitsplatz und keine Showbühne. Fahrer sind Menschen und kein Eigentum”, lautete ein weiterer Kommentar. Hadjar stand schon nach Austin in der Kritik Allerdings gab es auch differenziertere Stimmen. Ein Fan verwies darauf, dass die Situation zwar problematisch gewesen sei, Hadjar aber möglicherweise anders hätte reagieren können. Vor allem die Sicherheitskräfte hätten früher eingreifen müssen. Nicht alle zeigten Verständnis: Ein Nutzer stellte sogar grundsätzlich infrage, ob das Verhalten des Fahrers in Ordnung gewesen sei. Vom WM-Favoriten zum Sorgenfall: Was ist mit George Russell los? Video wird geladen…
Der Vorfall kommt für Hadjar zu einem Zeitpunkt, an dem seine emotionale Reaktion am Funk ohnehin bereits diskutiert wird. Nach dem Grand Prix der USA hatte Ralf Schumacher bei Sky dem Franzosen geraten, “einen Gang zurückzuschalten”. Hintergrund waren Hadjars wütende Funksprüche während des Rennwochenendes in Austin. Zu viele Menschen im Fahrerlager? Der Vorfall wirft auch die grundsätzliche Frage auf, wie offen das Formel-1-Fahrerlager mittlerweile ist und wie gut die Fahrer dort geschützt werden. Wurz sieht eine deutliche Veränderung gegenüber früheren Zeiten.
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“Beim Bernie (Ecclestone) hat es das nicht gegeben. Da waren nur ganz, ganz wenige Leute im Paddock. Jetzt ist es offener”, erinnert sich der frühere Fahrer. Gleichzeitig sei das Problem nicht völlig neu. Aus seinen DTM- und ITC-Zeiten kenne er Situationen, in denen sich Zehntausende Zuschauer durch das Fahrerlager bewegten. “Wenn du da mal stehen geblieben bist, hast du 30 Minuten Verspätung aufgerissen”, schildert Wurz. Es sei also nicht einfach, sich durch die Menschenmengen zu bewegen. Das gehöre inzwischen aber zum neuen Gesicht der Formel 1, an das sich die Beteiligten gewöhnen müssten. Eine körperliche Reaktion hält er trotzdem nicht für den richtigen Weg. Wenn ein Fahrer es eilig habe oder keinen Kontakt wolle, könne er einfach weitergehen oder sein Team bitten, ihm einen Weg freizumachen.
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“Ich habe es nicht gerne, dass man dann den wegschubst, der halt auch nur gerne ein Foto hätte, weil er einen bewundert”, erklärt Wurz. Für Fans sei es schließlich etwas Besonderes, die Stars einmal aus nächster Nähe im Formel-1-Fahrerlager zu sehen.
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