Nach Verstappen-Abreibung: Wie Hadjar aus Miami-Desaster lernen will
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Für Isack Hadjar glich der Grand Prix in Miami einem brutalen Realitätscheck, nachdem der Franzose stark in seine erste Saison bei Red Bull gestartet war. Nach Startplatz drei in Australien und einem gewonnenen Qualifying-Duell gegen Max Verstappen in Japan holte ihn Florida unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück. LAT Images Isack Hadjar (Red Bull) schaut selbstkritisch auf seine Leistungen und sieht Lernprozess
Rund acht Zehntelsekunden fehlten dem Franzosen pro Runde auf den viermaligen Weltmeister, bevor er seinen RB22 am Sonntag auch noch vorzeitig in die Mauer setzte. Die Frustration entlud sich noch im Cockpit: Hadjar schlug (mal wieder) mehrfach wütend auf sein Lenkrad ein, bevor er aus dem ramponierten Boliden kletterte. “Ich war einfach stinksauer auf mich selbst, mir hat der Fokus gefehlt, denn davor lief eigentlich alles nach Plan”, blickt Hadjar nun schonungslos selbstkritisch auf das Rennen zurück. “Wir hatten die richtigen Reifen drauf und das Überholen klappte gut. Es war klar, dass wir in die Punkte fahren würden, und ich wollte in diesem Rennen einfach alles riskieren.” Die Lektionen aus der Niederlage Der bittere Ausfall nagt noch immer am 21-Jährigen: “Wenn du von ganz hinten startest, willst du natürlich auch Spaß haben, überholen und dazulernen. Aber das konnte ich nicht, weil ich einen Fehler gemacht habe. Deshalb war ich richtig angepisst – und bin es ehrlich gesagt immer noch.” Anzeige FORMEL 1 Fanartikel
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Trotz des Frusts betont der Red-Bull-Pilot, wie wichtig dieser Dämpfer für seine Entwicklung war. Er muss nicht nur verstehen, wo die fehlende Pace abgeblieben ist, sondern auch, wie man als Profi mit derartigen Rückschlägen umgeht.
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“Ich habe definitiv aus dem Wochenende gelernt, an dem ich quasi eine ordentliche Abreibung kassiert habe”, gibt Hadjar offen zu. “Ich muss sagen, dass ich viele Dinge mitgenommen habe – vor allem, wie man reagieren sollte, wenn es mal nicht läuft. Ich habe in Miami einfach keinen guten Job gemacht, aber ich habe meine Lehren daraus gezogen und gehe nun mit deutlich mehr Erfahrung an das nächste Wochenende heran.” Heißt es nach “Lernprozess” und den Updates jetzt endlich Früchte ernten? Dass dieser Lernprozess bereits Früchte trägt, deutete sich am Freitag in Montreal an. Obwohl die vierte Startreihe für Red-Bull-Verhältnisse keineswegs der Anspruch ist, rückte Hadjar im Sprint-Qualifying wieder deutlich näher an Verstappen heran und hielt den Rückstand bei lediglich einer Zehntelsekunde. (Zum Sprint-Qualifying-Bericht) Formel-1-Quiz
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1 3 17 18 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Während Hadjar in Miami mit den typischen Problemen einer “Nummer zwei” bei Red Bull kämpfte, machte das Team auf der technischen Seite einen gewaltigen Sprung. Nachdem das erste Update-Paket in Japan noch verpufft war, brachten signifikante Neuerungen – darunter massiv überarbeitete Seitenkästen und eine eigene Version des sogenannten Macarena-Flügels – den erhofften Durchbruch. “Ich hatte eigentlich nie Zweifel am Team”, erklärt Hadjar mit Blick auf die Entwicklungskurve. “Es ist kein Geheimnis, dass einige Konkurrenten früher mit ihren Projekten begonnen haben als wir, das hat man an den ersten Wochenenden deutlich gesehen. Aber das Upgrade hat mich und viele im Fahrerlager definitiv überrascht.” Fehlendes Puzzleteil sorgt bei Hadjar für Schulterzucken Einen weiteren Puzzlestein für den plötzlichen Leistungssprung in Florida offenbarte Verstappen gegenüber niederländischen Medien: Red Bull hatte ein Problem mit dem Lenksystem identifiziert und behoben. Verstappen hatte dieses Defizit bereits seit dem Shakedown in Barcelona geplagt – die neue Lösung gab ihm in Miami das nötige Vertrauen zurück, um wieder voll zu attackieren.
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Bei Hadjar sorgte diese technische Randnotiz in Kanada allerdings für Schulterzucken: “Also, bei mir war das nicht der Fall. Wir haben in Miami nicht dieselbe neue Lenksäule verwendet. Und um ehrlich zu sein, habe ich auch vorher nicht gespürt, was Max gespürt hat.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Für den Franzosen ist das nur ein weiterer Beweis für die Extraklasse seines Teamkollegen: “Das zeigt einfach, wie extrem sensibel er für solche Feinheiten ist und wie genau er weiß, was er braucht. Das ist schon extrem beeindruckend.”
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