Neue Formel-1-Regeln: Deshalb verbringen Fahrer mehr Zeit im Meeting

Neue Formel-1-Regeln: Deshalb verbringen Fahrer mehr Zeit im Meeting

 

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Die Anpassungen der Formel-1-Regeln für 2026 haben nach Ansicht von Oliver Bearman nicht nur technische Folgen, sondern sorgen auch für einen deutlich höheren Abstimmungsbedarf innerhalb der Teams. Der Haas-Pilot beschreibt die Verwaltung der elektrischen Energie als eine der komplexesten Herausforderungen des neuen Reglements.  LAT Images Oliver Bearman über den erhöhten Zeit- und Arbeitsaufwand 2026

Eine zentrale Aufgabe besteht darin, die verfügbare elektrische Energie über eine Runde hinweg optimal einzusetzen und gleichzeitig genügend Energie zurückzugewinnen. Da die FIA verschiedene Parameter vorgibt, müssen die Teams für jede Strecke individuell berechnen, an welchen Stellen Energie genutzt oder eingespart werden soll. Die Energiespeicherung ist auf vier Megajoule begrenzt, während je nach Streckenabschnitt bis zu neun Megajoule eingesetzt werden können, was eine besonders präzise Planung erfordert.
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Die FIA veröffentlicht zwar Einsatzgrenzen, dennoch müssen Ingenieure zahlreiche Details analysieren, um Bereiche mit geringer Leistungsabgabe oder zusätzlichem Energiegewinn zu identifizieren. Ziel ist eine optimale Balance zwischen Energieeinsatz und Energierückgewinnung, die je nach Streckencharakteristik – etwa Geradenlänge, Kurvenverlauf und Kurvenradien – unterschiedlich ausfällt. “Eine Menge Zahlen auf einem Blatt Papier” Die Komplexität der neuen Vorgaben zeigt sich laut Bearman besonders bei der Analyse der Energiedaten. “Es sind eine Menge Zahlen auf einem Blatt Papier”, erklärt Bearman. “Und tatsächlich ist es mit den Distanzen der Runde ebenfalls etwas verwirrend. Zum Glück haben wir oben eine gute Gruppe von Leuten, die für uns die ganze Arbeit erledigen und das aussortieren.” Montreal: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Die zusätzliche Komplexität macht sich laut Bearman auch im Arbeitsalltag bemerkbar. “Natürlich gibt es viel mehr zu besprechen”, sagt der Brite. “Wir haben jetzt beispielsweise an jedem Rennwochenende ein festes Meeting von 45 Minuten bis einer Stunde, in dem wir durchgehen, wie wir die Energie nutzen und wo sie auf den Geraden am wirkungsvollsten eingesetzt wird.” FIA entschärft einige Probleme des 2026er-Reglements Vor dem Miami-Grand-Prix hatte die FIA Änderungen an den Energievorgaben angekündigt. Hintergrund war die Sorge, dass Fahrer auf einigen Strecken zu stark zu Lift and Coast gezwungen würden oder bereits vor dem Ende langer Geraden Leistung verlieren könnten. Die Anpassungen sollen diese Effekte abmildern und die Fahrbarkeit der neuen Fahrzeuge verbessern. Ganz lösen können sie die zugrunde liegende Problematik jedoch nicht. Haas-Chefingenieur Gary Gannon betont, dass die Energiebilanz weiterhin sorgfältig gemanagt werden müsse: “Wenn man die zurückgewonnene Energiemenge reduziert, verringert sich auch die Menge, die man einsetzen kann.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Dennoch sieht Bearman Fortschritte im Umgang mit den neuen Anforderungen: “Es ist definitiv ein weiteres Thema, über das man nachdenken muss. Aber jetzt, wo wir uns daran gewöhnen, kommen wir Schritt für Schritt voran.”

 
Formel1.de 

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