Neun Tausendstel: Lewis Hamilton entscheidet den Mexiko-Krimi für sich!

Neun Tausendstel: Lewis Hamilton entscheidet den Mexiko-Krimi für sich!

 

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Lewis Hamilton hat sich in einem packenden Qualifying die Poleposition für den Grand Prix von Mexiko 2026 gesichert. Der Ferrari-Pilot stellte eine Bestzeit von 1:16.514 Minuten auf und verwies in der heiß umkämpften Q3-Schlussphase George Russell (Mercedes) und seinen Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc auf die Plätze 2 und 3.  LAT Images Lewis Hamilton hat sich die Pole für den Grand Prix von Mexiko 2026 gesichert

Leclerc erklärt, er könne “nur auf mich selbst sauer sein”, denn “der Job, den ich heute gemacht habe, war nicht gut genug”. Während Hamilton sichtlich erleichtert ist: “Es war eine wirklich saubere Runde”, sagt er, und: “Ich weiß gar nicht mehr, wann ich meine letzte Pole geholt habe.” Das war 2023 in Ungarn, damals noch als Mercedes-Pilot. Mexiko 2026 geht als 105. Grand-Prix-Pole seiner Karriere in die Formel-1-Datenbank ein. Leclerc hatte im ersten Q3-Run noch eine Bestzeit von 1:16.647 Minuten vorgelegt und damit seine Trainingsform vom Freitag bestätigt. Er war um vier Zehntelsekunden schneller als Hamilton, und seine Gegner schienen somit erstmal andere zu sein: Max Verstappen (Red Bull) auf P2 kam bis auf 0,045 Sekunden heran, Lando Norris (McLaren) auf P3 hatte 0,177 Sekunden Rückstand. Mercedes fehlte hingegen eine halbe Sekunde.
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Doch dann wurde das Ergebnis noch einmal auf den Kopf gestellt. Mercedes hatte bis zum Schluss stets eine Prep-Lap vor der schnellen Runde gefahren, stellte die Taktik ganz am Ende aber um – und plötzlich ging George Russell, den bis dahin niemand auf dem Zettel hatte, in Führung. Die hielt jedoch nur ein paar Sekunden, bis Hamilton um 0,009 Sekunden schneller war. Damit war das Qualifying aber noch nicht entschieden, denn Verstappen war noch auf einer schnellen Runde. Nach einer Fahrminute wiesen die Minisektoren noch Vorsprung für den viermaligen Weltmeister aus, ehe er sich im Stadion verbremste und die Runde abbrechen musste – möglicherweise irritiert vom Norris-McLaren. Verstappen ärgert sich: “Ich hatte in 12 schon Verkehr und habe Downforce verloren, und dann ist er nach rechts gefahren statt nach links. Das hat mich die visuelle Referenz gekostet und die Linie.” ORF-Experte Alexander Wurz nimmt Norris in Schutz: “Ich möchte ihm keinen Vorwurf machen. Der kann sich auch nicht in Luft auflösen.” Aber: “Ich glaube, Max hätte den Fehler nicht so einfach gemacht, wenn Lando nicht da gewesen wäre.” Verstappen wurde letztendlich Vierter (mit Gridpenalty P5 in der Startaufstellung), gefolgt von Kimi Antonelli (Mercedes) auf P5, der am Sonntag mit Platz 9 die Formel-1-WM 2026 gewinnen kann. Antonelli nimmt das nicht auf die leichte Schulter, wirkt aber auch nicht sonderlich beunruhigt. Er sagt ganz cool: “Ich hatte null Grip. War nicht meine beste Leistung heute.” Sechster wurde Norris (“Ich bin mit meiner Runde gar nicht unzufrieden – wir sind einfach nicht schnell genug”), vor Isack Hadjar im zweiten Red Bull. Hadjar hatte seinen ersten Q3-Run mit einem Fahrfehler weggeworfen und sich dann auch noch eine FIA-Notiz eingehandelt, weil er in der Boxeneinfahrt schlampig über die weiße Linie gefahren war. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Platz 8 ging an Liam Lawson, vor Arvid Lindblad (beide Racing Bulls) und Pierre Gasly (Alpine). Nico Hülkenberg (Audi) wurde Elfter, Ocon-Ersatzmann Ryo Hirakawa (Haas) 19.
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Für Wurz ist Hamilton ein verdienter Polesetter. Er analysiert: “Jeder hat irgendwann einmal einen Fehler gemacht. Die Grip-Bedingungen waren äußerst schwierig, wenn die besten Kutscher der Welt immer irgendwie einen Schnitzer drin haben. Er hat zum richtigen Zeitpunkt die Nerven behalten. Im ersten und zweiten Sektor hat es noch gar nicht so gut ausgeschaut, und dann hat er das richtig hinpaniert.” “Zum Schluss hat derjenige die Pole gefahren, der es sich absolut verdient. Die Stoppuhr kennt kein Alter. Die zeigt nur an, wer das Beste gemacht hat. Und das war heute eindeutig Lewis Hamilton.” Zum Thema: Ergebnis: Qualifying GP Mexiko, Mexiko-Stadt Ergebnis: Startaufstellung GP Mexiko, Mexiko-Stadt F1-Ticker Mexiko: Paddock live mit Norman Fischer F1-Livestream: Analyse mit Christian Nimmervoll (2:30 Uhr MEZ)
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Q1: Erste rote Flagge wegen Alonso-Ausscheiden Q1 war erst sieben Minuten alt, da gab es schon eine rote Flagge. Fernando Alonso rollte im Stadionsektor aus. Dem vorangegangen war die Aufforderung des Teams, seinen Aston Martin sofort abzustellen – was Alonso im ersten Moment nicht nachvollziehen konnte: “Ich habe keinen Schaden. Warum soll ich stehenbleiben? […] Wollt ihr stehenbleiben? Ich bin fast in der Boxeneinfahrt.” Die Aston-Ingenieure konnten auf den Daten ein Wasserleck im Hybridsystem erkennen, weshalb das sofortige Abschalten der Powerunit zwingend erforderlich war. Alonsos Auto hatte davor schon erste Rauchzeichen von sich gegeben. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag der Spanier übrigens noch an dritter Stelle in Q1. Und er kassierte eine offizielle Verwarnung, weil er nach dem Ausrollen darauf vergessen hatte, sein Lenkrad wieder anzustecken. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Bis dahin hatte Hamilton eine erste Bestzeit von 1:18.249 Minuten gesetzt, sodass der siebenmalige Weltmeister vor Piastri in Führung war. Andere Piloten wie etwa Leclerc hatten ihre schnelle Runde wegen der roten Flagge mittendrin abbrechen müssen.
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Hamilton sicherte sich dann auch tatsächlich die Q1-Bestzeit, in 1:17.341 Minuten, 0,044 Sekunden vor Hadjar und 0,165 Sekunden vor Leclerc. Die beiden Audis überraschten mit den Positionen 6 (Gabriel Bortoleto) und 8 (Hülkenberg), und Antonelli wurde mit 0,577 Sekunden Rückstand Neunter. Doch das Entscheidende waren die Positionen 17 bis 22, und auf denen landeten Alexander Albon (Williams), Alonso, Hirakawa, Lance Stroll (Aston Martin), Sergio Perez und Valtteri Bottas (Cadillac).
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Debütant Hirakawa konnte seine persönliche Bestzeit im letzten Versuch sowohl im ersten als auch im dritten Sektor nochmal verbessern, doch im Mittelsektor ließ er wegen Verkehr einiges an Zeit liegen. Auf seinen Teamkollegen Oliver Bearman (Haas) hatte er in der vorletzten Runde noch drei Zehntelsekunden Rückstand, am Ende waren es dann 0,875 Sekunden. “Gute Arbeit”, lobte seine Renningenieurin Laura Müller dennoch. Q2: Hamilton zittert, Piastri scheitert Mehr zittern als geplant musste in Q2 Hamilton. Der Ferrari-Pilot war in den ersten beiden Sektoren superschnell unterwegs, verbremste sich dann aber in Kurve 13 und musste seine erste Runde abbrechen. Anschließend versuchte er, mit dem gleichen Reifensatz eine Top-10-Zeit zu erzielen – doch nach ungenügenden Zwischenzeiten drehte er an die Box ab. Da waren noch gut sieben Minuten zu fahren, und Hamilton hatte noch keine Zeit auf der Habenseite. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Als Hamilton gut drei Minuten vor Schluss erneut eine schnelle Runde begann, lief die Zeit gegen Piastri, der, auf P10 liegend, ebenfalls noch zulegen musste. Hamilton fuhr eine Zeit von 1:16.953 Minuten und verbesserte sich auf Platz 3, was den sicheren Top-10-Cut bedeutete.
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Piastri war damit nur noch Elfter und entsprechend unter Druck. Zwar gelang ihm eine Verbesserung auf 1:17.646 Minuten, das reichte aber letztendlich nur für Platz 13. “Kumpel, ich weiß nicht, was da los war. Ich hatte hinten keinen Grip”, seufzte er am Boxenfunk. Bitter: Sein Teamkollege Lando Norris fuhr in Q2 Bestzeit, und die Differenz zwischen den beiden McLaren-Piloten betrug 0,918 Sekunden. Nach der starken Q1-Performance erwischte es im zweiten Segment auch die beiden Audis: Hülkenberg fehlten als Elfter nur 0,028 Sekunden auf die Gasly-Zeit, die P10 eingebracht hätte. Franco Colapinto (Alpine) wurde Zwölfter, Bortoleto 14., Bearman 15. und Carlos Sainz (Williams) 16. An der Spitze zeichnete sich indes ein packendes Q3 ab. Denn mit McLaren, Red Bull, Ferrari und Mercedes lagen alle vier Topteams zu dem Zeitpunkt innerhalb von drei Zehntelsekunden. Zeitplan Formel 1 Mexiko: Wie geht’s weiter? Mit dem Grand Prix von Mexiko macht die Formel 1 Station im Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko-Stadt. Die Strecke liegt mehr als 2.200 Meter über dem Meeresspiegel und stellt mit ihrer dünnen Höhenluft besondere Anforderungen an Mensch und Maschine. Zu ihren markantesten Abschnitten gehört die langsame Stadionpassage, die durch das ehemalige Baseballstadion Foro Sol führt.
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Der Grand Prix von Mexiko startet am Sonntag um 21:00 Uhr deutscher Zeit (14:00 Uhr Ortszeit). Der Zeitunterschied zwischen Deutschland und Mexiko-Stadt beträgt das gesamte Wochenende über sieben Stunden. (Hier geht’s zum Formel-1-Kalender 2026!) Die gewohnten Formel-1-Livestreams können Fans am Samstag (Nacht auf Sonntag) und Sonntag (Nacht auf Montag) auf dem YouTube-Kanal von verfolgen. Mit einer Zusammenfassung des Geschehens und Analysen weit über das Ende der TV-Übertragungen hinaus. Host Kevin Scheuren präsentiert die Streams wieder in der Stammbesetzung mit Chefredakteur Christian Nimmervoll als Experte. Video wird geladen…  

Die provisorischen Startzeiten der Livestreams am Samstag und Sonntag sind auf jeweils 2:30 Uhr MEZ angesetzt. Im TV wird das Rennwochenende auf Sky (Deutschland), ORF (Österreich) und im SRF (Schweiz) übertragen (Hier geht’s zur kompletten TV-Übersicht zur Formel 1 in Mexiko!).
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