Nico Rosberg staunt über Antonelli: “Unglaublich, wie reif er ist”

Nico Rosberg staunt über Antonelli: “Unglaublich, wie reif er ist”

 

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Kimi Antonelli beeindruckt nicht nur mit seinen Ergebnissen, sondern zunehmend auch mit seiner mentalen Stärke. Der 20-jährige Mercedes-Pilot führt die Formel-1-Weltmeisterschaft nach seinem achten Saisonsieg beim Grand Prix von Spanien mit 81 Punkten Vorsprung auf Teamkollege George Russell an.  Sutton Images Kimi Antonelli hat einen Lauf und setzt sich in der WM immer weiter ab

Für Formel-1-Experte Nico Rosberg ist vor allem bemerkenswert, wie souverän Antonelli mit dem wachsenden Druck im WM-Kampf umgeht. “Wir sind alle Menschen. Er ist kein Übermensch”, sagt Rosberg im Gespräch mit Sky Sports F1 nach dem ersten Formel-1-Rennen auf dem neuen Madring-Kurs in Madrid. Der Weltmeister von 2016 erinnert dabei an seine eigene Situation während seiner Titelkampagne. Rosberg erklärt, dass der Druck auf ihn selbst gegen Ende der Saison 2016 enorm gewesen sei: “Ich hatte absolut große Angst, sodass es schwierig war, richtig zu fahren.”
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“Je näher ich dem Ende der Saison kam, desto unmöglicher wurde es für mich, Rennen zu gewinnen oder Polepositions zu holen, weil mein Kopf so sehr von der Angst beherrscht wurde, meinen Traum durch einen dummen Fehler oder durch etwas zu verlieren, das leicht passieren kann”, blickt er zurück. Genau diesen Effekt erwartet Rosberg auch bei Antonelli: “Irgendwann wird er das ein bisschen spüren müssen. Aber bisher ist es unglaublich, wie konstant und reif er ist. Selbst Toto [Wolff; Mercedes-Teamchef] kann es nicht glauben.” Antonelli setzt sich immer weiter ab Vor Beginn der Saison 2026 galt eigentlich Antonellis erfahrener Teamkollege bei Mercedes, George Russell, als einer der großen Titelfavoriten. Nach zwei Siegen in Folge in China und Japan wurde jedoch Antonelli zum jüngsten Fahrer der Formel-1-Geschichte, der die Führung in der Weltmeisterschaft übernahm. Seitdem hat der Italiener seine Position weiter gefestigt. Der Sieg beim ersten Grand Prix auf dem Madring war bereits sein achter Saisonerfolg. Russell kam in Madrid als Fünfter ins Ziel und liegt nun 81 Punkte hinter seinem Teamkollegen. Während sich im Fahrerlager die Frage stellt, wann der Titelkampf den jungen Mercedes-Piloten psychisch belasten könnte, liefert er weiterhin konstant starke Leistungen ab. Wolff: “Manchmal einen Tick zu cool” Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist von Antonellis Umgang mit Druck beeindruckt. In Madrid bezeichnete er seinen Fahrer als außergewöhnlich gelassen. “Ich finde, er ist cool, manchmal sogar einen Tick zu cool!”, sagte Wolff. Als Beispiel nannte er eine Szene kurz vor Ende des Rennens: Antonelli streifte fünf Runden vor Schluss die Mauer und meldete anschließend über Funk lediglich: “Check the car.” Wie der falsche Sieger den GP von Spanien gewonnen hat | Rennen F1 Madrid 2026 Video wird geladen…  

Wolff musste darüber schmunzeln: “Du denkst dir: ‘Echt jetzt, schon wieder, weiße Linien, Mauern?’ Aber vielleicht hält er sich genau so im Tunnel.”
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Gerade Antonellis Alter könnte dabei ein Vorteil sein, mutmaßt der erfahrene Formel-1-Teamchef. “Seine Jugend hilft ihm fast schon sehr, denn er ist 20. Er könnte 20 Jahre lang in diesem Sport bleiben und hätte so viele Möglichkeiten.” Doch schon jetzt übertreffe der junge Italiener die Erwartungen von Mercedes ebenso wie seine eigenen “bei Weitem”, so Wolff. “Er lässt die Dinge einfach auf sich zukommen.” Wolff vermutet auch genetischen Faktor Für Wolff ist Antonellis Gelassenheit aber nicht ausschließlich eine Frage seines Alters oder Trainings. “Ich glaube, dabei spielt auch ein genetischer Faktor eine Rolle. Entweder man wird mit dieser Coolness geboren oder nicht”, sagt der Österreicher.
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Diese Eigenschaft sei bereits in den Nachwuchsserien und im Kartsport erkennbar gewesen. Manche Fahrer könnten mit Druck schlicht besser umgehen als andere. “Er hat das auf ein anderes Niveau gehoben. Wir sprechen hier über die Formel 1. Man sieht Nachwuchsfahrer in der Formel 2, die unter dem Druck zusammenbrechen”, weiß Wolff. Antonelli scheint dagegen bislang genau die Balance zwischen Risikobereitschaft und Kontrolle zu finden, die Mercedes erwartet.
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Gleichzeitig verdeutlicht Wolff, dass das Team den jungen Italiener trotz seiner außergewöhnlichen Geschwindigkeit nicht zu unnötigen Risiken drängen wolle. Die Vorgabe sei vor allem, Rennen sicher ins Ziel zu bringen und Punkte mitzunehmen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Wir haben ihm gesagt: ‘Das ist ein Rennen, bei dem wir es ins Ziel bringen müssen. Wir müssen Punkte holen, egal ob P2 oder P5, das ist uns egal. Bring das Auto einfach ins Ziel.’ Das macht er und fährt dabei schnell”, lobt Wolff seinen Schützling.

 
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