Sainz schießt gegen Alonso: “Er hat mir die Strafe eingebracht – wie immer”

Sainz schießt gegen Alonso: “Er hat mir die Strafe eingebracht – wie immer”

 

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Carlos Sainz und Fernando Alonso lieferten sich beim Spanien-Grand-Prix auf dem neuen Madring einen öffentlichen Schlagabtausch. Ausgerechnet die beiden Lokalhelden gerieten früh im Rennen aneinander – mit Folgen für Sainz. Der Williams-Pilot kassierte eine Fünf-Sekunden-Strafe, nachdem Alonso den Vorfall per Funk bei der Rennleitung gemeldet hatte.  circuitpics.de Carlos Sainz ist nach dem Madrid-Rennen genervt von Fernando Alonso

Zuvor hatten sich die beiden noch freundschaftlich präsentiert. Das änderte sich in Runde 14, als Alonso Sainz im Kampf um Platz 17 unter Druck setzte. Auf dem Weg zur Schikane von Kurve 5 wollte der Aston-Martin-Pilot rechts an Sainz heranfahren. Sainz zog jedoch auf die Ideallinie nach rechts, woraufhin Alonso wegen der Nähe zur Streckenbegrenzung kaum noch ausweichen konnte. Sainz’ rechtes Hinterrad traf dabei den Frontflügel des Aston Martin und riss dessen Endplatte ab. Alonso reagierte unmittelbar über den Teamfunk. “Am Start ist er in zwei Leute gefahren”, schimpfte der Aston-Martin-Pilot. “Jetzt hat er mich beim Anbremsen an die Wand gedrängt.” Sainz war beim Start tatsächlich im Pulk mit Yuki Tsunoda kollidiert. Die Rennkommissare hatten den Vorfall jedoch lediglich zur Kenntnis genommen und als Rennunfall eingestuft. FIA sieht Sainz in der Verantwortung Beim Kontakt mit Alonso kamen die Stewards dagegen zu einem anderen Urteil. Sainz erhielt eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe. Die FIA begründete diese damit, dass Alonso beim Anbremsen zu Kurve 5 gerade dabei gewesen sei, neben Sainz zu kommen, während der Williams-Fahrer gleichzeitig nach rechts gezogen habe.
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“Auto 14 [Alonso] schloss auf Auto 55 [Sainz] auf der Anfahrt zu Kurve 5 auf und war dabei, neben ihn zu ziehen, als Auto 55 nach Beginn der Verzögerungsphase zur rechten Streckenkante fuhr, wodurch beide Autos leicht miteinander in Kontakt kamen”, hieß es in der Entscheidung der Stewards. Wie der falsche Sieger den GP von Spanien gewonnen hat | Rennen F1 Madrid 2026 Video wird geladen…  

Die Rennkommissare sahen darin eine Bewegung unter dem Bremsen. Sainz hätte Alonso auf der Außenseite mehr Platz lassen müssen. Als Basisstrafe wäre laut FIA eine Schwarz-Weiß-Flagge vorgesehen gewesen. Weil es jedoch zur Berührung zwischen beiden Autos kam, wurde stattdessen eine Zeitstrafe ausgesprochen. Sainz widerspricht und attackiert Alonso Sainz zeigte sich nach dem Rennen wenig überzeugt von der Entscheidung. Für ihn war der Kontakt vor allem eine Folge des engen Streckenabschnitts. “Das liegt an der Charakteristik dieser Kurve, wenn man nach rechts einlenkt. Ich denke, er hat sich über Funk beschwert und es geschafft, mir wie immer eine Strafe einzubringen”, so Sainz. Der Williams-Pilot erklärt zudem, dass in diesem Abschnitt kaum Platz für zwei Autos vorhanden sei. “Ich denke, die Charakteristik dieser Kurve wird immer zu solchen Unfällen führen, weil dort nur Platz für ein Auto ist, nicht einmal für zwei”, meint Sainz. Beim Einlenken könne man außerdem nicht dauerhaft in die Spiegel schauen, weil der Fahrer gleichzeitig die nächste Richtungsänderung vorbereiten müsse. Sainz bestritt zudem, dass Alonso bereits vollständig neben ihm gewesen sei. “Ich glaube nicht, dass Fernando neben mir war oder so”, erklärt der Spanier. Für ihn war deshalb nicht eindeutig, dass er dem Aston Martin an dieser Stelle mehr Raum hätte geben müssen. Beide Spanier bleiben ohne Punkte Alonso bewertete die Strafe anders, auch wenn sie an seinem Ergebnis nichts mehr änderte. “Wenn die Stewards das für ausreichend halten, ist das für mich in Ordnung”, sagt der Aston-Martin-Pilot. Gleichzeitig hielt auch er den Zwischenfall für vermeidbar.
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“Wir haben beide keine Punkte geholt, aber ich denke, das war unnötig. Links war genug Platz”, erklärt Alonso. Er selbst habe sich zu diesem Zeitpunkt direkt an der Streckenbegrenzung befunden. “Ich war direkt an der Wand, mit 340 km/h. Ich denke, das war nicht nötig.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Für Sainz endete der Grand Prix schließlich vorzeitig. Das Team stellte fest, dass der beim Start entstandene Schaden am Unterboden zu viel Zeit kostete, und holte ihn aus dem Rennen. Alonso kam ebenfalls nicht in die Punkteränge und beendete den Spanien-GP als 17. mit zwei Runden Rückstand.

 
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