“Nur für die Mechaniker und Lawrence”: Stroll erklärt Funkspruch
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Nach seinem viel diskutierten Funkspruch beim Grand Prix von Kanada hat Lance Stroll erklärt, was hinter seiner Aussage steckte. Der Aston-Martin-Pilot hatte während des Rennens erklärt, er fahre “nur noch für die Mechaniker” und seinen Vater Lawrence. Nun schildert der Kanadier, warum ihn ausgerechnet dieser Gedanke in einem frustrierenden Rennen motivierte. LAT Images Stroll äußert sich zu seinem Funkspruch während des Kanada-Grand-Prix
Der Funkspruch entstand, nachdem Renningenieur Gary Gannon Stroll über den Abstand zum nächsten Konkurrenten informiert hatte. Den Kanadier interessierten die Positionskämpfe zu diesem Zeitpunkt jedoch kaum noch. “Ich bringe das Rennen für die Mechaniker zu Ende. Das ist alles”, erklärte Stroll. Als Gannon erwiderte: “Ich verstehe das vollkommen, Lance”, fügte der Aston-Martin-Pilot hinzu: “… und Lawrence. Ich bringe das Rennen für die Mechaniker und Lawrence zu Ende. Das ist alles.” Stroll: “Du musst dir irgendeine Motivation suchen” Auf Nachfrage erklärt Stroll, dass es ihm in einem derart schwierigen Rennen vor allem darum gegangen sei, überhaupt die Motivation aufrechtzuerhalten.
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“Wir waren das ganze Jahr über extrem langsam”, sagt Stroll. “Kanada war eines dieser Rennen, in denen wir mit großem Abstand das langsamste Auto waren. In solchen Momenten hängst du als Fahrer einfach nur noch drin und es macht keinen großen Spaß. Dann musst du dir im Cockpit irgendeine Motivation suchen.”
Deshalb habe er an die Menschen gedacht, die viel Arbeit in das Projekt investiert hätten. “Natürlich habe ich an die Mechaniker gedacht, die viele lange Stunden gearbeitet haben. Und an Lawrence, der dieses Team aufgebaut, alles in Silverstone auf die Beine gestellt hat und mit großer Leidenschaft hinter diesem Projekt steht. Diese kleine Motivation brauchte ich, um weiter Runde für Runde zu fahren, obwohl wir wahrscheinlich schon vier oder fünf Runden Rückstand hatten. Es sind schwierige Zeiten für uns.” Schwierige Phase für das gesamte Team Aston Martin liegt derzeit mit nur einem WM-Punkt auf dem zehnten Platz der Konstrukteurswertung. Lediglich Cadillac befindet sich dahinter. Für das Team aus Silverstone ist es der schwächste Saisonstart seit Beginn des Projekts im Jahr 2021. Formel-1-Fahrer, die bei Jordan/Aston Martin ihr Debüt gefeiert haben
Stroll betont, dass die schwierige Situation das gesamte Team betrifft. “Das gilt nicht nur für uns Fahrer. Auch die Ingenieure arbeiten zwischen den Rennen jeden Tag im Werk. Die Mechaniker leisten an der Strecke lange Arbeitstage, weil sie diesen Sport lieben. ” “Es ist für das gesamte Team eine schwierige Phase. Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass wir ein großartiges Team sein können. Wir haben hervorragende Mitarbeiter und großartige Einrichtungen. Im Moment sind wir nicht dort, wo wir sein wollen, aber ich bin überzeugt, dass wir dorthin kommen werden”, so Stroll weiter. Großes Update statt kleiner Entwicklungsschritte Die schwierige sportliche Lage spiegelt sich auch in der Entwicklungsstrategie des Teams wider. Anders als viele Konkurrenten entwickelt Aston Martin das aktuelle Auto derzeit kaum weiter. Stattdessen konzentriert sich das Team auf ein umfangreiches Updatepaket, das im Laufe des Sommers debütieren soll.
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“Als wir uns zusammengesetzt haben und überlegt haben, wie wir am besten weitermachen, kamen wir zu dem Schluss, dass es sinnvoll ist, auf das große Paket zu warten, das in Ungarn, Zandvoort oder bei einem der Rennen in diesem Zeitraum kommen soll”, erklärt Stroll. Meistgelesen in unserem Netzwerk GP Österreich
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Ob das gelingt, müssen allerdings erst die kommenden Rennen zeigen, denn “momentan liegen wir weit zurück. Kleine Entwicklungsschritte werden kaum einen Unterschied machen, wenn wir vier Sekunden hinter den Spitzenautos liegen. Wir brauchen deshalb ein großes Update”, so Stroll weiter.
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