Piastri rätselt nach Zandvoort: “Es gab zu viele Rennen dieser Art”

Piastri rätselt nach Zandvoort: “Es gab zu viele Rennen dieser Art”

 

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Oscar Piastri hatte sich den Grand Prix der Niederlande ganz anders vorgestellt. Nach einem schwierigen Rennen musste sich der McLaren-Pilot mit Platz sechs begnügen – und verlor dabei deutlich den Anschluss an Teamkollege Lando Norris.  LAT Images Oscar Piastri kämpfte in Zandvoort mit seiner Rennpace

Der amtierende Weltmeister gewann das Rennen, während Piastri über weite Strecken weder mit Norris noch mit Ferrari und Mercedes mithalten konnte. Besonders auffällig: Auf dem Papier hatte McLaren eigentlich das schnellste Auto. Piastri selbst hatte deshalb nach dem Rennen keine einfache Erklärung für den Leistungsabfall. “Ich glaube, es gab viele verschiedene Strategien, und ich glaube nicht, dass unsere Strategie wirklich das Problem unseres Rennens war”, sagt er. McLaren hatte ursprünglich einen ungewöhnlichen Plan verfolgt. Piastri ging beim Restart auf die harten Reifen und wollte damit möglichst lange fahren, bevor ein weiterer Satz Hards den zweiten Stint bis ins Ziel ermöglichen sollte.
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Doch schon während des Rennens zeigte sich, dass diese Rechnung nicht aufging. “Die Idee war, auf Hard zu starten und dann bis zum Ende zu fahren, also auch den anderen Hard zu verwenden. Aber ziemlich schnell wurde klar, dass der Hard eigentlich nicht besonders gut war.” Erst der Boxenstopp, dann die Pace Überraschend war dabei, das Piastri trotz harter Reifen einer der ersten Piloten beim Reifenwechsel war. Ein langsamer Reifenwechsel kostete zusätzliche Zeit. “Der langsame erste Stopp war natürlich schmerzhaft, und danach war die Pace schmerzhaft”, bilanziert Piastri. Der größere Unterschied zu Norris lag allerdings nicht allein in der Strategie. Denn selbst nachdem sich das Rennen stabilisiert hatte, konnte Piastri die Geschwindigkeit seines Teamkollegen nicht annähernd reproduzieren. Die Daten zeigen das deutlich: Piastri war im Rennschnitt rund 0,46 Sekunden pro Runde langsamer als Norris. Das ist für zwei Fahrer im selben Team ein erheblicher Unterschied – insbesondere auf einer Strecke, auf der McLaren mit Norris das Rennen kontrollierte. Piastri selbst erkennt deshalb ein grundlegenderes Problem. “Es ist nicht das erste Rennen in diesem Jahr, bei dem die Pace einfach nicht da war”, sagt er. “Einige waren gut, einige sehr stark, aber inzwischen gab es zu viele, bei denen wir wirklich weit weg waren.” Das Problem sitzt offenbar am Heck Besonders interessant ist Piastris Erklärung, dass sich die Schwierigkeiten nicht primär auf das Set-up zurückführen lassen. Auf die Frage nach möglichen Unterschieden bei Abstimmung und Fahrstil antwortete er: “Beim Set-up nicht wirklich. Beim Fahrstil muss es offensichtlich etwas geben.” Piastri hatte sich im Qualifying in Zandvoort noch deutlich wohler gefühlt. Durch Q1 und Q2 war er konkurrenzfähig, auch wenn er seine Q3-Runde nicht vollständig maximieren konnte. Im Rennen veränderte sich das Bild jedoch komplett.
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“Im Qualifying habe ich mich an diesem Wochenende deutlich wohler gefühlt”, erklärt Piastri. “Und im Rennen war die Geschichte überhaupt nicht dieselbe.” Der Australier beschreibt dabei vor allem das Heck des McLaren als schwierig. “Im Rennen ist das Heck des Autos sehr schwierig zu fahren.” Harte Reifen nach fünf Runden “einfach weg” Besonders dramatisch war das Reifenbild im zweiten Hard-Stint. Der erste Satz fühlte sich laut Piastri noch akzeptabel an. Beim zweiten Satz hielt die Performance dagegen kaum. “Der zweite Satz war ungefähr fünf Runden lang gut, und dann waren meine Vorderreifen komplett weg.” Video wird geladen…  

Piastri sieht deshalb vor allem den Verschleiß als Ursache. “Nicht unbedingt nur eine Sache ist schiefgelaufen, aber der Stint auf diesem Reifen war sehr, sehr schwierig.” Nachdem Ferrari an ihm vorbeigegangen war, verschärfte sich die Situation zusätzlich. Piastri fuhr durch die “Marbles” neben der Ideallinie und sammelte dadurch weiteren Gummi und Schmutz auf seinen Reifen.
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Piastri weiß selbst, dass der McLaren aktuell jedoch in einer guten Form ist. “Lando hat das Rennen gewonnen. Das Auto ist also in einer guten Verfassung.” Auch die Charakteristik der Strecke schien McLaren entgegenzukommen. “Es war an den letzten beiden Wochenenden schnell. Ich denke, diese beiden Strecken liegen dem Auto gut.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formelsport
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Das macht die Situation für ihn besonders schwer zu erklären: Es handelt sich offenbar nicht um ein generelles McLaren-Problem, sondern darum, dass er selbst das Potenzial des Autos im Rennen nicht freisetzen konnte. “Aus irgendeinem Grund konnte ich die Pace nicht aus dem Auto herausholen.”

 
Formel1.de 

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