Pirelli bestätigt: Kein Comeback des C6-Reifens in der Formel-1-Saison 2027

Pirelli bestätigt: Kein Comeback des C6-Reifens in der Formel-1-Saison 2027

 

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Reifenhersteller Pirelli wird auch in der Formel-1-Saison 2027 auf den Einsatz einer sechsten Slick-Mischung verzichten. Das hat Pirelli-Motorsportchef Dario Marrafuschi im exklusiven Interview mit Motorsport.com Italien, einer Schwesterplattform von im Motorsport Network verraten.  LAT Images Pirelli wird beim aktuellen Reifensortiment für die Formel 1 bleiben

Pirelli hatte die weichste C6-Mischung vor der aktuellen Saison wieder abgeschafft. Der Reifen kam zuvor nur sporadisch auf wenig belastenden Stadtkursen zum Einsatz und passte nicht ins Konzept, da der Zeitunterschied zum C5 zu gering ausfiel und er keinen strategischen Mehrwert bot. Daher wird der C6 auch 2027 kein Comeback feiern: “Ich kann bereits verraten, dass es weiterhin fünf Stufen geben wird; wir werden keine Stufe hinzufügen oder weglassen”, bestätigt der Italiener, dass es beim aktuellen Aufgebot der Slicks bleiben soll.
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“Wir haben zwar darüber nachgedacht und diskutiert, ob wir eine weitere Mischungsstufe hinzufügen sollten, aber beim Blick auf Monaco haben wir letztendlich gesehen, dass die meisten Autos auf dem C4 gestartet sind, der der Medium-Reifen war”, so Marrafuschi. Warum McLaren jetzt ALLES in die Karten spielt! Video wird geladen…  

Zwar hatte der C5-Reifen im Qualifying bei den meisten Fahrern eine zusätzliche Aufwärmrunde benötigt, das habe der Session aber nichts von ihrem Spektakel genommen, meint man bei Pirelli. “Deshalb glauben wir nicht, dass eine noch weichere Mischung notwendig ist.” “Wir haben auch in Monaco ein tolles Rennen gesehen, und wenn wir dort einen C6 einsetzen würden, wäre dieser für den Rest der Saison unbrauchbar”, sagt er. Wie die Mischungen C1 bis C5 im kommenden Jahr ausfallen werden, das ist allerdings noch offen. Marrafuschi betont jedoch, dass man die Mischungen “basierend auf den Performance-Zielen für das nächste Jahr neu abstufen” möchte. “Das Ziel ist immer eine klare Performance-Differenzierung zwischen den fünf Stufen in Bezug auf die Rundenzeit bei gleichzeitig proportionalem Verschleiß, damit wir Entscheidungen treffen können, die an jedem Grand-Prix-Wochenende zu sich leicht überschneidenden Strategien führen”, sagt er. Das sei zuletzt in Barcelona und Österreich so gewesen, wo Zwei-Stopp- und Dreistoppstrategie laut dem Reifenhersteller sehr ähnlich gewesen seien. Natürlich weiß Pirelli, dass es auch andere Fälle gibt: In Silverstone zuletzt seien Ein- und Zwei-Stopp sehr weit auseinander gewesen. Silverstone: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

“Aber mit Blick auf das nächste Jahr werden wir beispielsweise daran arbeiten, sie viel näher zusammenzubringen”, verspricht Marrafuschi. “Auf diese Weise haben Teams und Fahrer – sofern es keine Safety-Cars oder Neutralisierungen gibt – den Spielraum, verschiedene Strategien zu wählen, indem sie den Reifenverschleiß vielleicht optimal auf ihr spezifisches Auto abstimmen und so für mehr strategische Vielfalt sorgen.”
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Die grundlegende Basis für die Mischungen steht bereits und wurde bei früheren Tests entwickelt, jetzt geht es um die Feinarbeit. “Sobald die Struktur steht, werden wir die Abstufung der Mischungen für das nächste Jahr auf der Grundlage der bereits erzielten Ergebnisse optimieren”, so der Pirelli-Motorsportchef.

 
Formel1.de 

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