Podium verschenkt: Oscar Piastri rätselt über Verbremser in Kurve 1
| . | . | . |
Wie ein Fehler die Arbeit eines kompletten Wochenendes ruinieren kann, musste Oscar Piastri am Samstag in Baku leidvoll erfahren. Nach einer schwierigen Formel-1-Saison 2026 schien der McLaren-Pilot in Aserbaidschan endlich einmal wieder ein gutes Ergebnis einfahren zu können, bis ein Verbremser in Kurve 1 alles zunichte machte. LAT Images Ein Verbremser in Runde 40 zerstörte Oscar Piastris Wochenende
“Das war ein Anfängerfehler”, urteilt Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve bei der Analyse der Szene in der Übertragung von Sky Sports F1. “Er wurde überrascht, als er in die Spiegel schaute, und hat die Kurve einfach komplett verpasst. Das ist die Wahrheit. Fehler passieren. Man pusht zu hart, aber man kann sehen, dass er in die Spiegel geschaut und die Kurve einfach komplett verpasst hat.” Piastri selbst beschreibt den Vorfall nach dem Rennen leicht anders: “Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich extrem spät oder extrem hart gebremst habe”, wehrt er sich. “Es war schon ein wenig merkwürdig, wie auf einmal schlagartig beide Vorderreifen blockiert haben. Ich wüsste nicht, dass ich irgendetwas Spektakuläres gemacht hätte.”
//jseAo3c(“Rect”);
Der Australier befand sich zu der Zeit im Duell mit Red-Bull-Pilot Isack Hadjar und fuhr mit diesem Seite-an-Seite auf Kurve 1 zu und schien mit der Innenbahn auch die bessere Position für Kurve 1 zu haben – bis er einfach geradeaus fuhr. “Natürlich war ich beim Verteidigen auf einer anderen Linie als sonst”, gibt er zu. “Ich weiß also nicht, ob ich vielleicht auf einer Bodenwelle war oder so etwas, aber überrascht hat es mich definitiv.” queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Bitter war für Piastri dabei der Zeitpunkt des Fehlers. Zwar war auch seinem Teamkollegen Lando Norris wenige Runden zuvor das Gleiche passiert, doch der Weltmeister büßte dabei lediglich zwei Positionen ein. Für Piastri ging es hingegen von Rang drei auf Position 14 zurück, da das Feld nach einer Safety-Car-Phase noch dicht beisammen lag. “Damit war sein Rennen gelaufen”, ärgert sich Teamchef Andrea Stella. Denn bei nur noch zwölf zu fahrenden Runden reichte die Zeit nicht mehr aus, um sich wieder zurück in die Punkte zu fahren. “Das ist extrem schade für Oscar, denn er hätte es verdient gehabt, bis zum Ende um das Podium zu kämpfen”, sagt Stella. Bis dahin bescheinigt der Italiener seinem Schützling ein starkes Wochenende. Piastri hatte die erste Startreihe im Qualifying nur um eine Tausendstelsekunde verpasst und konnte im ersten Stint auch Max Verstappen (Red Bull) hinter sich halten. Gummiband mit Max Verstappen Piastri war im ersten Stint auf den weichen Reifen unterwegs, die aber eine überraschend starke Pace halten konnten, während Verstappen dahinter auf Mediums etwas zu kämpfen hatte. Trotzdem konnte sich der McLaren-Pilot nicht von seinem Verfolger absetzen.
//jseAo3c(“Rect”);
Obwohl er endlich wieder einmal um eine Spitzenposition kämpfen konnte, fühlte sich das Duell für ihn “irgendwie frustrierend” an, wie er sagt. “Man hatte das Gefühl, eine gute Runde gefahren zu sein, und dann sehen wir die Abstände auf unserem Dashboard – und ich habe einfach gesehen, wie der Vorsprung Runde für Runde auf der Geraden aufgefressen wurde.” Baku: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Nicht geholfen hat ihm dabei die Tatsache, dass George Russell an der Spitze zu schnell für ihn war und wegfahren konnte. “Dadurch hatte ich auch keinen Windschatten, sodass ich auf den Geraden gewissermaßen ein leichtes Opfer war”, sagt er. Überholt wurde er von Verstappen jedoch erst beim Neustart nach der ersten Safety-Car-Phase, als sich der Niederländer sofort in Kurve 1 neben den McLaren setzte und vorbeizog. “Und sobald Max einmal vorbei war, hätte ich ihn ohnehin nie wieder zurücküberholt”, muss Piastri einräumen. Piastri: Platz vier wäre es geworden, aber … Platz drei wäre für ihn daher ohne Fehler das Höchste der Gefühle gewesen, doch ob er auch Isack Hadjar hinter sich hätte halten können, weiß er nicht. “Ehrlich gesagt wäre das wohl ziemlich schwer geworden”, gibt er zu.
//jseAo3c(“Rect”);
Zwar kann er die Pace auf den Mediums durch seinen Verbremser nur schwer einschätzen, da die Reifen dadurch in Mitleidenschaft gezogen wurden, “aber ich habe mich auf dem Medium bei weitem nicht so gut gefühlt wie auf dem Soft.” Formel-1-Quiz
Bei wie vielen GP konnte Oscar Piastri das Rennen anführen?
17 26 13 43 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Ich denke, Platz vier wäre potenziell möglich gewesen. Aber es ist eben das eine zu sagen, was möglich gewesen wäre, und etwas ganz anderes, wo man am Ende tatsächlich landet”, weiß er.
//jseAo3c(“Rect”);
Zumindest hat er die Gewissheit, dass er an guten Tagen auch noch gute Leistungen mit dem Auto zeigen kann. “Ich würde zwar nicht unbedingt sagen, dass ich mich wohler gefühlt habe, aber ich konnte mehr Rundenzeit aus dem Auto herausholen”, meint er. “Ich konnte besser verstehen, in welche Richtung ich mich vor allem bei meinem Fahrstil bewegen muss.” “Bis auf diesen einen Moment im Rennen fühlte sich das Wochenende im Wesentlichen nach einem Niveau an, das ich von mir selbst erwarte. Von der Seite betrachtet war es viel ermutigender”, so Piastri. 101 Prozent statt 99 Prozent geben Dass Piastri mit der aktuellen Fahrzeuggeneration nicht so gut zurechtkommt wie Teamkollege Lando Norris, war in dieser Saison bislang mehr als offensichtlich. Laut ihm müsse man mit der aktuellen Generation einen komplett anderen Fahrstil an den Tag legen.
//jseAo3c(“Rect”);
“Ich denke, die früheren Autos hat man vor allem im Rennen bei 99 Prozent gefahren. Man musste die Reifen ein wenig schonen, und mit 99 Prozent war man am schnellsten unterwegs”, erklärt er. “Bei diesen Autos fühlt es sich so an, als müsse man durchgehend bei 101 Prozent sein – und sobald man das nicht sein kann, verliert man extrem viel Rundenzeit.” Baku eskaliert: Colapinto-Crash, Russell vs. Verstappen & Horner-Interview Video wird geladen…
“Deshalb sage ich auch, dass es sich an diesem Wochenende nicht zwingend komfortabler angefühlt hat, aber ich konnte diese 101 oder 100 Prozent etwas leichter abrufen. Ich habe das Gefühl, an diesem Wochenende definitiv ein paar interessante Dinge gelernt zu haben, die mich weiterbringen.” Stella stimmt zu: “Aber es wäre schön gewesen, wenn er sich auch dafür belohnt hätte.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
Yamaha-Direktor Paolo Pavesio im Interview: “Der V4 war alternativlos”
Langstrecke
WEC Fuji 2026: Toyota stiehlt Alpine den Sieg dank LMGT3-Highspeed-Crash
Formel-1-Newsticker
Formel-1-Liveticker: Gewinnt Red Bull 2026 noch ein Rennen?
Auto
Hybrid-SUVs im Duell: Kia Seltos gegen Toyota Corolla Cross
Das sieht auch Piastri so, der von einem “enttäuschenden Ende” spricht: “Ich denke, die erste Hälfte des Rennens war sehr stark, deshalb ist es wirklich schade, dass wir am Ende nichts Vorzeigbares in den Händen halten.”
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.




