Red Bull siegt trotz AUDO – fordert aber weiterhin Anpassungen

Red Bull siegt trotz AUDO – fordert aber weiterhin Anpassungen

 

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Red Bull arbeitet gemeinsam mit der FIA daran, wie das System für zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten in der Formel 1 (ADUO) angepasst werden kann, nachdem dessen umstrittene Ergebnisse bekannt wurden. Das erklärt Teamchef Laurent Mekies.  LAT Images Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies hofft weiter auf ADUO-Anpassungen

ADUO ist 2026 neu eingeführt worden und misst am Ende jedes Quartals die Leistung der V6-Motoren aller Antriebseinheiten. Hersteller, die zurückliegen, erhalten dabei mindestens einen Upgrade-Token. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass Mercedes aufgrund des dominanten Starts unter dem neuen Reglement als Maßstab der Formel 1 eingestuft werden würde. Stattdessen weist das System jedoch Red Bull als Referenz aus.
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Der Grund dafür ist, dass ausschließlich der Verbrennungsmotor berücksichtigt wird. Dieser ist bei den aktuellen Hybridantrieben jedoch nicht der einzige Leistungsunterschied, während Mercedes in sämtlichen Bereichen stark ist. Daher gibt es Gespräche darüber, das System für 2027 anzupassen. FIA-Formelsportdirektor Nikolas Tombazis bestätigte bereits, dass es bei ADUO “Schwachstellen” gibt. Red Bull setzt sich sehr für entsprechende Änderungen ein. “Wir waren von den ersten Bewertungen der FIA überrascht, und zwar mehr als nur ein bisschen”, sagt Mekies und erklärt: “Wir haben unseren Standpunkt dargelegt. Wir haben ihnen gezeigt, warum wir der Meinung sind, dass das System nicht das richtige Bild abbildet.” Wie Red Bull sich auch ohne ADUO steigern konnte “Wir diskutieren mit ihnen darüber, was an den Methoden für das kommende Jahr verbessert werden kann”, verrät er und ergänzt: “Das ist der aktuelle Stand. Irgendwann sagen wir bei Red Bull Racing aber gerne: Wir wollen den Lärm reduzieren und uns auf den reinen Rennsport konzentrieren.” “Ab einem gewissen Punkt konzentrierst du dich auf dich selbst und arbeitest weiter mit dem, was du hast”, so Mekies. “Letztendlich wären wir lieber in der Lage, einen starken Motor und kein ADUO zu haben, als einen schwachen Motor und das ADUO zu beanspruchen.” Nach den jüngsten Ergebnissen hat Mercedes einen Token erhalten, weil die Leistung zwei bis vier Prozent unter dem Referenzwert liegt. Ferrari, Audi und Honda erhalten aufgrund eines Rückstands von mehr als vier Prozent jeweils zwei Token. Red Bull bekommt dagegen keinen. Verstappen siegt in Malaysia: Ist Russells WM-Traum jetzt endgültig vorbei? Video wird geladen…  

Das bedeutet jedoch nicht, dass Red Bull überhaupt keine Möglichkeiten zur Verbesserung hat. Gerade in dieser Saison war eine stetige Leistungssteigerung zu beobachten, begleitet von zahlreichen Upgrades am RB22.
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“ADUO versucht zwar, die Spitzenleistung des Verbrennungsmotors irgendwie zu bestimmen, aber es gibt eine große Zahl weiterer Leistungsfaktoren, die entwickelt und verbessert werden können”, erklärt Mekies. Das gelte “gerade im ersten Jahr für uns als Hersteller einer Antriebseinheit. Natürlich haben die Jungs enorme Arbeit geleistet, um das Gesamtpaket für die Fahrer und das Betriebsfenster weiterzuentwickeln”, betont der Teamchef.
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“Im Hintergrund findet eine enorme Entwicklungsarbeit statt, auch wenn man die Hardware nicht verändern darf. Ich denke, das gilt besonders für uns in unserem allerersten Betriebsjahr.” Mekies lobt “starke Entwicklung während der Saison” Das letzte große Upgrade-Paket, das Red Bull einführte, kam beim Großen Preis von Aserbaidschan im September zum Einsatz. Dort wurde Max Verstappen Zweiter und lag im Ziel weniger als eine Sekunde hinter Mercedes-Pilot George Russell. Es war Verstappens fünfter Podestplatz in sechs Grands Prix. Nur eine Woche später holte der Weltmeister in Malaysia seinen ersten Sieg im Jahr 2026, nachdem er in den ersten fünf Rennen der Saison lediglich einen Podestplatz erzielt hatte.
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“Was ich aus dem Baku-Upgrade mitnehme, ist nicht so sehr das, was es freigesetzt hat”, sagt Mekies. “Ich glaube nicht, dass dieses Upgrade im Vergleich zu unseren vorherigen etwas besonders Spezifisches hatte.” “Was ich daraus mitnehme, ist, dass dieses Team erneut in der Lage war, eine unglaubliche Entwicklungsleistung während der Saison abzuliefern”, betont der Franzose. Von Ferrari bis Cadillac: So alt sind die Formel-1-Teams

“Wir sind mit einem Rückstand gestartet. Aber genauso wenig würde jemand auf uns warten. Von einem Rückstand von mehr als einer Sekunde ausgehend und nun dort zu sein, wo wir sind, ist meiner Meinung nach ein typisches Markenzeichen von Red Bull: diese starke Entwicklung während der Saison.”
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“Eine Zeit lang hatten wir das Gefühl, dass wir bei etwa drei Zehnteln Rückstand auf die besten Autos feststecken könnten”, gesteht Mekies. “Letztendlich haben die Jungs jedoch in allen Bereichen gearbeitet – auf der Chassis-Seite ebenso wie bei der Antriebseinheit -, um auch diese letzten drei Zehntel aufzuholen, von denen wir dachten, dass sie am schwierigsten werden würden.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Das Baku-Upgrade hat dabei eine Rolle gespielt, aber es ist Teil einer umfassenderen Anstrengung aller Beteiligten, sowohl auf der Chassis-Seite als auch bei der Antriebseinheit, um noch mehr herauszuholen.”

 
Formel1.de 

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