Red Bulls Schlüssel-Entscheidung hinter Max Verstappens Mexiko-Sieg erklärt

Red Bulls Schlüssel-Entscheidung hinter Max Verstappens Mexiko-Sieg erklärt

 

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Obwohl der Sonntag auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez allen voran der Tag von Kimi Antonelli war, gab es im Fahrerlager naturgemäß zwei weitere große Themen: die Spannungen bei Ferrari und wie Frederic Vasseur diese managen wird – sowie den sechsten Sieg von Max Verstappen in Mexiko.  LAT Images Max Verstappen konnte die Ferraris in Mexiko besiegen

Als Letzteres in der Pressekonferenz nach dem Rennen zur Sprache kam, scherzte der Niederländer sogleich: “Ja, sie sollten es eigentlich den ‘Maxico’-Grand-Prix nennen. Das wäre großartig.” Aber Spaß beiseite: Hinter Verstappens Erfolgsbilanz in Mexiko stecken mehrere Faktoren. Zu Red Bulls Honda-Zeiten verfügte der japanische Hersteller über einen in dünner Höhenluft extrem effektiven Turbolader – was teilweise auf Know-how aus der Luftfahrtsparte beruhte – und Red Bull bei der Motorenleistung oft sehr konkurrenzfähig machte.
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Zudem versteht es Verstappen wie kein zweiter, mit den Low-Downforce-Bedingungen umzugehen, die Mexiko traditionell zu einer rutschigen Angelegenheit machen, bei der die Fahrer noch mehr als sonst über die Strecke rutschen. Im Jahr 2026 spielte jedoch noch ein weiterer Faktor eine entscheidende Rolle: die Strategie. Red Bull setzt Lektionen aus Austin umgehend um Während Red Bull in Austin Fehler machte, sich laut seinen Fahrern zu starr an die weicheren Reifenmischungen klammerte und nicht flexibel genug auf das Renngeschehen reagierte, bewies das Team in Mexiko das genaue Gegenteil. Aufgrund der Fünf-Sekunden-Strafe gegen Charles Leclerc entschied sich Red Bull spontan für einen zeitgleichen Boxenstopp, obwohl dies nicht ganz der vorgeplanten Reifenstrategie entsprach. Verstappen war schließlich auf Mediums gestartet und wäre normalerweise länger draußen geblieben. Red Bull erkannte jedoch, dass die Streckenposition auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez von entscheidender Bedeutung war, da die Beeinträchtigung durch verwirbelte Luft enorm war und Überholen aufgrund des Motorenreglements zusätzlich erschwert wurde. Bei Red Bull wusste man: Bliebe man länger draußen, würde man Leclerc den Vorteil mehrerer Runden auf frischem Gummi schenken. Mit einem späteren Stopp wäre Verstappen somit hinter Leclerc auf die Strecke zurückgekehrt. Der viermalige Weltmeister hätte dann zwar den Reifenvorteil gehabt, doch Red Bull entschied sich zur großen Freude Verstappens für die Track-Position. Mexiko-Stadt: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

“Ich glaube, Charles hat einfach durchgezogen. Ich konnte nicht wirklich an ihm dranbleiben”, räumt Verstappen nach dem Rennen ein. “Ich hatte nicht die Pace, um ihm zu folgen, aber gleichzeitig lag ich immer noch im Bereich dieses Fünf-Sekunden-Fensters. Ich denke also, dass das Team einen richtig guten Job gemacht hat, um direkt mit ihm an die Box zu kommen.”
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Abgesehen von der besagten Gefahr durch Leclerc auf frischen Reifen spielte laut Verstappen noch ein weiterer Aspekt eine Rolle: “Es ist immer verdammt schwer, bei einer Fünf-Sekunden-Strafe beim Stopp exakt die fünf Sekunden zu treffen, also habe ich ihn überholt.” In der Praxis dauern Boxenstopps inklusive Fünf-Sekunden-Strafe oft noch länger, da die Mechaniker das Auto nicht zu früh anfassen wollen und daher eine gewisse Sicherheitsmarge einbauen. Red Bull wusste, dass man davon profitieren konnte, wenn man in derselben Runde an die Box kam.
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Der einzige Haken an dieser Entscheidung war, dass auf Verstappen ein besonders langer Stint auf den weichen Reifen zukam. Das veranlasste Renningenieur Gianpiero Lambiase zu dem Funkspruch, dass Red Bull nun einen von Verstappens “magischen Mexiko-Stints” brauche. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Das schien in der Praxis auch aufzugehen, obwohl Verstappen beim Ausrücken des Safety-Cars befürchtete, der Gelackmeierte zu sein: “Charles war sehr nah dran, aber gleichzeitig ist es hier extrem schwer zu folgen, weil alles überhitzt. Das hat mir wahrscheinlich auch geholfen, denn ich glaube, an einem Punkt musste Charles nur zur Kühlung abreißen lassen. Das kam mir ganz gelegen.” “Aber als ich das Safety-Car direkt hinter der letzten Kurve herauskommen sah und nicht mehr an die Box konnte, dachte ich mir: ‘Das darf jetzt nicht wahr sein’, denn das war für mich eigentlich das gelaufene Rennen.”
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Eine anschließende rote Flagge gab Verstappen jedoch die Möglichkeit, ebenfalls die Reifen zu wechseln – was allerdings auch bedeutete, dass ein weiterer stehender Start bevorstand, was in diesem Jahr nicht unbedingt zu den Stärken von Red Bull zählte. “Am Ende wurde es eine rote Flagge, das hat also alles wieder auf Null gesetzt. Ich war etwas besorgt, weil unsere Starts in diesem Jahr nicht gerade überragend waren, aber zum Glück waren sie heute gleich zweimal richtig gut – und das hat mir dann den Weg bis ins Ziel geebnet.” Red Bull überrascht von milder Strafe für Leclerc Auch Teamchef Laurent Mekies lobt nach dem Rennen die Strategieabteilung und erkennt an, dass das Team die Scharte vom US-Grand-Prix, wo die Umsetzung nicht auf dem gewünschten Niveau lag, umgehend ausgewetzt hatte.
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“Das war wieder einmal eine bärenstarke Leistung. Das Team ist am Rennsonntag so extrem stark und geht in jedem Rennen hohes Risiko ein. Die Trefferquote ist verdammt beeindruckend – auch wenn, wie Sie sagten, in Austin nicht alles perfekt war”, betont er. “Es waren die üblichen Verdächtigen aus der Strategiegruppe und die Leute an der Boxenmauer, die diese Idee hatten, als wir hörten, dass Charles reinkommt. Das war die beste Option. Unter Berücksichtigung der Strafe hatten wir gerade so die Lücke zu ihm. Wir haben die Chance ergriffen und es hat funktioniert.” Ferrari-Zoff überschattet Antonellis emotionale WM-Party! | F1 Mexiko 2026 Video wird geladen…  

Bei Red Bull empfand man die Strafe selbst allerdings als recht mild, wie Mekies einräumt: “Das Erste, was einem durch den Kopf geht, ist: Das muss eine Strafe sein. Und deshalb waren wir sicherlich etwas überrascht, wie lange es gedauert hat, bis die Strafe bestätigt wurde.”
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“Und in gewisser Hinsicht waren wir auch überrascht, dass es nur fünf Sekunden waren. Denn zu dem Zeitpunkt, als sie die Strafe aussprachen, lag Charles im Grunde sowieso schon fünf Sekunden vor Lewis”, so der Teamchef. “Es fühlte sich also ein bisschen milde an, aber es ist, wie es ist. Wir fahren mit dem, was wir kriegen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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Letztlich reichte es dennoch für Verstappens dritten Saisonsieg, mit dem er sich gleichzeitig auf den zweiten Platz der Fahrerwertung schob. Der Niederländer erklärte allerdings bereits, dass ihm ein zweiter oder dritter Platz in der Endabrechnung “gar nichts” bedeute, da für ihn einzig der Gewinn des WM-Titels zählt.

 
Formel1.de 

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