Sebastian Vettel: Warum er Ferrari erst absagte und später doch wechselte
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Hätte Sebastian Vettel schon früher als 2015 für Ferrari fahren können? In der neuen ARD-Dokumentation “Being Sebastian Vettel” erklärte der viermalige Formel-1-Weltmeister, dass er bereits 2012 ein Ferrari-Angebot erhielt, aber ablehnte. Getty Images Malaysia 2015: Sebastian Vettel bejubelt seinen ersten Sieg als Ferrari-Fahrer
Vettel sagte, der Erstkontakt mit Maranello sei 2012 nach seinem zweiten WM-Titelgewinn mit Red Bull (2011) zustande gekommen. “Tatsächlich war es ein Brief. Nur eine Anerkennung, von wegen ‘unglaublicher Leistung’ und ‘herzlichen Glückwunsch’, ohne auf etwas anderes einzugehen”, so Vettel. Der damalige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sei der Absender gewesen. Di Montezemolo beließ es jedoch nicht bei einem Glückwunschschreiben: “2012 war ich sogar mal zu ihm eingeladen. Es war ein geheimes Treffen”, sagte Vettel. Was beim Ferrari-Geheimtreffen besprochen wurde Bei diesem Treffen sei schließlich Vettels sportliche Situation zur Sprache gekommen: “Er fragte, wie es vertraglich aussieht. ‘Möchtest du für Ferrari fahren?'” Doch Vettel wollte nicht: “Zu der Zeit war ich sehr glücklich bei Red Bull. Es gab keinen Bedarf. Also habe ich abgesagt, aber die Tür ein bisschen offengelassen”, erklärte Vettel. (Fotostrecke: Alle Formel-1-Autos von Sebastian Vettel) Alle Formel-1-Autos von Sebastian Vettel
Drei Jahre später fuhr er doch für Ferrari – die “Strahlkraft” der Marke hatte ihn schließlich angezogen. Vettel sagte: “Ich wurde als Kind geprägt. Ich fuhr als Kind ins Ferrari-Museum.”
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“Ich erinnere mich an meine Kindheit. Michael Schumacher, rotes Auto. Es war nicht so, dass ich den Traum hatte, ich möchte wie Michael sein, aber [Ferrari] war ein großer Magnet, der mich angezogen hat.” Vettels Ferrari-Traum: Erst Hoffnung, dann Ernüchterung Die Zusammenarbeit begann vielversprechend: Vettel fuhr gleich in seinem ersten Ferrari-Rennen auf das Podium und gewann seinen zweiten Grand Prix für Ferrari. Er selbst empfand “Euphorie” in den ersten Monaten und “eine Art Befreiung” nach einem schwierigen letzten Jahr bei Red Bull ohne eigenen Saisonsieg. Bei Ferrari keimte “Hoffnung” auf, “etwas Neues aufbauen zu können”, so Vettel. Zwar mauserte sich Ferrari mit Vettel in den Jahren 2017 und 2018 zum Titelkandidaten, letztlich aber unterlag Vettel in der Formel-1-Fahrerwertung beide Male Lewis Hamilton im Mercedes.
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Danach schwand die Motivation, wie Vettel in der ARD-Dokumentation einräumte. Schließlich verlängerte Ferrari seinen Vertrag nicht: Vettel verließ Ferrari nach der Saison 2020 – ohne den erhofften fünften WM-Titel.
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