“Sehr klare Hinweise”: Ferrari hat das beste Chassis laut Andrea Stella

“Sehr klare Hinweise”: Ferrari hat das beste Chassis laut Andrea Stella

 

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Der Große Preis von Barcelona-Catalunya 2026 könnte sich als Wendepunkt im Kräfteverhältnis der Formel 1 erweisen. Nach dem ersten Ferrari-Sieg von Lewis Hamilton sorgt vor allem die technische Bewertung der Konkurrenz für Aufsehen. McLaren-Teamchef Andrea Stella zieht aus dem Wochenende klare Schlüsse – und sieht Ferrari derzeit an der Spitze der Chassis-Performance.  LAT Images Andrea Stella sieht Ferrari beim Chassis deutlich im Vorteil

Während Mercedes weiterhin auf die Gesamtstärke seines Pakets setzen kann, geht McLaren deutlich weiter in der Bewertung der reinen Fahrzeugbasis. Besonders die enorme Performance der Scuderia in den Kurven hat bei der Konkurrenz Eindruck hinterlassen. Stella spricht dabei von einem klaren Trend, der sich nicht nur in Barcelona, sondern bereits in den Rennen zuvor angedeutet habe. “Sehr klare Hinweise” auf Ferrari-Dominanz im Chassis Andrea Stella analysiert die Entwicklung der Scuderia nach dem Barcelona-Update ungewöhnlich deutlich. Ferrari brachte ein umfangreiches Upgrade-Paket an den Start, bestehend aus einer neuen Frontpartie, einem überarbeiteten Unterboden sowie Anpassungen an Seitenkästen und Diffusor.
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Das Resultat war ein deutlich konkurrenzfähigeres Gesamtpaket – inklusive Hamiltons Premierensieg im roten Auto. “Ich denke, dieses Rennen gibt uns sehr klare Hinweise”, sagt Stella. Und diese Hinweise gehen für den McLaren-Teamchef in eine klare Richtung. “Diese Hinweise sind, dass Ferrari im Moment das Auto mit dem besten Chassis ist.” Lewis Hamilton hätte auch ohne VSC gewonnen! Video wird geladen…  

Besonders auffällig sei die Performance im Mittelsektor der Strecke gewesen, also genau dort, wo aerodynamischer Grip und mechanische Stabilität entscheidend sind. “Wir sehen im mittleren Sektor, insbesondere in den mittelschnellen Kurven, dass Ferrari das schnellste Auto ist”, erklärt Stella. Die Einschränkung: Auf den Geraden sei Ferrari nicht zwingend das stärkste Auto. Doch genau die Kurvenperformance sei aktuell der entscheidende Faktor im Feld. Barcelona als technischer Gradmesser Der Circuit de Barcelona-Catalunya gilt traditionell als eine der aussagekräftigsten Strecken im Formel-1-Kalender, wenn es um die Beurteilung der Fahrzeugbalance geht. Genau deshalb wiegt Ferraris Performance dort besonders schwer. Stella betont, dass die Erkenntnisse nicht überraschend seien, sondern bestehende Trends bestätigen würden. “Diese Hinweise sind in gewisser Weise konsistent mit dem, was wir bereits wussten”, so der McLaren-Teamchef. Ferrari habe sich in den vergangenen Rennen bereits schrittweise verbessert, doch das Upgrade in Barcelona habe diesen Fortschritt deutlich sichtbar gemacht.
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Trotz der starken Ferrari-Performance sieht Stella die Gesamtwertung der Kräfteverhältnisse differenzierter. Während Ferrari im Chassis-Bereich aktuell Maßstäbe setze, habe Mercedes weiterhin Vorteile im Gesamtkonstrukt – insbesondere durch den Antrieb. “Mercedes hat wahrscheinlich über eine Runde hinweg das beste Gesamtpaket, wenn Chassis und Power-Unit zusammen betrachtet werden”, erklärt Stella. Damit bleibt das Kräfteverhältnis an der Spitze eng, aber klar segmentiert: Ferrari dominiert laut McLaren die Kurvenperformance, Mercedes punktet auf den Geraden und im Gesamtpaket, während McLaren selbst noch Entwicklungsbedarf sieht. McLaren selbstkritisch: Defizite bei Grip und Reifennutzung Besonders offen spricht Stella über die eigenen Schwächen. McLaren habe zwar in schnellen Kurven ein konkurrenzfähiges Auto, verliere jedoch in langsamen und mittelschnellen Passagen deutlich Zeit. “Wir sehen, dass wir in High-Speed-Kurven konkurrenzfähig sind”, sagt er.
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Doch das allein reiche nicht aus. “Wir kämpfen insgesamt mit Grip in den mittelschnellen und langsamen Kurven.” Das zentrale Problem liege laut Stella in der aerodynamischen Effizienz und der Art, wie das Auto die Reifen nutzt. Nach Sieg 106: Greift Lewis Hamilton jetzt die WM an? | Rennen F1 Barcelona 2026 mit @DaveGaming Video wird geladen…  

“Wir müssen mehr Grip hinzufügen, aerodynamischer Natur – also mehr Abtrieb auf die Reifen bringen”, erklärt er. Hinzu komme ein zweiter kritischer Bereich: die Reifenvorbereitung, insbesondere im Qualifying. “Oft verlieren wir Zeit am Anfang der Runde”, so Stella. “Und im Rennen wollen wir den Verschleiß reduzieren.” McLaren habe daher eine klare technische Agenda. “Wir müssen aerodynamische Performance hinzufügen und besser mit den Reifen arbeiten.” Ferrari als Maßstab für das Feld Auch innerhalb der Konkurrenz wird Ferraris Schritt nach vorne anerkannt. Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies lobte das neue Paket ausdrücklich und stellte klar, dass der Sieg in Barcelona kein Zufall gewesen sei. Die Kombination aus Chassis und Antrieb sei laut ihm entscheidend für den Erfolg gewesen.
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Für McLaren-Fahrer Lando Norris ist die Lage sogar noch drastischer. Der Brite sprach davon, dass Ferrari ohne den aktuellen Motorstatus das Feld dominieren würde. “Wenn sie einen besseren Motor hätten, würden sie alle dominieren”, so Norris. Oscar Piastri sieht die Stärke der Scuderia vor allem in der Balance aus Abtrieb und Reifenmanagement – besonders unter schwierigen Bedingungen wie in Barcelona. Stella blickt trotz der klaren Einschätzung nach vorne. Entscheidend sei nun nicht die Momentaufnahme, sondern die Entwicklung über die nächsten Rennen.
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“Wir wollen unser Auto Rennen für Rennen verbessern”, sagt er. Gleichzeitig sei klar, dass auch die Konkurrenz weiter nachlegen werde. “Unsere Gegner werden ebenfalls Upgrades bringen.” Für McLaren bleibt damit vor allem eine Aufgabe: den eigenen Entwicklungsweg konsequent fortzusetzen, ohne sich zu sehr von den aktuellen Verschiebungen im Kräfteverhältnis ablenken zu lassen.

 
Formel1.de 

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