Sergio Perez kritisiert Cadillac: Haben nicht genug entwickelt!
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Cadillac ist nach dem Formel-1-Rennen in Ungarn wieder ganz unten angekommen. Lange Zeit hatte der Neueinsteiger zumindest Aston Martin im Griff, doch deren Upgrade hat das Team ein ganzes Stück nach vorne katapultiert und Cadillac wieder am Ende des Feldes zurückgelassen. LAT Images Cadillac erlebt eine holprige erste Saison in der Formel 1
Es sieht daher nach einer schwierigen zweiten Saisonhälfte für die Amerikaner aus. Zwar soll es laut Valtteri Bottas noch Verbesserungen in den kommenden Rennen geben, allerdings seien die “keine Wunder” und “nichts Riesiges”. Und irgendwann muss sich auch Cadillac auf den Bau des neuen Autos für 2027 konzentrieren. “Das bedeutet also, dass wir immer noch Fortschritte machen können, aber große Schritte sind schwieriger zu machen, weil ich denke, dass alle noch ihre letzten Upgrades bringen”, so der Finne.
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Es ist daher davon auszugehen, dass Cadillac weiterhin bei jedem Rennen darum kämpfen wird, nicht in der letzten Startreihe zu stehen – und meistens dürfte man den Kampf verlieren. Das stellt jemanden wie Sergio Perez nicht zufrieden, der mit anderen Ambitionen zum neuen Formel-1-Projekt gekommen war. Perez: Müssen unsere Prozesse überdenken Der Mexikaner legt den Finger in die Wunde: “Für uns war es sehr schwierig, Entwicklungsarbeit zu leisten. Ich denke, wir haben im Grunde nicht genug entwickelt”, sagt er. “Wir müssen offensichtlich all unsere Prozesse überdenken, um sicherzustellen, dass wir in der Lage sind, viel stärker zu entwickeln.” “Denn in der Formel 1 dreht sich alles um die Entwicklung, und ich denke, das ist es, was uns ein wenig fehlt. Als neues Team haben wir natürlich nicht so viel entwickelt, wie wir es gerne getan hätten.” Budapest: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
Hinzu kommt laut ihm ein wenig “Ineffizienz”, da vieles über Drittanbieter läuft und Cadillac vieles daher nicht selbst kontrollieren könne. Und: “Im Moment haben wir keinen klaren Prozess etabliert”, kritisiert er. “Bei vielen der etablierten Teams kennen sie ihren Entwicklungsprozess. Sie haben eine sehr klare Linie, wie sie die Dinge in beide Richtungen angehen. Für uns gibt es im Moment noch viele Lernkurven, die wir erst noch herausfinden müssen und bei denen wir versuchen, das Beste herauszuholen. Wir müssen diese Linie stärken, dann wird das viel besser werden.” Bottas: Was wir entwickelt haben, hat funktioniert Bottas will das Problem hingegen nicht ganz so schwarz sehen. Er bewertet die Entwicklung in dieser Saison bislang positiv. “Alles, was wir an das Auto gebracht haben, hat es schneller gemacht”, lobt er. Dass man sich von Aston Martin absetzen konnte, solange diese ihr Auto noch nicht entwickelt hatten, ist für ihn der Beweis. “Das kam durch die kleinen Verbesserungen”, so der Finne.
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Für ihn ist das für die Zukunft vielversprechend, denn: “Es ist in der Formel 1 keine Garantie, dass die Teile, die man am Auto anbringt, auch tatsächlich funktionieren.” Cadillac habe aber eben Schritte gemacht, auch wenn sie nicht so groß waren, wie sich die Piloten das vielleicht erhofft hatten. Erst Sainz, dann das Getriebe: Piastri verflucht Ungarn I Rennen F1 Budapest 2026 Video wird geladen…
Dem Finnen ist dabei aber auch bewusst, dass es für einen Neuling schwierig ist, näher an die anderen Teams heranzukommen: “Es gibt Teams hier, die sind schon ewig dabei und wissen, wie man ein Auto entwickelt”, sagt er. “Es ist fast eine Garantie, dass sie im Windkanal jeden Monat etwas finden, und dagegen als neues Team anzutreten und es besser zu machen als sie, ist schwer.” Trotzdem ist der Spielraum für Cadillac natürlich noch größer als bei anderen Rennställen. Während diese irgendwann in Richtung Grenze vorstoßen, können die Amerikaner immer noch größere Schritte unternehmen, da viele Bereiche noch nicht optimiert sind – auch unabhängig von neuen Teilen.
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“Für einige Dinge brauchen wir Upgrades, für andere nicht”, betont Perez. “Was zum Beispiel unsere Renn-Performance angeht, verstehen wir genau, wo es uns bei den Reifen fehlt. Das ist etwas, woran das Team sehr hart arbeitet, um dort hinzukommen.” Das große Problem mit den Reifen Denn das ist bei Cadillac auffällig: Während man im Qualifying meistens durchaus in Schlagdistanz zu Haas oder Williams ist, fällt man im Rennen deutlich ab. Laut Bottas liegt das vor allem an zwei Dingen: “Erstens fehlt uns in schnellen Kurven ziemlich viel Anpressdruck”, sagt er. “In der Qualifikation auf einer Runde kann man das irgendwie kaschieren. Aber im Rennen, Runde für Runde, macht genau das die Reifen am meisten kaputt. Und wenn man mehr rutscht als die anderen, wird man bestraft.” Die letzten Doppelausfälle jedes Formel-1-Teams
Das zweite Problem sind die Reifentemperaturen. “Es sieht so aus, als würden wir die Reifen stärker überhitzen, aber auch hier sind diese Dinge ein wenig mit dem Mangel an Anpressdruck bei hohem Tempo verbunden. Wenn wir das also zuerst angehen können, wird das ein ordentlicher Schritt sein, und ich denke, das erklärt, warum wir auf eine Runde etwas näher dran sein können.”
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Kann Cadillac dieses Problem in den Griff bekommen, winkt ein gutes Stück an Rundenzeit. “Ich denke, das ist ein Bereich, in dem es uns fehlt und auf den sich das Team am meisten konzentrieren wird, um zu versuchen, schneller Performance zu bringen”, sagt Perez. Verbesserungen noch in diesem Jahr? “Da sind wir dran”, verspricht er. “Das Gute ist, dass wir viele erfahrene Leute im Team haben, sodass wir genau wissen, was zu tun ist. Was die Reifen betrifft, haben wir das Maximum aus unseren Wochenenden herausgeholt, aber es ist sehr wichtig für uns, einige Upgrades zu bekommen.”
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“Wir pushen hart, die Temperatur der Reifen zu senken. Ich kann natürlich nicht zu viele Details verraten, aber das ist etwas, woran wir intensiv arbeiten”, so der Mexikaner. Formel-1-Quiz
Welche Siegquote hat Sergio Perez in der Formel 1?
2,05% Prozent 54,27% Prozent 87,87% Prozent 55,86% Prozent Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Das könne auch noch in diesem Jahr passieren, auch wenn Cadillac angefangen hat, die Ressourcen auf das kommende Jahr zu schieben. “Es ist eine gewisse Gratwanderung, aber dennoch denke ich, dass niemand im Team mit unserer aktuellen Position zufrieden ist”, meint Perez. Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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“Ich gehe also davon aus, dass das Team weiter Druck machen wird, damit noch ein paar Upgrades kommen, um sicherzustellen, dass wir uns zumindest selbst beweisen können, dass unser Entwicklungsprozess stark ist. Das wird uns sehr viel Selbstvertrauen für die Zukunft geben.”
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