Siegchance vernichtet: Charles Leclerc bremst bis zur Karkasse

Siegchance vernichtet: Charles Leclerc bremst bis zur Karkasse

 

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Trotz der Fünf-Sekunden-Strafe für das Abkürzen in der ersten Runde hatte Charles Leclerc noch die Chance auf den Sieg. Die rote Flagge für den Unfall von Valtteri Bottas und ein stehender Neustart aus der ersten Reihe gaben dem Ferrari-Piloten in Mexiko noch einmal eine Möglichkeit, Max Verstappen vom ersten Platz zu verdrängen.  LAT Images Charles Leclerc sorgte beim Neustart für eine Menge Rauch

Doch statt nach vorne ging es für den Monegassen nach hinten: Schon auf den ersten Metern nach dem Start musste er Teamkollege Lewis Hamilton ziehen lassen, und ein schwerer Verbremser mit stehenden Reifen in Kurve 1 sorgte dafür, dass er die restlichen Runden eher nach hinten absichern musste. “Auf der rechten Seite der Strecke lag extrem viel Abrieb. Als ich auf die Bremse gegangen bin, obwohl ich gar keinen gewaltigen Bremsdruck aufgebaut habe, haben die Räder sofort blockiert und ich bin voll auf die Karkasse der Reifen gerutscht”, beschreibt er den entscheidenden Moment.
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“Es gab definitiv einen Unterschied zwischen rechts und links, und die Strecke war auf der Innenseite extrem dreckig. Ob das der alleinige Grund dafür war, bin ich mir allerdings nicht sicher.” queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Weil sein Reifen an der einen Stelle einen mächtigen Bremsplatten hatte, verlor Leclerc den Anschluss nach vorne und musste sich auch Kimi Antonelli im Mercedes geschlagen geben. Auch Lando Norris wollte sich den angeschlagenen Ferrari schnappen und bekam auch gesagt, dass man die Karkasse an Leclercs Reifen sehen könne, doch er biss sich die Zähne aus. Norris: Gab “absolut keine Chance” Mehrfach griff der entthronte Weltmeister in Kurve 1 an, doch Leclerc wusste immer wieder zu parieren und kam aus Kurve 3 besser raus, um dem McLaren so in Kurve 4 nie eine Angriffsmöglichkeit zu lassen. “Ich meine, da gab es absolut keine Chance”, sagt Norris bei Sky. “Er hat einfach einen verdammt guten Job gemacht. Er ist richtig gut gefahren.” “Natürlich habe ich gehofft, dass ihm ein kleiner Fehler unterläuft – das war wirklich meine einzige Möglichkeit”, so der Brite. “Mit dem Drehzahlbegrenzer auf der Geraden kannst du schlichtweg nichts ausrichten. Was extrem schade war, denn ich glaube, unsere Pace war heute richtig stark.” Mexiko-Stadt: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion

Auch der Bremsplatten an Leclercs Ferrari habe Norris nicht die Chance eröffnet: “Das ändert überhaupt nichts”, winkt er ab. “Er konnte in seinem Auto immer noch später bremsen als ich in meinem. Die Bremsleistung des Ferrari ist einfach unglaublich. Das hat also keinen Unterschied gemacht.” “Natürlich war er langsam, aber eben nur in ein paar Kurven. Den Rest hat er hinbekommen”, so Norris. “Er hat sich extrem gut verteidigt; das war eine richtig starke Verteidigung von ihm. Ich kann ihm dafür nur Respekt zollen. Er hat einen tollen Kampf geliefert. Hat richtig Spaß gemacht – mehr gibt es dazu nicht zu sagen.” Hätte ein vorgezogener Boxenstopp geholfen? Vor der roten Flagge hatte Leclerc seine Führungsposition an Max Verstappen abgeben müssen, da der Niederländer den Ferrari-Piloten während seines Boxenstopps in Runde 28 überholt hatte. Leclercs Crew musste aufgrund seiner Strafe fünf Sekunden lang warten, bevor sie sich an die Arbeit machen konnte, was Red Bull mit einem zeitgleichen Stopp ausnutzte. Bei Ferrari darf man sich fragen, ob ein früherer Stopp vielleicht einen Unterschied gemacht hätte. Denn Leclerc hatte die fünf Sekunden auf Verstappen schon herausgefahren, geriet in der letzten Runde vor dem Stopp jedoch in den Überrundungsverkehr von Valtteri Bottas, sodass Verstappen wieder ins Fenster kam.
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Doch ob ein Stopp eine Runde früher geholfen hätte, ist für Leclerc “schwierig zu sagen”, wie er betont. “Ich glaube nicht, dass es das Endergebnis groß verändert hätte. Ich meine, womöglich schon, aber im Nachhinein lässt sich das immer leicht sagen”, entgegnet er. Ferrari-Zoff überschattet Antonellis emotionale WM-Party! | F1 Mexiko 2026 Video wird geladen…  

Teamchef Frederic Vasseur schiebt dem Gedankenspiel jedoch einen Riegel vor: “Nein, nein, weil wir unter fünf Sekunden lagen”, winkt der Franzose bezüglich eines früheren Stopps ab. “Ich glaube, wir wären hinter Max gelandet, wenn Max eine Runde später gestoppt hätte. Und wir fingen an, im Vergleich zu Max ein bisschen Pace zu verlieren.” Außerdem weiß er, dass eine Fünf-Sekunden-Strafe immer mehr als fünf Sekunden kostet: “Du kannst keine Punktlandung machen. Zum einen lassen Teams immer eine Sicherheitsmarge, um nicht noch eine Strafe zu kassieren, und: “Wenn du einen normalen Boxenstopp machst, fängst du schon an, während das Auto noch rollt. Du verlierst also immer mehr Zeit.”
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Die Chance bot sich später noch einmal beim zweiten Start, doch Max Verstappen verteidigte die Führung mit einem guten Start. “Und danach wird es schwer”, weiß Vasseur. “Charles hatte einen riesigen Verbremser und es war kompliziert, aber die rechte Seite war eben auch etwas dreckig. Gut, aber ich glaube, wenn wir heute etwas verloren haben, dann nicht beim zweiten Start.”

 
Formel1.de 

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