“So etwas darf nicht passieren”: Piastri übt harte Kritik an der FIA

“So etwas darf nicht passieren”: Piastri übt harte Kritik an der FIA

 

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Nach der nachträglichen Korrektur der Ergebnisse des Monaco-Grand-Prix steht vor allem ein Thema im Mittelpunkt: die Kritik von Oscar Piastri am Umgang mit den zahlreichen Strafen wegen angeblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Boxengasse. Erst danach erfolgte die endgültige Entscheidung im Fall Pierre Gasly, der sein Podium zurückerhält.  LAT Images Oscar Piastri übt harte Kritik gegenüber den fehlhaften Messungen der FIA

Oscar Piastri zeigt sich deutlich irritiert über den Ablauf des Rennens und die Häufung der Strafen am vergangenen Rennwochenende um Fürstentum. Denn die Strafen beruhten letztlich auf einem Fehler im offiziellen Messsystem der Formel 1. Der McLaren-Pilot war selbst betroffen und stellt vor allem die Dimension des Problems infrage. “Im Rennen war es meiner Meinung nach ziemlich offensichtlich, dass da etwas Seltsames vor sich ging”, sagt Piastri. “Normalerweise gibt es vielleicht ein oder zwei Autos im selben Rennen, die eine Strafe wegen Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse bekommen, aber nicht sieben oder acht oder wie viele es auch immer waren.” Kritik an der Systemzuverlässigkeit Der Australier kritisiert dabei weniger die sportliche Entscheidung im Einzelfall, sondern vielmehr die grundsätzliche Zuverlässigkeit der Systeme. Die Vielzahl der Strafen habe bereits während des Rennens den Eindruck erweckt, dass etwas nicht stimmt. Besonders deutlich wurde er mit Blick auf die Konsequenzen für das Rennergebnis: “So etwas sollte in der Formel 1 nicht vorkommen.”
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Auch die Tatsache, dass sich die Ergebnisse im Nachhinein nicht mehr vollständig korrigieren lassen, spielt für Piastri eine zentrale Rolle. Da er selbst eine Zeitstrafe absolvieren musste, änderte sich seine Rennstrategie, was sich im weiteren Verlauf nicht mehr rückgängig machen lässt. Alpine-Protest und Entscheidung der Rennkommissare Im Zentrum der nachträglichen Entscheidung der Rennkommissare stand jedoch der Alpine-Pilote Pierre Gasly. Der Franzose hatte zunächst zwei Fünf-Sekunden-Strafen wegen angeblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Boxengasse erhalten und dadurch einen möglichen Podestplatz verloren. Im Rahmen des von Alpine eingebrachten “Right of Review” nach dem Monaco-Grand-Prix stellte sich jedoch heraus, dass die zugrunde liegenden Messdaten fehlerhaft waren. Die Rennkommissare kamen nach Auswertung der neuen Beweise zu dem Ergebnis, dass Gasly in der Boxengasse nicht zu schnell gefahren war. In der offiziellen Begründung heißt es unter anderem: “In diesem Fall besteht die einzige Aufgabe der Rennkommissare nach der Annahme der Beschwerde darin zu prüfen, ob das Fahrzeug Nummer 10 die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h in der Boxengasse überschritten hat. Wir stellen fest, dass dies nicht der Fall war.” Gasly mit neuem Ergebnis zufrieden queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Damit wurden die beiden Strafen gegen Gasly vollständig aufgehoben und der ursprünglich erreichte dritte Platz wiederhergestellt. Für das Team bedeutet die Entscheidung die Rückkehr auf das Podium in der Endwertung des Rennens. Nach sechs von 22 Rennen präsentiert sich damit die WM-Situation aus Alpine-Sicht durchaus positiv. Gasly rangiert auf Platz acht der Fahrerwertung, das Team liegt auf Rang fünf der Konstrukteurswertung und hält 15 Punkte Vorsprung auf die Racing Bulls. Auswirkungen bleiben teilweise bestehen Ein wichtiger Aspekt bleibt jedoch bestehen: Während Gaslys Strafen nachträglich gestrichen werden konnten, bleibt das Ergebnis für andere Fahrer unverändert. Da beispielsweise Piastri oder auch George Russell ihre jeweiligen Strafen bereits während des Rennens antraten, gibt es keine Möglichkeit, diese Auswirkungen nachträglich zu korrigieren. Alpine begrüßt die Entscheidung der FIA und verwies in einem Statement auf die Zusammenarbeit im Rahmen des Verfahrens. Gleichzeitig richtet sich der Blick des Teams bereits auf das jetzige Rennwochenende in Barcelona am Circuit de Barcelona-Catalunya, wo man mit beiden Autos ein besseres Ergebnis anstrebt.
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Der Vorfall dürfte dennoch über das Wochenende hinaus für Diskussionen sorgen, da die fehlerhafte Messung im offiziellen System der Formel 1 gleich mehrere Strafen ausgelöst hatte und damit direkten Einfluss auf den Rennverlauf in Monaco nahm.

 
Formel1.de 

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