Stella: McLaren-Sieg in Ungarn ist dem Upgrade zuzuschreiben
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Ist McLaren dauerhaft zurück in der Erfolgsspur? Das Weltmeister-Team feierte in Ungarn mit Lando Norris seinen ersten Saisonsieg und hätte ohne das Pech von Oscar Piastri auch gut und gerne einen Doppelsieg einfahren können. LAT Images Lando Norris konnte in Ungarn sein erstes Rennen der Saison gewinnen
Der Rennstall hatte zum Hungaroring ein umfangreiches Upgrade-Paket gebracht, das vor allem um einen neuen Unterboden herum gebaut wurde und das anscheinend perfekt zu den Anforderungen in Budapest gepasst hatte. “Ich denke, die Verbesserung aus Sicht der Konkurrenzfähigkeit kann voll und ganz den Upgrades zugeschrieben werden”, sagt auch Teamchef Andrea Stella. Trotzdem gibt der Italiener zu, dass man im Team nicht unbedingt gedacht hatte, dass der Rundenzeitgewinn für die Pole in Ungarn reichen würde. “Und wir hätten definitiv nicht gedacht, dass es reichen würde, um im Rennen so ein starkes Tempo zu gehen”, betont er.
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Allen voran Lando Norris konnte der Konkurrenz enteilen, was besonders ersichtlich wurde, als der Brite freie Fahrt hatte. Am Ende kam er mit 15 Sekunden Vorsprung auf Max Verstappen ins Ziel, wobei Stella den Paceunterschied nicht überbewerten möchte. “Es hängt hier auch sehr stark davon ab, auf welchem Reifen man unterwegs ist, in welcher Phase sich die Reifen befinden und wie alt sie sind. Ich möchte also keine voreiligen Schlüsse ziehen, aber es sieht so aus, als hätten wir im Rennen womöglich etwas mehr Vorteil gehabt als im Qualifying”, so der Teamchef – dort betrug der Vorsprung nur 0,012 Sekunden. Getty Images Lando Norris dominierte im runderneuerten MCL40 von McLaren
Mit seinen Upgrades ist McLaren derzeit dabei, die konzeptionellen Fehler seines Boliden zu beheben. Laut Stella folgen die Verbesserungen am Auto häufig einem anderen Konzept. “Wir haben nach der Fertigstellung des MCL40 – und bis zu einem gewissen Grad auch beim Blick auf die Konzepte einiger Autos, die schneller waren als wir – erkannt, dass wir den Kurs korrigieren mussten”, sagt er. “Aus dieser Perspektive kann ich nur ein großes Dankeschön und ein riesiges Lob an – allen voran – unsere Aerodynamik-Abteilung aussprechen, die verstanden hat, was in Bezug auf die konzeptionelle Entwicklung nötig war. Und wir wissen: Wenn McLaren einmal versteht, welche Richtung einzuschlagen ist, dann sind wir in der Lage, sehr effektiv zu entwickeln.” Reifen bleiben im Fokus Was für das Team ebenfalls ein zentrales Thema ist, ist die Abstimmung des Pakets mit den Reifen. McLaren galt in den vergangenen Jahren als sehr sanftmütig zu den Reifen und hatte diesbezüglich Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Vor allem bei heißen Rennen kamen die Vorteile zum Tragen, während man jedoch bei kühleren Rennen wie Las Vegas häufig Probleme bekam. Da Ungarn traditionell zu den wärmeren Rennen im Kalender zählt, will Stella noch abwarten. “Es muss sich erst noch zeigen, ob wir auch dann konkurrenzfähig sind, wenn die Rennen auf der kühleren Seite liegen”, sagt er. Die letzten 20 Siegfahrer der Formel 1
“Als wir etwa in Kanada ein kühles Rennen hatten, waren wir absolut nirgendwo. Es gibt also noch etwas Arbeit bei der Interaktion mit den Reifen zu erledigen, aber es sieht so aus, als wären einige der Verbesserungen bei heißen Bedingungen wirksam gewesen.”
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Gleichzeitig möchte der Teamchef bezüglich des Ungarn-Pakets auch die Fertigung und Logistik loben, da das Team nur “extrem wenig Zeit” gehabt habe, um die Teile zu liefern. “Einige Teile kamen erst Freitagabend an, um am Samstagmorgen an Oscars Auto montiert zu werden. Es war also ein Wettlauf gegen die Zeit.” Eine halbe Sekunde für den Besten? Die Frage ist, ob McLaren seine Form halten kann und nun dauerhaft ein Kandidat für Poles und Siege ist. Das hängt laut Stella davon ab, ob es seinem Team gelingt, weitere Verbesserungen für den MCL40 zu bringen. “Wenn wir in der Lage sein wollen, in Zukunft konstant um Siege zu kämpfen, müssen wir unseren Fokus darauf legen, weitere Upgrades zu liefern”, sagt er.
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Das sei natürlich der Plan, doch Stella betont auch, dass man bei McLaren nicht naiv sei. “Wir wissen, dass das der Plan für alle Teams sein wird. Es ist also, wie es in dieser Saison 2026 schon immer war, ein Wettrüsten bei den Upgrades.” Warum McLaren jetzt ALLES in die Karten spielt! Video wird geladen… McLaren erlebt bislang eine enttäuschende Formel-1-Saison 2026. Doch ausgerechnet der sportliche Rückschlag könnte sich jetzt als Vorteil erweisen.
Stella erwartet, dass das beste Auto am Saisonende noch bis zu einer halben Sekunde gefunden haben wird. “Es liegt also definitiv noch viel Arbeit vor allen, nicht nur vor McLaren.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
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“Die gute Nachricht ist, dass McLaren jetzt wieder mittendrin ist in diesem Entwicklungsrennen und gleichzeitig um die Spitze kämpft.”
Formel1.de
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