Strafe zurückgenommen: Pierre Gasly erhält Podium von Monaco wieder!

Strafe zurückgenommen: Pierre Gasly erhält Podium von Monaco wieder!

 

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Die FIA hat die Strafen gegen Pierre Gasly beim Formel-1-Rennen in Monaco am vergangenen Wochenende zurückgenommen und dem Einspruch von Alpine damit stattgegeben. Damit erhält der Franzose Rang drei und damit sein auf der Strecke erfahrenes Podium in Monte Carlo nachträglich zurück.  circuitpics.de Pierre Gasly bekommt seinen dritten Platz von Monaco zurück

Alpine hatte nach dem Rennen in Monaco eine Neuüberprüfung der Strafen gegen Pierre Gasly gefordert, nachdem dort mehrere Fahrer mit einer Übertretung von 0,1 km/h geblitzt worden waren. Auch Gasly hatte es gleich zweimal erwischt, weswegen er gleich zwei Fünf-Sekunden-Strafen im Gepäck hatte. Durch die Zeitstrafen war er im Endklassement von Rang drei auf Rang sieben zurückgefallen. Nun erhält er den dritten Platz hinter Kimi Antonelli (Mercedes) und Lewis Hamilton (Ferrari) jedoch zurück, der zuvor von Isack Hadjar (Red Bull) eingenommen worden war.
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Hadjar (4.), Oscar Piastri (5./McLaren), Liam Lawson (6./Racing Bulls) und Arvid Lindblad (7./Racing Bulls) verlieren durch die Korrektur des Ergebnisses jeweils eine Position. Einen Einfluss auf Ergebnisse von anderen Fahrern, die ebenfalls eine Strafe bekommen hatten, hat diese Entscheidung nicht, da ihre Teams keinen fristgerechten Protest dagegen eingelegt hatten. “Wir begrüßen die Entscheidung der FIA, unseren Antrag auf ein Recht auf Überprüfung nach dem endgültigen Klassement des Großen Preises von Monaco am vergangenen Wochenende als zulässig zu erachten”, erklärt das Team in einer Stellungnahme. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); “Infolgedessen haben die Rennkommissare die beiden gegen Fahrzeug #10 verhängten Fünf-Sekunden-Strafen aufgehoben, womit der dritte Platz des Teams wiederhergestellt ist.” “Wir möchten uns bei der FIA und dem Formula One Management für ihre Transparenz und Kooperation während des gesamten Überprüfungsprozesses sowie für das Herbeiführen dieser Entscheidung bedanken.” “Der Fokus des Teams liegt nun ganz auf dem Großen Preis von Barcelona-Catalunya an diesem Wochenende, wo wir mit beiden Fahrzeugen das bestmögliche Ergebnis anstreben.” So lief die Anhörung Am gestrigen Donnerstag hatte die FIA den Antrag auf Neuüberprüfung von Alpine bewilligt, da festgestellt wurde, dass der Rennstall “ein bedeutendes und relevantes neues Element” vorlegen konnte, das den Rennkommissaren zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung noch nicht zur Verfügung gestanden hatte.
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Alpine hatte neben Telemetriedaten von sich, Ferrari und Mercedes auch die Präsentation des offiziellen Zeitnehmers bezüglich Unstimmigkeiten bei der Berechnung des Abstands zwischen den Zeitnahmeschleifen im ersten Zeitnahmesektor der Boxengasse als Beweismittel angeführt. Die Problematik: Die Geschwindigkeit wird in der Boxengasse nicht wie im Straßenverkehr mittels Blitzer ermittelt, sondern über die Durchschnittsgeschwindigkeit. Diese wird anhand des Abstands zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schleifen und der gemessenen Zeit für das Passieren dieser Schleifen mittels der offiziellen Zeitnahmesysteme berechnet. Video wird geladen…  

In der Boxengasse von Monaco gab es neun Sätze von Zeitnahmeschleifen-Zonen mit einer Länge von etwa zehn bis 40 Metern. Aufgrund des Layouts der Boxengasse stehen mehrere Distanzen zwischen jedem Schleifenpaar zur Verfügung. Die kürzeste Distanz zwischen den beiden Schleifen in einer bestimmten “Zone” wird für die Berechnung der Boxengassengeschwindigkeit ausgewählt.
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Den Rennkommissaren war bis zum Erhalt von Informationen des offiziellen Zeitnehmers am 10. Juni nicht bekannt, dass alle mutmaßlichen Verstöße gegen das Tempolimit in der Boxengasse in Monaco während des Rennens in der ersten Zone auftraten – also zwischen dem ersten Paar von Zeitnahmeschleifen nach der Boxeneinfahrt. Das Problem mit der Boxengasse Die Barrieren an der Boxeneinfahrt und an der Boxenschleife 2 (dem Endpunkt der ersten Zeitnahme-Zone in der Boxengasse) wurden zwischen 2025 und 2026 geändert, was möglicherweise eine deutlich kürzere Fahrlinie im Jahr 2026 ermöglichte, als dies 2025 der Fall gewesen war.
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Während des Rennens hatten die Rennkommissare sechs Berichte vom offiziellen Zeitnehmer bezüglich Geschwindigkeitsüberschreitungen in der Boxengasse erhalten:
1. Lewis Hamilton, 15:39 Uhr – 60,1 km/h
2. George Russell, 15:43 Uhr – 60,1 km/h
3. Franco Colapinto, 15:49 Uhr – 60,1 km/h
4. Pierre Gasly, 16:02 Uhr – 60,1 km/h
5. Oscar Piastri 16:06 Uhr – 60,1 km/h
6. Pierre Gasly, 16:22 Uhr – 60,4 km/h Nach Erhalt des dritten Berichts fragten die Rennkommissare sofort bei der Rennleitung nach, da sie es ungewöhnlich fanden, so viele Berichte über mutmaßliche Verstöße zu erhalten, die zu diesem Zeitpunkt alle bei genau 60,1 km/h lagen. Wie standardmäßig üblich, enthielten die Berichte keinen Hinweis darauf, in welchem bestimmten Teil der Boxengasse der mutmaßliche Verstoß stattgefunden hatte. Daher hatten die Rennkommissare keine Kenntnis darüber, dass sich die mutmaßlichen Verstöße alle in derselben Zeitnahmezone an der Boxeneinfahrt ereigneten.
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Die Rennleitung antwortete den Rennkommissaren umgehend und erklärte, sie habe beim offiziellen Zeitnehmer nachgefragt. Ihr wurde mitgeteilt, dass kein Problem vorliege und die Daten daher korrekt seien. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); In seinem Bericht, der Teil der Alpine-Beweise war, teilte der offizielle Zeitnehmer mit, dass er für die Einrichtung der Boxengassen-Geschwindigkeitszonen eine Messung für die Länge der ersten Zone von 2.692 Zentimeter (auf einen Zentimeter genau) angewandt hatte. Im Bericht des offiziellen Zeitnehmers hieß es dann jedoch, dass mittels LIDAR-Scans – vermutlich nach der Veranstaltung – festgestellt wurde, dass der kürzeste Abstand zwischen der ersten und zweiten Schleife der Zone nur 2.615 Zentimeter betrug, also 77 Zentimeter weniger als die bei der Einrichtung verwendete Distanz zur Berechnung der Fahrzeuggeschwindigkeit in dieser Zone der Boxengasse.
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Der Bericht enthielt zudem eine Tabelle, aus der hervorging, dass bei Verwendung der theoretischen kürzesten Distanz zwischen den Schleifen die beiden Geschwindigkeiten für Gasly als 58,7 km/h und 58,8 km/h berechnet worden wären. So ist die Entscheidung der Kommissare Die Kommissare schlussfolgerten, dass Gasly das Tempolimit in der Boxengasse in Wahrheit zu keinem Zeitpunkt überschritten hatte. Die exakten Aufzeichnungen seiner Sektorzeiten bewiesen, dass sich der Alpine-Pilot unter Berücksichtigung der neuen, durch verschobene Barrieren verkürzten Fahrlinie absolut im legalen Bereich bewegte. Ausschlaggebend für das Urteil war letztlich der genaue Wortlaut des F1-Reglements: Dieses fordert lediglich die Einhaltung eines Tempolimits, besagt jedoch an keiner Stelle, dass der fehlerhafte Rechenweg des offiziellen Zeitnahmesystems als unumstößliches Gesetz gilt. Die einzig relevante Frage war somit, ob das Auto real zu schnell war – was die Kommissare einstimmig verneinten. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); Die Beweislage, die maßgeblich auf den nachträglichen LIDAR-Scans des offiziellen Zeitnehmers basierte, war laut den Kommissaren so erdrückend, dass sie an absolute Zweifelsfreiheit grenzte.
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Gleichzeitig hielten sie jedoch eine bittere Wahrheit für die Konkurrenz fest: Für bereits im Rennen physisch abgesessene Strafen anderer Fahrer wie Hamilton oder Russell gibt es im Reglement schlicht keine rechtliche Handhabe zur nachträglichen Stornierung oder Kompensation. Da zudem kein anderes Team fristgerecht Einspruch eingelegt hatte, bleiben deren fehlerhafte Bestrafungen unwiderruflich bestehen.

 
Formel1.de 

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