Toto Wolff glaubt weiterhin: Russell “ist ein potenzieller Champion”
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Toto Wolff hält trotz George Russells schwieriger Phase bei Mercedes an seiner hohen Meinung über den Briten fest. Der Teamchef sieht in ihm weiterhin einen potenziellen Weltmeister – auch wenn Russell aktuell deutlich hinter seinem Teamkollegen Kimi Antonelli zurückliegt. Nach dem enttäuschenden Wochenende in Austin stellt sich allerdings immer dringlicher die Frage, wie Mercedes das Leistungsproblem in den Griff bekommen will. LAT Images George Russell befindet sich in einer handfesten Formkrise
“George ist für uns alle im Team ein Champion und hat in jeder Kategorie gewonnen. Ich finde, er gehört zur Gruppe der absolut Besten”, betont Wolff. “Das haben wir im vergangenen Jahr gesehen. Und in diesem Jahr sehen wir, wie stark seine Ergebnisse schwanken.” Für Wolff steht damit nicht Russells grundsätzliche Qualität infrage. Vielmehr müsse Mercedes verstehen, warum der Brite sein Potenzial nicht konstant auf die Strecke bringt. Denn während Antonelli regelmäßig überzeugt, fällt es Russell zunehmend schwer, das Tempo seines Teamkollegen mitzugehen. Russell mit Pace-Debakel in Austin Das jüngste Beispiel lieferte der Grand Prix der USA in Austin. Russell kam dort lediglich auf Platz acht ins Ziel und kassierte zusätzlich eine Fünf-Sekunden-Strafe. Antonelli dagegen gewann das Rennen vergleichsweise souverän. Die Auswertung der Rennpace zeigt, wie groß der aktuelle Abstand zwischen den beiden Mercedes-Piloten ist: Russell war im Schnitt acht Zehntelsekunden pro Runde langsamer als sein Teamkollege. Diese Diskrepanz passt nur schwer zu den Erwartungen, mit denen Russell in die Saison gestartet war. Nach den Testfahrten galt Mercedes als klarer Kandidat für den Titel. Aufgrund seiner Erfahrung und seiner Leistungen der vergangenen Jahre trauten viele Beobachter Russell zu, dieses Jahr Weltmeister zu werden.
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Auch im direkten Vergleich mit Lewis Hamilton hatte Russell starke Argumente gesammelt. Besonders 2024 setzte er sich gegen den siebenmaligen Weltmeister durch. Die aktuellen Zahlen zeichnen jedoch ein anderes Bild: Im Teamduell mit Antonelli liegt Russell sowohl bei der Qualifying- als auch bei der Rennpace zurück. Wolff sieht das Problem bei Mercedes Wolff macht deshalb vor allem die Abstimmung des Autos als möglichen Ansatzpunkt aus. Wenn Mercedes den Wagen in ein für Russell passendes Arbeitsfenster bringe, sei der Brite schnell genug. Sobald das Auto dieses Fenster verlasse, habe Russell jedoch größere Schwierigkeiten als Antonelli. “Wenn wir das Auto so hinbekommen, dass es zu ihm passt, ist er absolut schnell. Wenn es aber aus diesem Arbeitsfenster herausfällt, hat er Probleme. Und er hat größere Probleme als vielleicht Kimi”, erklärt Wolff. Die Verantwortung dafür sieht der Mercedes-Teamchef ausdrücklich auch beim Team selbst. Mercedes müsse gemeinsam mit Russell herausfinden, welche Eigenschaften des Autos ihm Schwierigkeiten bereiten und welche Veränderungen nötig seien, um seine Leistung konstanter abzurufen. Daten-Analyse Formel 1 USA Video wird geladen…
“Das liegt an uns. Wir müssen mit ihm herausfinden, wie es zu einem derart großen Unterschied beim Fahren und bei der Leistung kommen kann”, sagt Wolff. “Denn George ist nicht eine halbe Sekunde langsamer, nicht drei Zehntel langsamer als Kimi. Das ist einfach nicht der Fall.” Russell droht in Mexiko das endgültige WM-Aus Dass Wolff weiter an Russell glaubt, ist auch deshalb bemerkenswert, weil sich die Kräfteverhältnisse bei Mercedes zunehmend zugunsten Antonellis verschieben. Der Italiener hat sich in dieser Saison als ernsthafter Konkurrent etabliert und kann den Titelkampf bereits beim nächsten Rennen in Mexiko rechnerisch entscheiden: Dafür benötigt er nur noch zwei Punkte. Ein neunter Platz würde dafür ausreichen. Wolff will Russell langfristig aber nicht abschreiben. Er verweist auf dessen Intelligenz, Fähigkeiten und Entschlossenheit und ist überzeugt, dass das nötige Potenzial vorhanden ist. “Was gefällt ihm am Auto nicht? Was müssen wir verändern oder anders einstellen, damit er schnell sein kann?”, fragt der Mercedes-Teamchef.
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So oder so ist klar: Die 2026 neu eingeführte Generation an Autos liegt dem Fahrstil von Russell nicht, während sie seinem Teamkollegen Antonelli perfekt zugeschnitten zu sein scheint.
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