Mercedes-Update: Warum der Antonelli-Sieg noch nicht alle Probleme löst

Mercedes-Update: Warum der Antonelli-Sieg noch nicht alle Probleme löst

 

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Beim dritten Rennwochenende mit der neuen Version des W17 zieht Mercedes erstmals ein positives Fazit für sein Malaysia-Update. Teamchef Toto Wolff sagte nach dem Grand Prix der USA 2026 in Austin: “Das Auto funktioniert.”  LAT Images Kimi Antonelli im Mercedes W17 beim Formel-1-Rennen in Austin 2026

Doch ein uneingeschränkter Erfolg ist das Update noch immer nicht. Zwar hat WM-Favorit Kimi Antonelli in Austin gewonnen, restlos überzeugt wirkt er jedoch nicht von der aktuellen Ausbaustufe seines Formel-1-Autos: “In manchen Bereichen bringen die neuen Teile noch immer nicht ganz so viel, wie wir erwartet hatten.” Der Mercedes W17 sei jetzt bei hohen und mittleren Geschwindigkeiten “sehr stark” und verfüge über eine “gute” Balance, sagte Antonelli. “Bei niedrigen Geschwindigkeiten haben wir noch ein bisschen mit blockierenden Vorderrädern zu kämpfen.”
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“Insgesamt habe ich aber das Gefühl, das Paket fängt jetzt endlich an, das zu liefern, was wir uns davon versprochen hatten. Wir sehen allmählich die Ergebnisse und Verbesserungen durch das neue Paket”, erklärte Antonelli. Video wird geladen…  

Für Wolff sind das “positive Nachrichten”. Vor allem aber sieht der Mercedes-Teamchef noch Luft nach oben: “Jetzt geht es darum, das Arbeitsfenster [des Fahrzeugs] zu verbreitern.” Denn bisher habe Mercedes das Potenzial des Malaysia-Updates noch nicht völlig ausgeschöpft. Was in Malaysia anders war als in Montreal Genau darin unterscheidet sich laut Wolff das Malaysia-Update zum Beispiel vom diesjährigen Kanada-Update der Silberpfeile. Das Kanada-Update sei deshalb “erfolgreich” gewesen, weil die Fahrer “sofort” eine Verbesserung gespürt hätten. “Es liefert genau in dem Bereich, auf den der Schwerpunkt bei der Entwicklung gelegt wurde, egal ob bei hohen oder niedrigen Geschwindigkeiten.” Beim Malaysia-Update war das nicht der Fall – zumindest anfangs nicht, wie Wolff erklärte. Trotzdem hat Mercedes daran festgehalten. Wolff zieht eine Parallele zum Rennverlauf in Austin: “Die Daten haben uns gesagt, dass die Einstopp-Strategie der schnellste Weg ist, um das Rennen zu gewinnen. Mit unserem Update machen wir im Moment dasselbe.” Die bisher gewonnenen Daten zum Malaysia-Update zeigen Mercedes, “dass das Auto den Abtrieb hat”, so Wolff. Gleichzeitig seien “die Schwächen” der neuen Teile ebenso erkennbar. Alle Formel-1-Autos von Mercedes

“Genau in diese Richtung ging unsere Entwicklung bereits in den vergangenen dreieinhalb Monaten. Deshalb verfolgen wir diesen Weg weiter. Wir versuchen, die Dinge rückgängig zu machen beziehungsweise zu korrigieren, die nicht so funktionieren, wie sie es sollten.” Details zu den Updates aus Kanada und Malaysia Das Malaysia-Update baut übrigens teilweise auf das Kanada-Update auf: Schon in Montreal hatte Mercedes unter anderem die seitlichen Leitbleche am Unterboden, die Schlitze an dessen äußerer Kante und das Dach des Diffusors überarbeitet. Auch die kleinen Luftleitelemente im Bereich der Hinterräder wurden verändert. Formel-1-Quiz
Der beste Rang des Teams Mercedes in einem Formel-1-Rennen war?
1 6 7 9 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Alle vier Bereiche nahm Mercedes in Malaysia erneut in Angriff. Dabei ging das Team teilweise noch einen Schritt weiter: Am Unterboden kamen zusätzliche vertikale Leitelemente hinzu, am Diffusor wurden neben dem Dach auch die Seitenwände und ein Winglet überarbeitet. Neu waren außerdem Änderungen an der vorderen Unterbodenkante, den Verkleidungen der Hinterradaufhängung und der hinteren Karosserie. Der Schwerpunkt beider Pakete war damit ähnlich: Mercedes wollte die Luftströmung zum Heck verbessern und mehr Abtrieb aus dem Unterboden gewinnen. Während das Kanada-Update allerdings auch Änderungen am Frontflügel und an der vorderen Bremsbelüftung umfasste, konzentrierte sich Mercedes in Malaysia auf Unterboden und Heck.
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Der entscheidende Unterschied liegt damit weniger in der grundsätzlichen Entwicklungsrichtung als in der Wirkung der neuen Teile: Anders als in Montreal ist es Mercedes bislang nicht gelungen, das Potenzial des Malaysia-Updates zuverlässig abzurufen.

 
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