Toto Wolff verrät: Vasseur hat für Ocon eine Million aus eigener Tasche bezahlt

Toto Wolff verrät: Vasseur hat für Ocon eine Million aus eigener Tasche bezahlt

 

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Gut zehn Jahre nach seinem Debüt scheint sich die Formel-1-Zeit von Esteban Ocon dem Ende zuzuneigen, nachdem er von Haas vorzeitig vor die Tür gesetzt wurde. 2016 war der Franzose während der Saison bei Manor eingestiegen – als Ersatz von Rio Haryanto.  Jerry Andre (Getty Images) Frederic Vasseur und Esteban Ocon kennen sich aus der GP3-Serie

Schon damals stand Ocon bei Mercedes und Toto Wolff unter Vertrag. Der Österreicher verrät, dass zwei Millionen Dollar nötig waren, um Ocon in das Cockpit bei Manor zu setzen. Eine Hälfte davon kam von Mercedes, die andere von einer ungewöhnlichen Seite: aus der eigenen Tasche des heutigen Ferrari-Teamchefs Frederic Vasseur. “Wir meinten, dass wir eine Million für dieses Cockpit beisteuern könnten, aber uns fehlte noch eine Million – und Fred hat das Geld damals persönlich bezahlt, um Esteban diese Chance zu ermöglichen”, erzählt Wolff auf der Pressekonferenz in Brasilien.
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Vorausgegangen war eine Zusammenarbeit in der GP3, in der Mercedes gemeinsam mit Vasseur an Ocons Karriere arbeitete. Als sich später eine Tür in der DTM öffnete, nutzten sie auch diese Möglichkeit, bevor 2016 schließlich der kurzfristige Einstieg bei Manor gelang. Für Wolff ist Ocons Karriere deshalb auch eine Geschichte gemeinsamer Anstrengungen. “Über all die Jahre hinweg haben wir, wie ich finde, alles darangesetzt und hart dafür gekämpft, dass Esteban die bestmöglichen Chancen bekommt.” Wolff: Haas-Teamchef musste irgendwann handeln Dass der Franzose nun bei Haas vorzeitig aus dem Cockpit ausscheidet, bedauert der Mercedes-Teamchef. Die Entscheidung von Teamchef Ayao Komatsu könne er allerdings nachvollziehen. Die Karriere von Esteban Ocon

“Am Ende kam es wohl an den Punkt, an dem Ayao das Team repräsentieren und vor einer gewissen Rhetorik schützen musste”, sagt Wolff. Ocon selbst sei hingegen überzeugt gewesen, mit seinen Aussagen nicht im Unrecht zu sein. “Und am Ende muss man respektieren, dass das Team das Sagen hat. Der Teamchef muss entscheiden, wann das Maß voll ist – und genau das hat Ayao getan.” Damit stellt sich Wolff nicht grundsätzlich gegen Ocon, erkennt aber die Autorität des Teamchefs an. Die genauen Hintergründe des Zerwürfnisses zwischen Fahrer und Haas wolle er nicht bewerten. Vasseur und Permane bedauern das Ende bei Haas Auch Vasseur, der Ocon bereits aus der GP3 und der DTM kennt, vermeidet eine Bewertung der Vorgänge bei Haas. Er erinnert daran, wie überzeugend der Franzose in den verschiedenen Nachwuchskategorien und später in der Formel 1 aufgetreten sei.
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“Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Er hat im Nachwuchsbereich, in der DTM und in der Formel 1 wirklich überzeugt”, sagt der Ferrari-Teamchef. Was nun bei einem anderen Rennstall passiert sei, könne er von außen schwer beurteilen. “Ich habe mit meinen eigenen Jungs genug zu tun und weiß nicht, was genau zwischen Ayao, dem Haas-Team und dem Fahrer vorgefallen ist.” Dass Ocon nun vorzeitig Platz für Ferrari-Junior Rafael Camara machen muss, findet Vasseur dennoch für ihn schade. Er bezeichnet den Franzosen als “Vollblut-Rennfahrer”, der über die gesamte Saison hinweg unglaublich viel Energie investiert habe, um in der Formel 1 zu bleiben. “Davor muss man riesigen Respekt haben.” Lawson & Ocon vor dem Aus: Ist das sportlich gerechtfertigt? Video wird geladen…  

Noch deutlicher fällt das Bedauern bei Alan Permane aus. Der Racing-Bulls-Teamchef erinnert an Ocons Grand-Prix-Sieg in Ungarn 2021, bei dem Fernando Alonso mit seiner Verteidigung gegen Lewis Hamilton einen wichtigen Beitrag geleistet hatte. Ocon habe sich diesen Erfolg aber verdient. “Ich halte ihn für außergewöhnlich schnell. Er ist ein feiner Kerl und ich finde es extrem schade für ihn.”
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Vor allem die Art und Weise des Abschieds stößt Permane auf. “Wenn er die Saison hätte zu Ende fahren können, wäre das für ihn eine schöne Sache gewesen und er hätte erhobenen Hauptes abtreten können.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Über die Hintergründe wolle er allerdings nicht spekulieren. Ocon habe eine sehr gute Formel-1-Karriere gehabt – und Permane betont ausdrücklich, dass er diese noch nicht für beendet hält: “Er ist ein extrem schneller Mann und ich wünsche ihm für die Zukunft einfach nur das Beste.”

 
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