Trotz Formkrise: Toto Wolff glaubt fest an George Russell
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Trotz einer schwierigen Saison 2026 glaubt Toto Wolff weiterhin fest an George Russell. Der Mercedes-Teamchef ist überzeugt, dass der Brite nach seiner aktuellen Durststrecke zurückschlagen kann. LAT Images Toto Wolff glaubt an George Russells Stärke
Vor der Saison galt Russell noch als Favorit auf den Titel. Nach seinem starken Vorjahr, in dem er die Weltmeisterschaft auf Platz vier beendete und Kimi Antonelli deutlich überflügelte, geht die Kurve 2026 jedoch in die andere Richtung. Nach dem Rennen in Spanien liegt Russell bereits 81 Punkte hinter Antonelli zurück, der die Weltmeisterschaft souverän anführt. Beim Rennwochenende in Monza fuhr Antonelli von Startplatz 19 zum Sieg, während Russell trotz Startplatz zwei nicht an die Form seines Stallgefährten anknüpfen konnte. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff sucht nach Erklärungen für die Leistungsschwankungen seines Fahrers.
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“Ich weiß es nicht, denn man kann sehen, dass die Pace, die er gegen Ende hatte, als er Leclerc einholte, schnell genug war und er der Schnellste auf der Strecke war”, sagt er. “Aber nach den Reifenwechseln war die Pace nicht da. Ich weiß einfach nicht, woran es liegt, und wir müssen es analysieren, denn klarerweise steckt es in ihm und im Auto, und wir müssen es einfach freisetzen.” Neben der Technik spiele dabei natürlich auch die mentale Komponente eine Rolle. “Wenn man so eine Serie durchmacht wie er in diesem Jahr, steckt man Schläge ein. Aber die ganz Großen erholen sich davon”, erklärt Wolff. “Und ich denke, dass George alles hat, was man braucht, um um Meisterschaften zu kämpfen. Und selbst wenn diese eine vielleicht abgefahren ist, werden weitere kommen.” Für Wolff steht außer Frage, dass Russell das Zeug zum Champion hat: “Wenn es um George geht, kann man gute Rennen, schlechte Rennen, gute Jahre und schlechte Jahre haben. Aber wir sprechen über den Fahrer, der zuvor alles gewonnen hat, was man potenziell gewinnen konnte: jede einzelne Kart-Meisterschaft, die Formel 3 in seinem Rookie-Jahr, die Formel 2 in seinem Rookie-Jahr, und dann ging er zu Williams. Wir sprechen hier über einen Top-Fahrer.” Der Umgang mit zwei unterschiedlich erfolgreichen Garagenseiten gehört für den Mercedes-Teamchef zum Alltag. “Ich kenne das seit etwa 15 Jahren, dass ein Teil der Garage glücklich ist und der andere nicht”, erzählt er. Wo George Russell im WM-Kampf 2026 die meisten Punkte verloren hat
“Das ist einfach Teil des Sports, Teil des Jobs, und das Einzige, was ich versuchen kann, ist, transparent und ehrlich zu den Dingen zu sein. Wir sprechen über jedes einzelne Szenario. Wir geben beiden Fahrern die größte Unterstützung, die wir können, egal was passiert. Deshalb geht es manchmal darum, den Arm um den Fahrer zu legen, und manchmal darum, etwas mehr Druck auszuüben.” Wolff überzeugt: Antonelli zieht es durch Während Russell kämpft, steuert Antonelli im zweiten Silberpfeil auf seinen ersten WM-Titel zu. Das Risiko, dass der erst 20-jährige Italiener durch den plötzlichen Erfolg die Bodenhaftung verliert, sieht Wolff nicht.
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“Kimi ist von seiner Persönlichkeit her so geerdet, zu 100 Prozent Rennfahrer, lässt sich durch nichts von außen ablenken und hat ein super familiäres Umfeld. Deshalb sehe ich kein Risiko, dass er den Faden verliert”, schwärmt Wolff.
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Auch mental zeige sich Antonelli erstaunlich reif: “Die Art und Weise, wie er Dinge trennen kann, indem er [außerhalb des Cockpits] der kleine Junge ist, dann ins Auto steigt und der gereifte Rennfahrer ist – deshalb gilt: Wenn Kimi zu sich selbst sagt ‘Ich denke nicht an die Meisterschaft’, dann denkt er auch nicht an die Meisterschaft.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Dennoch mahnt das Team zur Vorsicht: “Wir versuchen auch – die Eltern und ich selbst, das Team -, ihm zu sagen: Das ist noch nicht vorbei. Es gibt unvorhergesehene Ereignisse. Sie können eintreten, und man verliert etwas aus der Hand, von dem man nicht dachte, dass man es verlieren könnte.”
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