Max Verstappen über Monaco-Formula 1-Sprint: “Fahre halt mit”

Max Verstappen über Monaco-Formula 1-Sprint: “Fahre halt mit”

 

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Der Formel-1-Rennkalender für die Saison 2027 wirkt bezüglich der Reihenfolge der Grand-Prix-Wochenenden durchaus schlüssig. Dennoch sorgen einige der für die Sprintrennen ausgewählten Austragungsorte für Staunen.  Sutton Images Begeisterung sieht anders aus: Max Verstappen will die F1-Sprints einfach nur hinter sich bringen

Die Königsklasse erhöht die Anzahl der Sprints nicht nur auf zehn – was aus kommerzieller Sicht absehbar war -, sondern wählt auch ungewöhnliche Kurse aus. Sowohl der Saisonauftakt in Bahrain (sofern durchführbar) als auch das Finale in Abu Dhabi sind als Sprint-Wochenenden angesetzt. Besonders eine Entscheidung sorgt im Fahrerlager jedoch für Stirnrunzeln: Monaco. Max Verstappens Haltung ist gewohnt direkt: Der viermalige Weltmeister ist kein Fan der Sprint-Wochenenden und wird es auch nie werden – völlig egal, wo sie ausgetragen werden.
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“Ja, noch mehr Sprintrennen”, kommentiert Verstappen in Baku sarkastisch. “Ich persönlich bin kein Fan davon, aber ich verstehe natürlich die Beweggründe dahinter. Es bringt mehr Action über das gesamte Wochenende, also fahre ich halt mit. Aber für mich zählt immer der Grand Prix, darauf liegt mein Hauptfokus.” Der Niederländer sieht im Sprint vor allem einen Vorgeschmack, der die Spannung für den Sonntag vorwegnimmt. In Monaco gelte das umso mehr: Zwei Rennen, in denen kaum überholt werden kann. “Beim Sprint in Monaco ist es doch genau dasselbe Szenario wie im Hauptrennen”, betont er. “Du freust dich auf den Start und danach kann niemand mehr überholen. Das ist ziemlich eindeutig, denke ich.” Auf die Frage, ob ihn die Wahl von Monaco überrascht habe, stellt Verstappen klar, dass ihm die Austragungsorte der Sprints völlig egal sind. Er erfülle lediglich seinen Job. “Ich weiß nicht”, stellt er klar. “Ehrlich gesagt ist es mir völlig egal, wo die Sprintrennen stattfinden. Wie gesagt: Ich fahre einfach mit und versuche natürlich, mein Bestes zu geben. Aber ich verbinde keinerlei Emotionen damit, ob ich einen Sprint gewinne oder nicht.” “Schon als Kind fiebert man auf den Grand Prix hin”, ergänzt Verstappen mit Blick auf den Rennkalender. “Der findet normalerweise am Sonntag statt – oder manchmal eben [wie in Baku] am Samstag.” In der WhatsApp-Gruppe ging es rund Sergio Perez gibt am Medien-Donnerstag in Baku zu, dass er von dieser Entwicklung überrascht wurde.
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“Ich habe es eigentlich erst über unsere WhatsApp-Gruppe erfahren”, schmunzelt der Cadillac-Pilot. “Da gab es einige Reaktionen. Es ging ziemlich rund in der Gruppe”, sagt er weiter. “Viel mehr Aufmerksamkeit habe ich der Sache gar nicht geschenkt, außer dem, was in der Gruppe passiert ist. Und was in der Gruppe besprochen wird, bleibt natürlich auch dort.” Öffentlich fallen die Reaktionen der Fahrer auf das Sprintrennen im Fürstentum unterschiedlich aus. Zwar dürfte der kurze Lauf am Samstag ein echtes Prozessionsrennen werden, gleichzeitig bringt das Format jedoch gleich zweimal die Hochspannung eines Qualifyings in die Enge von Monte Carlo.  circuitpics.de Beim Monaco-Grand-Prix drohen nun zwei Prozessionen

Was verlockend klingt, hat jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Herangehensweise der Piloten. Wer das Geschehen an der Strecke beobachtet, sieht normalerweise, wie sich die Fahrer im ersten Freien Training noch herantasten und erst im Verlauf des Wochenendes in Passagen wie Tabac oder Swimmingpool immer näher an die Leitplanken heranwagen.
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Dieser behutsame Aufbau hin zum größten Drama am Samstagnachmittag dämpft das Sprintformat gewaltig. Zudem ist völlig unklar, wie viel Risiko die Piloten im Sprint-Qualifying überhaupt eingehen wollen. Wer beispielsweise im SQ1 um Startplatz 12 oder 13 kämpft, gewinnt kaum etwas. Da Überholmanöver auf dem Stadtkurs nahezu unmöglich sind, bringt Startplatz 13 im Sprint keine Punkte. Für die meisten Teams steht daher an erster Stelle, das Auto am Freitag nicht in die Wand zu setzen.
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“Vielleicht geht man etwas weniger Risiko ein”, erklärt Racing-Bulls-Pilot Arvid Lindblad. “Wenn du auf P15 liegst, pushst du womöglich nicht mehr ganz so hart. Aber die Topteams müssen natürlich immer voll attackieren.” “Für mich bedeutet das einfach, dass man sich nicht mehr so schön schrittweise an das Qualifying herantasten kann”, meint Lindblad. “Man muss seine Komfortzone schlichtweg früher im Wochenende verlassen.” Lindblad: Warum kein Sprint in Baku? Arvid Lindblad merkt unterdessen an, dass sich ausgerechnet der Kurs in Baku hervorragend für einen Sprint eignen würde. Der Kurs bietet ein spektakuläres Qualifying und erlaubt Überholmanöver.
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“Das hier müsste eigentlich ein Sprint sein”, schwärmt der Racing-Bulls-Fahrer. “Das wäre ein fantastisches Sprintrennen.” “Schließlich ist das eine Strecke, auf der man überholen kann”, begründet er seine Meinung. “Der Sinn eines Sprintrennens ist doch der Gedanke an ein Vollgas-Rennen mit Überholmanövern. Also ja, ich finde, Baku müsste dazugehören.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Überraschenderweise taucht Baku weder 2026 noch 2027 als Sprint-Station im Kalender auf – womöglich, weil die Strecke für die Verantwortlichen kommerziell nicht attraktiv genug ist.

 
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