“Tut mir weh”: Colapinto erklärt Botschaft gegen Online-Hass

“Tut mir weh”: Colapinto erklärt Botschaft gegen Online-Hass

 

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Franco Colapinto hat sich erneut gegen Hassnachrichten in sozialen Medien ausgesprochen. Nachdem zuletzt auch Mechaniker und Ingenieure von Alpine angefeindet worden waren, veröffentlichte der Argentinier nach dem Großen Preis von Singapur eine Videobotschaft an seine Fans. In Austin erklärt er nun, warum er sich zu diesem Schritt gezwungen sah.  LAT Images Franco Colapinto muss sich immer wieder mit seinen Fans auseinandersetzen

“Besonders meine Mechaniker haben viel Hass abbekommen. Meine Ingenieure ebenso – Leute aus meinem Team, die wollen, dass ich gut abschneide, und die mir helfen, Leistung zu bringen”, sagt Colapinto auf sein Video-Statement angesprochen. “Ich arbeite täglich mit ihnen zusammen, und wenn ich sehe, dass sie solche Nachrichten bekommen, tut mir das ganz allgemein weh.” In seinem Statement hatte Colapinto einen Rückzug aus Social Media angekündigt und betont, dass manche Fans eine Grenze überschreiten würden, was man beenden müsse. “Ich weiß, dass ihr glaubt, mich damit zu verteidigen, aber ihr bewirkt genau das Gegenteil. Es hilft weder mir noch meiner Zukunft”, hatte er darin gesagt.
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In Austin erneuert er nun diese Botschaft: “Ich denke, in jedem Sport und in jeder Fanbase gibt es auch eine Schattenseite – die Schattenseite des Hasses, in der Menschen böse Kommentare hinterlassen und Athleten nicht dabei helfen, ihre Bestleistung abzurufen”, sagt er. “Für mich wurden in letzter Zeit einige Grenzen überschritten.” Er habe das Video als letzten möglichen Schritt betrachtet, um etwas zu verändern. “Ich dachte, es war wahrscheinlich das Letzte, was ich noch tun konnte: ein Statement zu veröffentlichen, in dem ich in einem solchen Video spreche. Es sollte auf jeden Fall etwas Positives sein, deshalb wollte ich es unbedingt machen.” Alpine-Mitarbeiter geraten ins Visier der Fans Soweit Colapinto weiß, werden seine Teammitglieder sowohl mittels persönlicher Nachrichten als auch über öffentliche Kommentare belästigt. Ganz genau könne er das jedoch nicht sagen: “Ich habe deren Handys nicht, aber nach meinem Verständnis erhalten sie Nachrichten und Kommentare. Wie gesagt, da wurde für mich einfach eine Grenze überschritten”, sagt er. Betroffen sind unter anderem Mechaniker, die am Auto des Argentiniers arbeiten. Wenn etwa Änderungen am Frontflügel zwischen zwei Qualifying-Abschnitten nicht das gewünschte Ergebnis bringen, werden sie mitunter für eine schwierige Session verantwortlich gemacht und anschließend angefeindet. Alpine hat nach Informationen von bereits Maßnahmen ergriffen, um seine Mitarbeiter besser zu schützen. Dazu gehört die Empfehlung, private Social-Media-Profile auf privat zu stellen und keine Teamlogos zu zeigen. Colapinto sieht darin allerdings keine Lösung für das grundsätzliche Problem. Er spricht nach eigenen Angaben bereits seit langer Zeit darüber und hatte gehofft, dass sich die Situation verbessert: “Ich spreche darüber wahrscheinlich schon seit den letzten zehn Rennen. Ich gebe mein Bestes, aber ich hatte das Gefühl, dass weiterhin Grenzen überschritten wurden.”
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“Das Video war also das Letzte, was ich tun konnte. Und ich glaube, es hat geholfen.” Colapinto: Hass ist kein reines Formel-1-Problem Der Argentinier betont, dass er selbst mit solchen Kommentaren vergleichsweise gut umgehen könne. Er lese sie kaum und schenke ihnen wenig Aufmerksamkeit. Andere Menschen könnten davon jedoch deutlich stärker getroffen werden – gerade deshalb hält er es für wichtig, das Thema öffentlich anzusprechen. Zu wenig Mut oder keine Chance? Hat Charles Leclerc den Singapur-Sieg beim Start verloren? Video wird geladen…  

“Man hat es auch bei Max (Verstappen; Anm. d. Red.) gesehen. Er hat sich ebenfalls dazu geäußert. Es passiert momentan sehr viel um uns herum”, sagt Colapinto. “Es ist ein Problem, das wir heutzutage im Sport haben – im Sport und in vielen verschiedenen Lebensbereichen. Künstler, Schauspieler, es ist überall.”
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Sein Appell richtet sich deshalb nicht nur an Formel-1-Fans: “Mich persönlich trifft es nicht allzu sehr. Ich schaue mir diese Kommentare nicht groß an und schenke ihnen nicht viel Aufmerksamkeit. Aber manche trifft es eben doch. Und genau deshalb müssen wir die Aufmerksamkeit darauf lenken. Wir müssen das verbessern, und hoffentlich trägt dieses Video ein kleines Stück dazu bei.”

 
Formel1.de 

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