Verrückte Taktik: So kämpfte sich Isack Hadjar in die Top 10 nach vorne
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Isack Hadjar hat beim Großen Preis von Belgien den sechsten Platz (Ergebnis) geholt und sein “bislang bestes Rennen” für Red Bull gezeigt, meint Teamchef Laurent Mekies. Der Franzose musste aufgrund neuer Motorenteile vom Ende des Feldes starten, profitierte aber von einer kuriosen Strategie seines Teams. circuitpics.de Isack Hadjar war in den ersten zwei Runden zweimal beim Reifenwechsel
Hadjar ging zunächst auf harten Reifen ins Rennen. Als nach dem Abflug von Mercedes-Pilot George Russell das Safety-Car ausrückte, bog er jedoch nach der ersten Runde in die Boxengasse ab, um sich die Medium-Mischung abzuholen. Damit hatte der Franzose seine Reglement-Pflicht formell erfüllt und beide Reifenmischungen verwendet. Doch schon in der zweiten Runde steuerte Hadjar erneut die Box an, um postwendend auf die härtere Mischung zurückzuwechseln. Zwei Reifenwechsel innerhalb der ersten beiden Runden sorgten zunächst für Stirnrunzeln – auch beim Fahrer selbst. “Ich war wegen der Boxenstopps selbst etwas verwirrt”, gesteht der Red-Bull-Pilot.
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“Erst nach ein paar Runden habe ich verstanden, warum wir das gemacht haben. Ich war da wohl etwas langsam im Kopf”, ergänzt der 21-Jährige. “Ich dachte nur: Warum bin ich eigentlich so viele Risiken eingegangen? Ihr hättet mir das sagen sollen, dann wäre ich einfach Letzter geblieben.” Red Bull hält sich alle Optionen bei Hadjar offen Tatsächlich hatte sich Hadjar gleich in der Startrunde mit riskanten Manövern nach vorne gekämpft und zwei Positionen gutgemacht, nur um diesen Fortschritt durch den sofortigen Boxenstopp direkt wieder einzubüßen. “Aber natürlich konnten wir nicht wissen, dass das Safety-Car kommen würde.” Video wird geladen…
“Das war zunächst etwas frustrierend, aber am Ende hat es sich ausgezahlt”, gibt er offen zu. Im Gespräch mit dem französischen Sender Canal+ erläutert Hadjar den eigentlichen Grund für den kuriosen Doppel-Stopp zu Beginn des Rennens: “Das Ziel war, uns für später alle Optionen offenzuhalten.” Dieser taktische Kniff bewährte sich. “Wir haben zwar ein paar Positionen verloren, aber wir wussten, dass ich sie ziemlich schnell wieder zurückholen würde. So hatten wir später mehr Flexibilität. Ich habe mich dann für die harten Reifen entschieden, weil ich sie bevorzugt habe – und es hat funktioniert.” Fotos: F1: Grand Prix von Belgien (Spa) 2026
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Rein theoretisch hätte Hadjar das Rennen auf diesem Reifensatz sogar zu Ende fahren können, doch Red Bull entschied sich im weiteren Verlauf für einen zusätzlichen, regulären Boxenstopp. Der Stopp fiel exakt in die virtuelle Safety-Car-Phase, was dem Franzosen einen großen Zeitverlust ersparte. Teamchef Mekies lobt “bestes Rennen für Red Bull” Die brillante Strategie war indes aber nicht der einzige Faktor für Hadjars starken Vorstoß in die Top 10. Auch seine Pace überzeugte auf ganzer Linie: Im Durchschnitt lag er mit seinen zehn schnellsten Rennrunden bei 1:49.727 Minuten – und damit sogar einen Wimpernschlag unter der Zeit seines Teamkollegen Max Verstappen (1:49.809 Minuten) auf Platz drei. Getty Images North America Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies lobt Hadjar in höchsten Tönen
Von der Boxenmauer gab es dafür höchstes Lob. “Das war ohne jeden Zweifel sein bestes Rennen für uns”, schwärmt Teamchef Laurent Mekies. “Und das ist kein einmaliger Ausreißer. Er wird von Rennen zu Rennen ein kleines Stück schneller. Jedes Mal, wenn er ins Auto steigt, bringt er noch etwas mehr Geschwindigkeit mit.” In der Schlussphase verteidigte Hadjar seinen sechsten Platz gegen McLaren-Pilot Lando Norris. Der Brite war von Position 13 ins Rennen gegangen und hatte seinen einzigen Boxenstopp erst in Runde 30 absolviert, ohne dabei den Vorteil des virtuellen Safety-Cars nutzen zu können. Deshalb lag Hadjar am Ende vor dem aktuellen Weltmeister. “An diesem Wochenende hat er den nächsten Schritt gemacht, weil er bereits ab dem ersten Freien Training sehr schnell war”, bilanziert Mekies. “Wir haben ihn auf eine etwas ungewöhnliche Strategie gesetzt, die ihm durch das Timing der virtuellen Safety-Car-Phase letztlich auch die Möglichkeit gegeben hat, Lando zu schlagen.”
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“Er war heute extrem stark”, fügt der Teamchef an. “Sein Tempo gehörte zu den drei besten im Feld. Deshalb sind wir mit seiner Entwicklung sehr zufrieden.” In der Fahrer-WM rangiert Hadjar auf dem achten Platz, nur 31 Punkte hinter seinem Teamkollegen Verstappen.
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