Verstappen erklärt seine Funk-Ausbrüche: “Ich bin nie zufrieden”

Verstappen erklärt seine Funk-Ausbrüche: “Ich bin nie zufrieden”

 

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Max Verstappen ist bekannt dafür, am Teamfunk kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auch beim Trainingsauftakt in Brasilien beschwerte sich der Red-Bull-Pilot in der ersten Trainingssession lautstark über die Gangwechsel seines Autos. Dahinter steckt allerdings mehr als bloßer Ärger: Verstappen will sein Team mit solchen Ansagen dazu bringen, auch die kleinsten Details zu verbessern.  LAT Images Max Verstappen beim ersten Training in Brasilien

Sportlich begann das Wochenende in Sao Paulo zunächst ordentlich. Verstappen belegte im ersten Freien Training den dritten Platz und lag gut zwei Zehntelsekunden hinter Spitzenreiter Lando Norris im weiterentwickelten McLaren. Ganz zufrieden war der viermalige Weltmeister mit seinem Auto dennoch nicht. “Inakzeptabel, Mann. Inakzeptabel, diese Gangwechsel. Was zum Teufel!”, funkte Verstappen an seinen Renningenieur Tom Hart. Der vertritt an diesem Wochenende erneut Gianpiero Lambiase. Beide arbeiten damit weiter an ihrer Zusammenarbeit für die Zukunft. Verstappen will Red Bull bei den Details auf Trab halten Dass seine Kommentare am Funk mitunter wie Beschwerden klingen, ist Verstappen bewusst. Er sieht darin aber vor allem ein Mittel, um das Team zu Höchstleistungen anzutreiben. Selbst wenn das Auto grundsätzlich schnell ist, sucht der Niederländer nach Möglichkeiten, noch mehr Zeit herauszuholen.
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“Bei den Gangwechseln oder anderen Dingen, über die ihr mich klagen hört, geht es einfach darum, dass ich nie zufrieden bin. Ich denke, dass bestimmte Dinge immer besser sein können”, erklärt Verstappen in Brasilien. “Ich versuche immer, Feinabstimmungen vorzunehmen oder Verbesserungen zu finden. Wenn sich das für euch wie Jammern anhört, geht es mir eher darum, sicherzustellen, dass das Team immer auf die Details schaut und versucht, noch mehr Rundenzeit zu finden. Denn ich weiß, dass noch mehr Rundenzeit drinsteckt.” Die Kritik an den Herunterschaltvorgängen ist dabei keineswegs eine reine Geschmacksfrage. Es geht nicht nur darum, wie sich der Gangwechsel selbst anfühlt. Er kann auch das Auto destabilisieren – insbesondere das Heck. Das passiert vor allem beim Anbremsen und wirkt sich unmittelbar auf das Vertrauen des Fahrers ins Auto aus. Fehlt dieses Vertrauen, kann das auch Rundenzeit kosten. Verstappens wiederkehrende Hinweise auf das Thema haben deshalb einen konkreten technischen Hintergrund. Schwere Lenkung: Auch Verstappen muss mehr Kraft aufwenden Die Gangwechsel waren in Sao Paulo allerdings nicht das einzige Problem. Verstappen beklagte sich im ersten Training zusätzlich über eine schwergängige Lenkung. Die Funktionsstörung deutete auf ein Problem mit der Servolenkung hin. Red Bull bestätigte, dass sich die Auffälligkeit auch in den Daten erkennen ließ.
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Bei einem Besuch in der Box nahm Verstappen die Situation mit Humor: “Das ist ein richtiges Workout mit dieser Lenkung!” Die F1-Show zum Grand Prix von Brasilien | Samstag F1 São Paulo 2026 Video wird geladen…  

Noch auffälliger war das Problem bei Lance Stroll. Aufnahmen aus dem Cockpit des Aston-Martin-Piloten zeigten, wie der Kanadier in drei aufeinanderfolgenden Kurven nahezu den maximalen Lenkeinschlag benötigte. An diesen Stellen der Strecke ist das normalerweise nicht erforderlich. Verstappen und Stroll streiten um den Platz für den Trainingsstart Zum Ende des ersten Freien Trainings kam es außerdem zu einer kleinen Auseinandersetzung zwischen Verstappen und Stroll. Beide wollten sich für die Übungsstarts eine bestimmte Position auf der Startaufstellung sichern.
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Verstappen hatte von Red Bull die Anweisung erhalten, seinen Startversuch nach zwei Burnouts auf der rechten Seite der Startaufstellung durchzuführen. Dort ist der Grip allerdings anders als auf der Ideallinie, die im Laufe des Wochenendes stärker von Gummiabrieb profitiert. Stroll wollte Verstappen die Position streitig machen und sich selbst den Platz auf der rechten Seite sichern. Der Red-Bull-Fahrer ließ sich darauf jedoch nicht ein, überholte den Aston Martin und beanspruchte die Position erneut für sich. Stroll gab schließlich nach und musste seinen Übungsstart auf der linken, weniger griffigen Seite absolvieren. Funkproblem bei Red Bull offenbar verbessert Neben den technischen Schwierigkeiten am Auto scheint sich bei Red Bull ein weiteres Problem zuletzt gebessert zu haben: die Funkverbindung. In Singapur und Austin hatte das Team damit noch erhebliche Schwierigkeiten. In Mexiko wurden bereits Anpassungen ausprobiert, und auch in Brasilien sieht Verstappen Fortschritte.
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“Der Funk ist meiner Meinung nach deutlich besser. In Mexiko haben wir ebenfalls ein paar Dinge ausprobiert. Es sind wahrscheinlich nur noch einige kleine Einstellungen, die wir richtig hinbekommen müssen”, sagt er. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Aber tatsächlich konnte mich das Team sehr gut hören. Vielleicht konnten es alle anderen nicht, aber das ist ehrlich gesagt fantastisch. Wir sollten versuchen, das genau so beizubehalten!”

 
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