Verwirrung in Silverstone: Darum kam das Safety-Car doch nicht rein
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Die FIA hat den konfusen Rennabschluss beim Grand Prix von Großbritannien aufgeklärt. Demnach führte ein Softwarefehler dazu, dass während der Safety-Car-Phase fälschlicherweise die Meldung “Safety-Car in this lap” angezeigt wurde, obwohl das Rennen regelkonform hinter dem Safety-Car beendet werden musste. LAT Images Eine Safety-Car-Phase sorgt in Silverstone für Verwirrung
Auslöser war der Unfall von Max Verstappen sechs Runden vor dem Rennende. Der Red-Bull-Pilot war von der Strecke abgekommen und im Kiesbett von Stowe gelandet. Während sein Fahrzeug von den Streckenposten geborgen wurde, schickte die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke. Nachdem der RB 22 am Haken des Bergekrans hing, leitete die FIA, entsprechend dem üblichen Ablauf, den Überrundungsprozess ein. In dem die überrundeten Fahrzeuge die Freigabe erhielten, das Feld zu überholen und sich zurückzurunden.
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Da dieser Vorgang erst in der vorletzten Runde abgeschlossen wurde, war bereits klar, dass das Rennen nicht mehr freigegeben wird und hinter dem Safety-Car enden würde. Denn das Reglement schreibt vor, dass anschließend noch eine vollständige Runde hinter dem Safety-Car absolviert werden muss, bevor das Rennen wieder freigegeben wird. Falsche Meldung sorgte für Verwirrung Dennoch erschien zunächst auf den Monitoren die Meldung “Safety-Car in this lap”, was auf einen Neustart für die Schlussrunde hindeutete. Nur acht Sekunden später wurde diese Anzeige jedoch durch die Meldung “Safety-Car deployed” ersetzt. Bernd Mayländer blieb daraufhin bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge mit dem Safety-Car auf der Strecke. Die FIA erklärt den Vorfall in einem Statement: “Das Reglement für Safety-Car-Phasen, Artikel B5.13.5, schreibt vor, dass nach dem Zurückrunden der überrundeten Fahrzeuge eine vollständige Runde absolviert werden muss. Dieser Ablauf wurde von der Rennleitung eingehalten. Die Meldung ‘Safety-Car in this lap’ wurde aufgrund eines Softwarefehlers irrtümlich angezeigt.” Leclerc profitiert vom ausbleibenden Neustart Da das Reglement somit korrekt angewandt wurde, gab es keinen Neustart in der letzten Runde. Charles Leclerc sicherte sich den Sieg, obwohl er zuvor noch auf frische Soft-Reifen gewechselt hatte, um sich auf einen möglichen Schlussangriff vorzubereiten. George Russell profitierte ebenso vom ausbleibenden Neustart und belegte für Mercedes Rang zwei, nachdem er im Gegensatz zu Lewis Hamilton nicht mehr zum Reifenwechsel an die Box gekommen war. Erinnerungen an Abu Dhabi 2021 Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Situation vor dem Hintergrund des Saisonfinales 2021 in Abu Dhabi. Damals war das Reglement beim Ablauf einer Safety-Car-Phase nicht korrekt angewandt worden. Der anschließende Neustart über nur eine Runde ermöglichte es Max Verstappen, Lewis Hamilton zu überholen und sich den Weltmeistertitel zu sichern.
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Mit der Klarstellung der FIA ist inzwischen bestätigt, dass beim Großbritannien-Grand-Prix die geltenden Bestimmungen ordnungsgemäß umgesetzt wurden und die irrtümliche Einblendung ausschließlich auf einen technischen Fehler zurückzuführen war.
Formel1.de
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