Wachablösung bei Ferrari: Ist die Zeit von Charles Leclerc jetzt abgelaufen?

Wachablösung bei Ferrari: Ist die Zeit von Charles Leclerc jetzt abgelaufen?

 

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In der Formel 1 gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Der schnellste Fahrer im besten Auto gewinnt normalerweise die Rennen – und damit auch die WM. Doch viele Titelträume sind bereits an mangelnder Zuverlässigkeit, internen Machtkämpfen oder anderen Faktoren zerplatzt, die Teams und Fahrer daran hinderten, ihre technische Überlegenheit zu nutzen.  LAT Images Lerclerc muss aufpassen, dass er nicht im Rückspiegel von Hamilton verblasst

Zudem hat die jüngere Vergangenheit gezeigt, dass sich das Kräfteverhältnis im Laufe einer Saison drastisch verschieben kann. Auch wenn es verfrüht wäre, aus der kleinen Stichprobe von ein oder zwei Rennen pauschale Schlüsse zu ziehen, herrscht im Formel-1-Fahrerlager inzwischen Einigkeit: Das jüngste Ferrari-Upgrade ist ein gewaltiger Schritt nach vorn. “Wir haben Glück, dass Ferrari im Moment keinen besseren Motor hat”, sagt beispielsweise McLaren-Pilot Lando Norris. “Wenn sie einen besseren Motor hätten, würden sie alles dominieren. Sie sind im Moment das Maß der Dinge in Sachen Kurvenperformance, und wir sind nicht einmal in ihrer Nähe.”
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“Das ist die realistische Sicht der Dinge: Wir sind meilenweit von dem entfernt, wo wir sein müssten. Wenn sie auf Motorenseite Verbesserungen erzielen, werden sie alle anderen blamieren”, meint der Weltmeister, der in Barcelona wahrscheinlich Vierter geworden wäre, hätte WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli (Mercedes) das Rennen beenden können. Wird Ferrari jetzt zur WM-Gefahr für Mercedes? Und es war offensichtlich, dass Rennsieger Lewis Hamilton mit seinem Ferrari einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den Mercedes und McLarens genoss. Der Aufschwung der Scuderia hat deshalb auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff beunruhigt. Nach Sieg 106: Greift Lewis Hamilton jetzt die WM an? | Rennen F1 Barcelona 2026 mit @DaveGaming Video wird geladen…  

Der Österreicher wies nicht nur darauf hin, dass die Zuverlässigkeit etwas sei, das “wir in den Griff bekommen müssen”, sondern auch, dass die Dynamik zwischen seinen Fahrern “eine Situation ist, die wir uns ansehen müssen”. Antonelli und George Russell wären in den letzten Rennen beinahe aneinandergeraten, was potenziell die Ergebnisse gefährdet. Nach dem Großen Preis von Monaco zog Hamilton in der Fahrer-WM bereits an Russell vorbei auf den zweiten Platz. Nach seinem Sieg in Barcelona steht der Brite nun bei 115 Punkten, hinter Kimi Antonelli mit 156 Punkten. Russell hat 106 Zähler auf dem Konto, während Hamilton-Teamkollege Charles Leclerc nach zwei katastrophalen Wochenenden mit 75 Punkten hinterher hinkt. Wenn Mercedes also über einen Strategiewechsel nachdenkt – weg vom freien Fahrenlassen hin zu einem kontrollierten Umgang mit Leistungsunterschieden, um keine Siege zu verschenken, wie es Wolff ausdrückte -, muss Ferrari dann womöglich den gleichen Weg einschlagen? Lewis Hamilton macht sich zur Nummer eins bei Ferrari Für die Scuderia und ihre aktuelle Fahrerpaarung ist diese Situation ein völlig neues Dilemma, denn in der vergangenen Saison kamen sich Hamilton und Leclerc auf der Strecke kaum in die Quere. Das hat sich in diesem Jahr allerdings grundlegend geändert. Zwar gab es gelegentlich Unmut über das Verhalten im direkten Zweikampf, insbesondere in China, doch meist zogen die beiden Piloten für das Wohl des Teams an einem Strang. In Barcelona etwa, als Leclerc nach seinem Qualifying-Unfall auf einer abweichenden Strategie feststeckte, ließ er Hamilton kampflos passieren. Aber wie Mercedes derzeit (mal wieder) eindrucksvoll feststellt, ändert sich die Dynamik, sobald die Fahrer in der Position sind, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen und nicht nur um gelegentliche Rennsiege. Und am Ende der Saison könnte jeder Punkt entscheidend sein.  Formula 1 Lewis Hamilton hat seinen ersten Sieg mit Ferrari gefeiert

Die Entwicklung bei Ferrari ist jedenfalls faszinierend: Bis vor Kurzem hatte Leclerc klar die Oberhand. Hamilton wirkte derart chancenlos, dass Experten bereits den Abgesang auf ihn anstimmten, ihn als Auslaufmodell betitelten und über seinen baldigen Rücktritt spekulierten.
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Doch während viele Fahrer und ein Großteil der Fans das neue technische Reglement verfluchen, war es für Hamilton ein Segen. Das kommunikativere Fahrverhalten des 2026er-Chassis liegt ihm deutlich mehr als die extrem steifen, schweren und oft unberechenbaren Autos der Ground-Effect-Ära. Hamiltons Fahrstil zeichnet sich seit jeher dadurch aus, dass er spät und hart bremst und auch später einlenkt. Er wählt eine Kurvenlinie, die eher einem harten “U” als einem weichen “V” gleicht. Er besitzt ein unvergleichliches Gefühl für die Dosierung des Bremspedals – nicht nur beim Druckaufbau, sondern auch beim langsamen Lösen der Bremse, um das Auto perfekt in die Kurve eindrehen zu lassen. Lewis Hamilton arbeitet sich auf seinem Tief heraus In der Ground-Effect-Ära haderte der Brite mit den Fahrzeugkonzepten, die extrem tief gefahren werden mussten, um Abtrieb zu generieren. Das erforderte brettharte Aufhängungen mit radikalen Anti-Dive- und Anti-Lift-Geometrien, die ihm genau das Gefühl raubten, das er für sein Fahren zwingend benötigt.
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Hinzu kam in seinem ersten Jahr bei Ferrari die aggressive Motorbremse. Leclerc kam damit deutlich besser zurecht. Der Monegasse nutzte sie sogar, um das Auto eindrehen zu lassen, weil er dieses Verhalten ohnehin gewohnt war. Hamilton hingegen tat sich schwer. Anzeige Scuderia Ferrari Fanartikel
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Ein Tiefpunkt war der Große Preis von Ungarn, als Leclerc die Pole holte, während Hamilton die Top 10 verpasste. “Dem Team fehlt es an nichts, das Auto steht ja auf der Pole”, kommentierte Hamilton damals trocken. “Also müssen wir wohl den Fahrer austauschen.” Vor diesem Hintergrund pochte Hamilton auf interne Veränderungen und genoss dabei die volle Rückendeckung von Teamchef Frederic Vasseur. Beim Großen Preis von Belgien vor der Sommerpause 2025 ließ er durchblicken, wie viel Arbeit er hinter den Kulissen in Form von detaillierten Analysen investiert hatte.
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“Ich habe eine Menge Meetings abgehalten”, sagte der siebenmalige Weltmeister damals. “Ich habe viele Besprechungen mit den Leitern des Teams einberufen, also habe ich John [Elkann, Executive Chairman], Benedetto [Vigna, CEO] und Fred in mehreren Meetings zusammengebracht.” “Ich habe mich mit dem Leiter unserer Autoentwicklung, Loic [Serra], und auch mit den Leitern verschiedener Abteilungen zusammengesetzt und über Motoren für das nächste Jahr und über die Vorderradaufhängung für das nächste Jahr, die Hinterradaufhängung gesprochen – Dinge, die man sich wünscht, Probleme, die ich mit diesem Auto habe.” Die 15 dramatischsten Teamduelle um den Titel

“Ich habe also Dokumente verschickt, über das ganze Jahr verteilt. Nach den ersten paar Rennen habe ich ein vollständiges Dokument für das Team erstellt, dann während dieser Pause noch einmal zwei Dokumente. Zum Teil geht es um strukturelle Anpassungen, die wir als Team vornehmen müssen, um in all den Bereichen, die wir verbessern wollen, besser zu werden.”
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“Das andere betraf die aktuellen Probleme, die ich mit diesem Auto habe. Es gibt einige Dinge, die man für das Auto im nächsten Jahr übernehmen möchte, und an anderen muss man arbeiten, um sie zu ändern. Ich habe das 26er-Auto zum ersten Mal [im Simulator] ausprobiert und angefangen, daran zu arbeiten, und die Ingenieure kommen in den Raum und man setzt sich hin und bespricht alles mit ihnen, mit jedem Einzelnen. Also ein großer Push.” Formel-1-Quiz
Bei seinem ersten F1-Sieg war Lewis Hamilton wie alt?
40 Jahre, 235 Tage 29 Jahre, 304 Tage 33 Jahre, 320 Tage 22 Jahre, 154 Tage Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern “Ich fordere jeden im Team heraus, besonders die Jungs an der Spitze. Wenn man sich das Team der letzten 20 Jahre ansieht, hatten sie einige fantastische Fahrer – Fernando Alonso, Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel. Das sind fantastische Fahrer, aber sie haben keinen Titel gewonnen, und ich weigere mich, dass mir das passiert.” “Wenn man die gleichen Dinge tut, bekommt man die gleichen Ergebnisse, also stelle ich alles infrage. Sie reagieren sehr gut darauf”, sah Hamilton schon im vergangenen Jahr einen Schritt in die richtige Schritt. In dieser Saison ist der Brite nun endlich bei Ferrari angekommen. Hamilton bekommt Rückendeckung von Teamchef Vasseur Schwächelt ein Fahrer im teaminternen Duell, orientieren sich Teams normalerweise automatisch an dem Piloten, der die besseren Ergebnisse liefert. Dessen Feedback hat bei der Weiterentwicklung dann mehr Gewicht. Doch Vasseur tat alles, um Hamilton den Rücken zu stärken und ihn vor seinen Kritikern abzuschirmen.
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Hamiltons Argumentation ist stichhaltig. Wie ein berühmtes (und fälschlicherweise oft Albert Einstein zugeschriebenes) Zitat besagt: Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. Ferrari hatte jahrelang die besten Fahrerpaarungen, stellte ihnen aber nur selten das konstant beste Material oder fehlerfreie Rennabläufe zur Verfügung. Hamilton forderte mehr Innovationsgeist – und der SF-26 ist wahrhaftig kein konservatives Auto. Zudem wünschte sich der Brite nach dem Problemen mit Riccardo Adami im Vorjahr einen neuen Renningenieur, und die Zusammenarbeit mit Carlo Santi übertrifft offenbar alle Erwartungen.
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Santi, der nach seiner Zeit als Renningenieur von Kimi Räikkönen in die Fabrik zurückgekehrt war, sollte Adami eigentlich nur vorübergehend ersetzen. Inzwischen schwärmt Hamilton von ihm als seinem “italienischen Bono”, in Anlehnung an seinen langjährigen Mercedes-Ingenieur Peter Bonnington. “Er ist in diesem Jahr quasi als Ersatz eingesprungen, hat sich direkt kopfüber mit mir in die Arbeit gestürzt – wir kannten uns nicht, wir hatten noch nie miteinander gesprochen, und ich wusste eigentlich gar nichts über ihn. Wir haben uns getroffen und ich glaube, wir haben uns auf Anhieb gut verstanden”, sagt Hamilton.  circuitpics.de Ist Renningenieur Carlo Santi der große Gamechanger für Hamilton?

“Es ist großartig, eine Verbindung zu einem anderen Ingenieur aufbauen zu können, als ich es bisher gewohnt war. Ich hatte das für so eine lange Zeit und dann verliert man irgendwie dieses Gefühl, weil Bono das jetzt mit Kimi [Antonelli] macht [Santi] ist sehr ruhig. Man merkt, dass es ihm schwerfällt, seine Emotionen zu zeigen.”
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“Er lächelt einfach nur und ich gebe ihm diese dicken Umarmungen, ziehe ihn zu mir und sage ‘Danke’. Ich denke, dass dieser [Rennsieg] wahrscheinlich die Liebe zum Ingenieursberuf in ihm neu entfacht hat, so wie er es für mich als Fahrer getan hat.” “Die Änderungen, die ich im letzten Jahr gefordert und vorangetrieben habe, wurden umgesetzt. Jetzt habe ich das richtige Team und das richtige Auto um mich herum, und jetzt kann ich anfangen, das zu tun, was ich am besten kann. Das Team hat wirklich zugehört und wirklich hart gearbeitet, um Performance hinzuzufügen und innovativ zu sein.” “In diesem Jahr dreht sich alles um Innovation. Wir kamen mit dem Teil am hinteren Auspuff heraus. Wir kamen mit dem Heckflügel, dem Macarena-Flügel. Das ist es, worum ich letztes Jahr gebeten habe. Es hieß, dieses Team muss darin führend sein, und sie haben gezeigt, dass sie es können und werden.” Ferrari berücksichtigt die Wünsche von Lewis Hamilton Eine weitere Änderung, die sich auszuzahlen scheint: Hamilton darf Basis-Set-ups nun anhand realer Daten mit seinen Ingenieuren erarbeiten, statt sich auf hypothetische Simulator-Werte zu verlassen. Er hatte die oft mangelhafte Korrelation zwischen Simulator und echter Rennstrecke immer wieder bemängelt.
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Leclerc sah das anders und meinte kürzlich noch, der Simulator “funktioniere für ihn”. Ob er das nach den letzten Wochenenden noch immer so sieht, ist fraglich. Vor dem Großen Preis von Japan kam Ferrari Hamilton zudem bei den Bremsen massiv entgegen. Statt der Bremsen des langjährigen Partners Brembo wurden an seinem Auto die Materialien von Carbone Industrie (CI) verbaut. Lewis schwört seit Jahren auf die Produkte des italienischen Herstellers, weil ihm dieses Material genau das Bremsgefühl gibt, das er braucht.
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Doch während Hamilton förmlich aufblüht, befindet sich Leclerc im freien Fall. Er gilt als einer der schnellsten Piloten auf eine einzelne Runde und als absoluter Maßstab im Qualifying. Trotzdem hat er seinen Ferrari nun an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden im Q3 in die Mauer gesetzt.  LAT Images Charles Leclerc spürt den Druck von Hamilton – und macht Fehler

Allein das zeigt, dass er derzeit versucht, das Auto über das Limit hinaus zu zwingen. In beiden Fällen stand er unter Zugzwang, genau diese eine Runde fehlerfrei abliefern zu müssen. Das ist eigentlich die Paradedisziplin von Leclerc, doch in Monaco und Barcelona hatten kleine Patzer jeweils fatale Folgen. Hadert Charles Leclerc mit dem Druck durch Hamilton? Die über 75-jährige Formel-1-Historie ist voll von ehemals fehlerfreien Fahrern, die im Qualifying plötzlich anfingen zu überdrehen, sobald sie von einem schnellen Teamkollegen unter Druck gesetzt wurden. Könnte das jetzt auch bei Leclerc der Fall sein?
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In Barcelona testete auch der Monegasse die Bremsmaterialien von Carbone Industrie. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass er das Vertrauen in sein bisheriges Set-up verloren hat – eben jenes Set-up, das er für seinen Ausfall in Monaco verantwortlich machte. Kaum etwas lässt einen Fahrer so sehr das Selbstvertrauen verlieren wie ein unberechenbares Bremsverhalten. Leclerc war jahrelang der unangefochtene Liebling in Maranello, der spirituelle Erbe von Gilles Villeneuve. Der Monegasse wurde von den Tifosi gefeiert, wie einst auch Michael Schumacher. Aber in der Realität der Formel 1 gewinnt man mit Sentimentalität keine Weltmeisterschaften.  LAT Images Charles Leclerc hat aktuell nichts zum Lachen

Mercedes muss gerade schmerzhaft lernen, wie man mit Fahrern umgeht, die sich auf der Strecke bekämpfen. Bei Ferrari stellte Vasseur bei seinem Amtsantritt klar: Die Fahrer sind gleichberechtigt, “die einzige Nummer eins ist Ferrari”. Ein schöner PR-Satz. Setzt Ferrari im WM-Kampf bald auf Lewis Hamilton? Wenn Ferrari am Ende des Jahres in der Konstrukteurs-WM ganz oben stehen will, muss das Team die maximale Punkteausbeute einfahren. Und dafür muss Leclerc dringend aus seinem Formtief finden. Für den Ferrari-Kommandostand könnten dennoch unangenehme Entscheidungen anstehen.
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Dass Leclerc in dieser Saison den Status der Nummer zwei akzeptieren muss, hatte wohl niemand auf der Rechnung. Doch wenn Ferrari den ersten Fahrer-Titel seit 2007 holen will, darf man nichts ausschließen. Zur Erinnerung: Damals waren Teamorder offiziell verboten. Ferrari orchestrierte seine Boxenstopps im Saisonfinale jedoch meisterhaft, um die Positionen der Fahrer zu tauschen. So konnte Räikkönen das Rennen und die Weltmeisterschaft gewinnen – mit einem einzigen Punkt Vorsprung. Vasseur hat jedenfalls schon deutlich gemacht, dass er im Zweifel nicht davor zurückschreckt, die Gleichberechtigung aufzuheben.
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“Wenn wir an einem bestimmten Punkt handeln müssen, werde ich handeln”, betonte der Franzose bereits 2023 auf seiner ersten Pressekonferenz als Ferrari-Teamchef. “Es spielt keine Rolle, wen von beiden es betrifft. Wenn es im Laufe der Saison notwendig wird, dann werde ich es tun.”

 
Formel1.de 

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