Warum BMW trotz Formel-1-Boom derzeit kein Interesse an der Königsklasse hat

Warum BMW trotz Formel-1-Boom derzeit kein Interesse an der Königsklasse hat

 

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Die Formel 1 boomt: Die Tribünen sind voll, das Interesse der Fans wächst, und immer mehr Hersteller wollen in der Königsklasse mitmischen. Cadillac, Ford und Audi sind in dieser Saison neu dabei, und auch BYD hat bereits Interesse am Einstieg bekundet. Nur BMW hält sich nach dem Formel-1-Aus Ende 2009 weiterhin fern.   BMW war zuletzt von 2006 bis 2009 mit Sauber in der Formel 1 vertreten

Und das wird trotz des neuen Reglements, das erfolgreich neue Hersteller angelockt hat, auch in den kommenden Jahren so bleiben. “Die Formel 1 ist für uns zu weit weg, zu sehr Labor und zu wenig auf Serienautos übertragbar”, sagt BMW-M-Geschäftsführer Franciscus van Meel im Gespräch mit der deutschen Plattform von Motor1.com. “Unsere Kunden und Fans mögen die Formel 1 durchaus, aber sie mögen auch den direkteren, seriennäheren Motorsport”, ergänzt der Niederländer. Aktuell engagiert sich BMW unter anderem mit dem M4 GT3 im Kundensport sowie mit dem M Hybrid V8 in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und in der amerikanischen IMSA-Meisterschaft.
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Diese Serien passen aktuell besser zur Philosophie. “Die Geschichte von M lautet, wir übertragen Motorsport in die Serie”, erinnert van Meel. “Und da passt die Formel 1 für uns einfach nicht hinein.” Heißt im Klartext: Wenngleich das kommende Antriebsreglement der Formel 1 noch nicht feststeht, hält BMW weiter am Langstreckensport fest. Formel 1 ermöglicht keinen direkten Technologietransfer “Und für uns geht es nicht nur um die WEC, sondern genauso um die IMSA”, sagt der BMW-M-Boss. “Die USA sind mit rund 40 Prozent unseres Volumens der wichtigste Einzelmarkt für BMW M. BMW ist in den USA über den Rennsport groß geworden. Deshalb ist die IMSA für uns extrem wichtig.” “WEC und IMSA passen auch deshalb zu uns, weil es einen direkten Technologietransfer gibt. Beim M Concept Neue Klasse sieht man beispielsweise Elemente aus dem M4 GT3, etwa die durchströmte Haube und den Diffusor. Die Leuchtgrafik kommt aus unserem LMDh-Rennwagen.” “Auch beim Antrieb gibt es Übertragungen”, verrät van Meel. “Wir fahren einen V8 Hybrid im Motorsport und haben V8 Hybride im M5 und XM. Teilweise arbeiten dieselben Ingenieure an diesen Antriebssträngen. Bestimmte Themen können wir über diese Rennserien seriennäher und schneller erproben.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Das wäre nicht möglich, wenn sich die Münchener künftig in der Königsklasse engagieren würden. “In der Formel 1 wäre das ein komplett separates Technologiezentrum, losgelöst vom Rest”, meint van Meel. Und genau deshalb ist ein Formel-1-Comeback von BMW derzeit nahezu ausgeschlossen.

 
Formel1.de 

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