Warum McLaren für 2030 (noch) keinen eigenen Formel-1-Motor baut

Warum McLaren für 2030 (noch) keinen eigenen Formel-1-Motor baut

 

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Bereits seit einiger Zeit hält sich das Gerücht, dass McLaren in Zukunft mit eigenen Motoren in der Formel 1 an den Start gehen könnte. Zwar verfügt man mit Mercedes-Aggregaten aktuell über die vielleicht besten Antriebe in der Königsklasse. Doch der Status als reines Kundenteam bringt auch gewisse Nachteile mit sich.  LAT Images McLaren wird auch in Zukunft mit Motoren von Mercedes fahren

So macht man bei McLaren seit Saisonbeginn beispielsweise kein Geheimnis daraus, dass man im Vergleich zum Mercedes-Werksteam noch Schwierigkeiten dabei hat, das Potenzial des komplett neuen Motors perfekt auszuschöpfen. “Die diesjährigen Motoren sind so radikal anders, dass es meiner Meinung nach logisch ist, dass das Werksteam zunächst selbst alles verstehen und herausfinden möchte”, erklärt McLaren-Boss Zak Brown gegenüber De Telegraaf.
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“Schließlich sind sie diejenigen, die zig Millionen Euro hineinstecken”, erinnert er. Das Mercedes-Werksteam habe daher auch jetzt “noch immer einen Vorsprung, aber bei Weitem keinen so großen mehr wie beim ersten Rennwochenende in Australien”, verrät Brown. “Unsere Beziehung zu Mercedes und deren Motorenabteilung HPP ist ausgezeichnet”, stellt er klar und betont: “Kurzfristig ist es für uns nicht ideal, aber über einen Zyklus von, sagen wir, fünf Jahren betrachtet, hält sich der Nachteil in Grenzen.” Er geht also davon aus, dass McLaren lediglich in der Anfangsphase des neuen Reglements einen Nachteil gegenüber dem Werksteam haben wird. Schließlich wurde man unter den alten Regeln 2024 und 2025 zweimal in Folge Konstrukteurs-Weltmeister mit Mercedes-Motoren. McLaren-Motoren “eher in zehn Jahren als in fünf” Für Brown gibt es daher keinen Grund, jetzt überstürzt ein eigenes Motorenprogramm für die Formel 1 aufzubauen. “Beim Motor erreichen wir relativ schnell nahezu dasselbe Niveau. Es ist also eine Abwägung zwischen Risiko und Ertrag”, erklärt er. “Man kann schließlich auch in einer Situation wie Aston Martin mit Honda landen”, erinnert Brown. “Und wir haben in diesem Jahr immerhin bereits zwei Rennen mit einem Mercedes-Motor gewonnen”, ergänzt er zudem. Zwar habe man intern darüber gesprochen, künftig wie Red Bull eigene Motoren zu bauen, sagt Brown. Bereits im Sommer hatte er in diesem Zusammenhang erklärt: “Wann immer ein neues Reglement erscheint, werden wir prüfen, ob es technisch interessant ist.” Baku eskaliert: Colapinto-Crash, Russell vs. Verstappen & Horner-Interview Video wird geladen…  

Nun zeichnet sich langsam ab, wie die Formel-1-Antriebe ab der Saison 2030 aussehen werden, doch laut Brown wird McLaren zumindest da noch nicht als Motorenhersteller mit an Bord sein. “Ich sehe das eher in zehn Jahren als in fünf”, sagt er über ein mögliches Motorenprojekt.
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“Vor allem, wenn die neuen Motoren bereits 2030 eingeführt werden, haben wir nicht genügend Zeit, um es selbst zu machen”, erklärt Brown ganz pragmatisch. Bereits im Sommer hatte er betont: “Priorität Nummer eins ist es, bei Mercedes zu bleiben.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Formel 1
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Der aktuelle Motorendeal mit Mercedes läuft ohnehin noch bis zum Ende der Formel-1-Saison 2030.

 
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