Was steckt genau hinter dem Miami-Durchbruch von Franco Colapinto?

Was steckt genau hinter dem Miami-Durchbruch von Franco Colapinto?

 

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Laut Pierre Gasly und Colapinto wurde Alpine in den letzten Wochen vor der Sommerpause von den Racing Bulls überholt. Beide Fahrer betonen, dass dies schlicht an der Weiterentwicklung des Fahrzeugs liege: Das Red-Bull-Schwesterteam habe mehr und zudem wirksamere Upgrades gebracht als die Mannschaft aus Enstone.  Sutton Images Franco Colapinto hat sich im Saisonverlauf deutlich gesteigert

Entsprechend groß sind die Hoffnungen, die Alpine nun in das eigene Upgrade-Paket für Zandvoort setzt. Auf persönlicher Ebene hat Colapinto seit der Aprilpause jedoch seinen Rhythmus gefunden. Zuvor war der Rückstand auf Gasly oft größer als er sich das gewünscht hatte, doch seit dem Rennen in Miami fuhr der Argentinier fünfmal in die Punkte und überquerte die Ziellinie an den Sonntagen viermal vor seinem französischen Teamkollegen.
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Diese Ergebnisse passen wieder zu dem Gefühl, das Colapinto bei den Wintertests in Bahrain hatte. Die ersten Rennwochenenden danach hatten sich allerdings als zäh erwiesen – ein Leistungseinbruch, den sich Colapinto und das Team damals nur schwer erklären konnten. Gefühl gut, Pace nicht “Ich glaube, mit einem neuen Auto – beziehungsweise dann mit zwei neuen Autos – zu fahren, war etwas anderes als beim Testen. Bei den Wintertests habe ich mich extrem stark und wohl gefühlt, aber sobald wir für die ersten Rennen auf zwei Autos umgestiegen sind, hatte ich wirklich zu kämpfen”, erklärt Colapinto im exklusiven Gespräch mit der globalen Ausgabe von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von im Motorsport Network. Auf die Frage, was genau sich veränderte, als das Team für Melbourne auf zwei Chassis umstellte, stellt Colapinto klar: Es ging weniger darum, wie sich das Auto anfühlte, sondern vielmehr darum, was die Stoppuhr anzeigte. “Es war nicht so, dass das Gefühl weg war – vor allem die Pace war weg.” “Ich habe mich im Auto nach wie vor gut gefühlt, aber wenn ich auf die Rundenzeiten geschaut habe, war das der Punkt, den ich nicht wirklich verstehen oder begreifen konnte”, so der Argentinier. Zwischenzeugnisse: Die besten Formel-1-Fahrer zur Sommerpause

Das machte die Analyse der ersten Rennwochenenden extrem schwierig. Colapinto betont, dass er sich hinter dem Steuer zwar weiterhin wohlfühlte, sich dieses Fahrgefühl aber schlicht nicht mehr in den Rundenzeiten widerspiegelte, die er eigentlich erwartet hätte. “Ich glaube, das Wichtigste für einen Fahrer ist es, immer zu verstehen, warum die Dinge passieren. Und um ehrlich zu sein: In den ersten Rennen konnte ich es sehr oft einfach nicht nachvollziehen.”
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In Miami erhielt Colapinto schließlich ein neues, leichteres Chassis – wobei er betont, dass er damit nicht andeuten wolle, mit dem vorherigen hätte etwas nicht gestimmt. Das Problem war im Gesamtpaket von Alpine schlicht schwer zu isolieren. “Ich weiß nicht, ob etwas nicht gestimmt hat. Aber als wir nach den ersten drei Rennen das gesamte Paket zusammengebracht haben, wurde einfach alles besser – und das halbe Zehntel, das ich pro Kurve verloren hatte, war plötzlich weg.” “Es ist schwer zu sagen, was genau passiert ist oder woran es lag. Wenn man viele Dinge gleichzeitig ändert, kann man nur schwer sagen: Das ist genau der Grund, warum wir jetzt schneller sind”, so der Alpine-Pilot. “Das ist wie bei mehreren Set-up-Änderungen: Wenn man danach schneller ist, weiß man auch nicht genau, welche Anpassung den größten Fortschritt gebracht hat.” Größere Analyse in der Aprilpause Das große Upgrade-Paket und das neue Chassis spielten beide eine Rolle – wobei das Team glaubt, dass Letzteres auch einen psychologischen Effekt hatte. Zudem trug die Aprilpause zu dem bei, was man als den Durchbruch von Miami bezeichnen kann.
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In diesem rennfreien Monat hatten Colapinto und die Ingenieure mehr Zeit, sämtliche Daten im Detail zu analysieren. Der Argentinier hebt hervor, dass man vor allem beim Energiemanagement, einem der Schlüsselfaktoren der Saison 2026, große Fortschritte erzielt habe: “Ja, ich denke, das Energiemanagement ist ein Schlüsselelement, bei dem wir mittlerweile wirklich sehr konstant sind.” Alpine, die Vierte: Warum sollte Fernando Alonso das tun, Marc Surer? Video wird geladen… Fernando Alonso will nochmal Weltmeister werden. Muss er dafür schon wieder das Team wechseln?

“In Japan habe ich von einer Runde auf die andere vier Zehntel verloren – nur weil ich die Energie anders abgegeben habe oder beim Herausbeschleunigen aus der letzten Kurve anders am Gas war”, sagt er. “Ich glaube, nach diesem Rennen sind wir darin viel konstanter geworden. Das ist einer der Schritte, die wir als Team gemacht haben.”
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“Und was mich persönlich angeht: Ich war in Japan wohl auch ziemlich unkonstant. Diese Erkenntnisse haben mir also enorm geholfen.” Meistgelesen in unserem Netzwerk DTM
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All das hat dazu beigetragen, dass Colapinto den nächsten Schritt machen und wieder auf Augenhöhe mit Gasly fahren konnte. Der nächste Entwicklungsschritt von Alpine soll nun in Zandvoort folgen: Mit diesem Upgrade-Paket hofft der französische Rennstall, die richtige Antwort auf Racing Bulls zu finden und generell mehr Pace nachzulegen.

 
Formel1.de 

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