Was uns bei den ersten drei Rennen am meisten überrascht hat
| . | . | . |
Dass Mercedes einen guten Start in die Formel-1-Saison 2026 hinlegen würde, das erwarteten viele Experten bereits lange vor den ersten Testfahrten im Winter. Allerdings bescherten uns die ersten drei Rennen der neuen Ära in der Königsklasse auch einige Überraschungen. circuitpics.de Red Bull gehört zu den großen Enttäuschungen der Saison 2026
Nach den ersten drei Saisonrennen ziehen unsere Redakteure eine erste Bilanz und verraten, was sie im Formel-1-Jahr 2026 bislang am meisten überrascht hat – in positiver und natürlich auch in negativer Hinsicht. Ruben Zimmermann: Red Bull ist nur noch im Mittelfeld Dass Red Bull zu Beginn der neuen Regelära nicht ganz vorne dabei sein würde, das sollte zugegebenermaßen niemanden überraschen. Auch ich selbst habe vor der neuen Saison immer darauf hingewiesen, dass es mehr als unwahrscheinlich wäre, mit dem ersten eigenen Motor sofort ganz vorne zu sein.
//jseAo3c(“Rect”);
Die Bullen nach den ersten drei Rennen nur auf dem sechsten WM-Rang zu sehen, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet. Natürlich wäre man weiter vorne, wenn Isack Hadjar in Australien und Max Verstappen in China nicht jeweils mit einem Defekt ausgefallen wären. Fakt ist allerdings, dass Red Bull auch ganz unabhängig von der Weltmeisterschaft aktuell näher am Mittelfeld als an der Spitze der Formel 1 liegt. In Japan hing Verstappen bis zum Rennende hinter Pierre Gasly im Alpine fest, und auch zuvor in China lag der Niederländer hinter Oliver Bearman im Haas, als sein RB22 den Geist aufgab. Ralf Schumacher: Warum Verstappens Absturz Hamilton in die Karten spielt Video wird geladen… Lewis Hamilton zeigt in der neuen Formel-1-Saison plötzlich wieder starke Leistungen und ist bei Ferrari deutlich näher an Charles Leclerc dran.
Ja, vermutlich wurde Red Bull in den ersten Rennen des Jahres etwas unter Wert geschlagen. Trotzdem ist es überraschend, dass die Gegner der Bullen aktuell offenbar die Kundenteams Alpine und Haas und nicht die Werksrennställe von Mercedes und Ferrari sind. Am Motor allein kann man das nicht festmachen, denn die Racing Bulls haben in der Weltmeisterschaft mit der gleichen Powerunit lediglich zwei Zähler weniger auf dem Konto. Und zuletzt in Japan schaffte es Arvid Lindblad sogar in Q3, während für Verstappen bereits in Q2 Feierabend war. Auch bei Red Bull selbst macht man kein Geheimnis daraus, dass die größten Probleme im Bereich des Chassis liegen. Ob auch eine möglicherweise nachlassende Motivation von Verstappen, der sich nicht mit dem neuen Reglement anfreunden kann oder will, eine Rolle spielt, sei einmal dahingestellt. So oder so ist es zwar keine große Sensation, dass Red Bull aktuell nicht ganz vorne in der Formel 1 mitkämpfen kann. Dass der Rückstand auf die Spitze zu Saisonbeginn so riesig sein würde, das war allerdings nicht abzusehen. Norman Fischer: Was ist mit James Vowles’ Ankündigungen? Eigentlich hatte ich gedacht, dass die schwierigsten Zeiten hinter Williams liegen – Zeiten, in denen man Deadlines und Tests verpasste und dem kompletten Feld hinterherfuhr. Aber irgendwie scheint man wieder dort angekommen zu sein.
//jseAo3c(“Rect”);
Bislang lief unter Teamchef James Vowles eigentlich alles darauf hinaus, dass der einstige Traditionsrennstall wieder den Anschluss nach oben findet. Carlos Sainz hatte der smarte Brite überzeugt – und mich eigentlich auch. Der fünfte Platz im Vorjahr war aus meiner Sicht eine positive Überraschung. Denn Vowles hatte immer wieder betont, dass der Fokus komplett auf dem neuen Reglement 2026 liegen würde – 2025 war da nur Beiwerk. Trotzdem schaffte man es, die starke Mittelfeldkonkurrenz – selbst der Vorletzte hatte 70 Punkte – hinter sich zu lassen. Die erfolgreichsten Konstrukteure der Formel 1
Dementsprechend war ich auch optimistisch, dass das Team seinen positiven Trend weiter fortsetzen kann, auch wenn ich definitiv nicht damit gerechnet habe, dass man die Topteams schon angreifen könnte.
//jseAo3c(“Rect”);
Doch Williams ist für mich neben Aston Martin die negative Überraschung des Jahres. Dass man die Shakedown-Woche in Barcelona auslassen musste, war schon kein gutes Zeichen – aber ein guter Hinweis für den Saisonstart. Mit dem übergewichtigen FW47 können Alexander Albon und Carlos Sainz aktuell keinen Blumentopf gewinnen. Die beste Platzierung im Qualifying war bislang Position 15, die Punkte in China ein absolutes Geschenk.
//jseAo3c(“Rect”);
Die Fahrer müssen zaubern, wenn sie es aus Q1 raus schaffen wollen. Die einzigen Autos, die man im Griff hat, sind Neuling Cadillac und das arg gebeutelte Aston-Martin-Team. Das passt überhaupt nicht zum Selbstverständnis eines James Vowles – und schon gar nicht zu seinen Ansagen. Sönke Brederlow: Alpine und Haas als schärfste Verfolger Alpine und Haas zählen nach den ersten drei Rennen der Saison zu den positiven Überraschungen: Beide Teams kämpfen derzeit um die Rolle des “Best of the Rest”, direkt hinter Mercedes, Ferrari und McLaren. Damit war im Vorfeld nicht zwingend zu rechnen, auch wenn sich in den Testfahrten bereits ein erster Trend abgezeichnet hatte. Zugegeben: Alpine hatte die Vorsaison frühzeitig abgeschrieben, um den Fokus voll auf die Entwicklung für 2026 zu legen. Diesen Ansatz verfolgten allerdings auch Williams und Aston Martin – mit deutlich weniger überzeugenden Ergebnissen. Nach einem holprigen Auftakt in Australien wirkt Alpine inzwischen stabil und konkurrenzfähig, was sich auch in den Aussagen von Pierre Gasly widerspiegelt.
//jseAo3c(“Rect”);
Der Franzose bezeichnete den A526 sogar als “bestes Auto seiner bisherigen Karriere” und hat für den weiteren Saisonverlauf bereits klare Ambitionen in Richtung Ferrari formuliert. Entscheidend wird nun sein, ob Alpine den Abstand zur Spitze wirklich reduzieren kann, um die etablierten Topteams zumindest gelegentlich ärgern zu können. Formel-1-Quiz
In der Formel 1 holte das Team Alpine wie viele Punkte?
9199 876 536 4624 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Für Bearman verlief das Wochenende in Suzuka schwierig und endete letztlich in einem schweren Unfall. Vieles spricht jedoch dafür, dass es sich um einen einmaligen Rückschlag handelt, denn das Grundpaket des Haas VF-26 ist offenbar ebenfalls konkurrenzfähig. Entsprechend interessant wird die Frage, welcher der beiden Fahrer sich in diesem spannenden Mittelfeld-Duell durchsetzen kann. Zudem halte ich es für durchaus realistisch, dass sowohl Gasly als auch Bearman in dieser Saison bei turbulenten Rennverläufen in Schlagdistanz zu einem Podium kommen könnten. Ich würde es mir sogar wünschen, denn beide Teams haben über die Winterpause sichtbare Fortschritte erzielt – und sollten dafür auch belohnt werden. Stefan Ehlen: Bei Aston Martin/Honda läuft gar nichts Ich bin ehrlich gesagt erschüttert, wie schlecht Aston Martin dasteht. Dass man bei einem neuen technischen Reglement nicht alles sofort richtig macht, liegt in der Natur der Sache. Aber dass dort nicht mal die Basics stimmen und man nur mit Mühe und Not beim dritten Grand Prix zum ersten Mal überhaupt die Renndistanz schafft – das ist hart.
//jseAo3c(“Rect”);
Keine Frage: Von Aston Martin hatte ich deutlich mehr erwartet. Wer wie Lawrence Stroll mit dem Selbstverständnis antritt, alsbald Weltmeister zu sein, die modernsten Werksanlagen besitzt und mit Adrian Newey den besten Formel-1-Designer der vergangenen drei Jahrzehnte beschäftigt, der muss mehr erreichen als Platz 17 im Qualifying und im Rennen. Von einem de facto Werksteam erwarte ich außerdem, dass es als eine Einheit funktioniert. Denn genau das ist ja die entscheidende Stärke eines exklusiven Antriebsdeals: eine maßgeschneiderte Lösung zu haben. “Der Fisch stinkt vom Kopf” | Aston Martin in der Krise! Video wird geladen… Der Saisonauftakt in Melbourne wurde für Aston Martin zum Debakel.
Wie aber kann das Formel-1-Team Aston Martin dann so krass an Antriebshersteller Honda vorbeileben, dass man erst vier Monate vor Saisonbeginn auf den Trichter kommt, dass die Antriebsentwicklung völlig aus dem Ruder gelaufen ist? Hat man denn vorher gar nicht miteinander gesprochen? Oder hat die eine Seite die andere Seite schlicht ignoriert?
//jseAo3c(“Rect”);
Ich sehe hier erstens ein Kommunikationsproblem und zweitens ein Versagen auf ganzer Linie in der technischen Zusammenarbeit. Und da haben beide Seiten mitgebaut: Aston Martin, weil es sich offenbar nicht dafür interessiert hat, was Honda tut. Honda, weil es zu lange vor sich hingewurschdelt hat. Und Adrian Newey, weil er als technischer Leiter nicht gesehen hat, dass hier etwas nicht passt. Das Ergebnis ist ein historisch schwaches Auftreten in den ersten Saisonrennen. Wenn man als Team mit über 30-jähriger Formel-1-Historie (Jordan ist der Urahn des heutigen Aston Martin) gegen Formel-1-Neueinsteiger Cadillac verliert, der das alles zum ersten Mal macht, dann spricht das Bände – und sagt nichts Gutes über das gesamte Projekt von Aston Martin und Honda. Alexis Hoffmann: Wo bleibt die Gelassenheit der Fans? Die Formel 1 ist ein Zirkus. Schon in den 70ern und 80ern hat man hierzulande über Schein und Sein des Grand-Prix-Sports diskutiert, zu Zeiten, als Hans-Joachim Stuck noch von der “englischen Mafia” sprechen konnte.
//jseAo3c(“Rect”);
Inzwischen liegt der Fokus in den Debatten auf der Essenz des Sports, der Herausforderung an den modernen Formel-1-Fahrer, definiert durch ein abstrus konzipiertes Regelwerk. Die Wut der Fahrer ist nachvollziehbar, die Frustration von allen Seiten offensichtlich. Und trotzdem: Die Fähigkeit, sich über einen Monat lang pausenlos über die künstliche Natur der Königsklasse des Motorsports aufzuregen, sorgt bei mir für Verwunderung. Spätestens nach dem Großen Preis von Japan hätte ich etwas Entspannung erwartet. “Die Regeln sind Mist, lasst uns das Beste daraus machen, fertig”. Stattdessen steht die Formel 1 vor ihrer größten Zerreißprobe seit Jahren. Sogar die Lichtgestalt der Roten Bullen kokettiert öffentlich mit dem Rücktritt.
//jseAo3c(“Rect”);
Und das, obwohl all die Einzelteile dieser Geschichte kein Novum darstellen. Künstliche Überholmanöver? Ich erinnere an DRS oder KERS. Zu großer Einfluss durch Automobilkonzerne? Max Mosley und Bernie Ecclestone hätten Stunden darüber erzählen können. Ein Reglement, welches bizarre Fahrstile belohnt? Traktionskontrollen, aktive Radaufhängungen oder Reifenkriege haben ebenfalls merkwürdige Szenen verursacht. Letztlich haben wir alle die Option, das Geschehen rund um die Formel 1 zu ignorieren, anstatt uns mit den Klagen über den Karneval des Grand-Prix-Sports im Kreis zu drehen. Es überrascht mich wirklich, wie viel Ausdauer die Kritiker des Konzepts an den Tag legen. Und am Ende bleiben es 22 der besten Piloten weltweit, die sich in den anspruchsvollsten Boliden des Planeten auf zahllosen Kursen rund um den Erdball bei 300 km/h messen. Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
Livestream 24h Qualifiers Nürburgring: Die Rennen mit Max Verstappen live!
Formelsport
IndyCar Long Beach 2026: Mick Schumacher rollt im FT1 mit Defekt aus
Formel 1
24h-Sieger Bernd Mayländer gibt Max Verstappen einen wichtigen Ratschlag
Formel 1
Mick Schumacher überzeugt: Formel 1 wird Reglement-Probleme beheben
Bleiben wir gespannt, wie lang der Atem des kritischen Publikums wirklich ist.
Formel1.de
En güncel Motorsporları haberleri için sosyal medyada TRmotosports’u takip edin.





