Was vom Österreich-Update bei Red Bull zu erwarten ist – und was nicht
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Das neue Formel-1-Reglement sorgt in diesem Jahr für einen besonders intensiven Entwicklungskampf, denn selten zuvor haben die Update-Pakete das Kräfteverhältnis der Teams so stark verschoben wie in den ersten Rennen der Saison. Sutton Images Red Bull will in Österreich am liebsten an Ferrari vorbeiziehen, aber …
Beim Rennen in Barcelona brachte Ferrari eine große Ausbaustufe mit, die offenbar Wirkung zeigte. Die Italiener setzten Mercedes unter Druck und feierten den ersten Saisonsieg durch Lewis Hamilton. Beim Großen Preis von Österreich könnte nun Red Bull an der Reihe sein, denn die Bullen planen ein umfangreiches Upgrade für den RB22. Doch bringt dieses Paket den erhofften Befreiungsschlag? “Das typische Bild dieser Saison sind diese Leistungsschwankungen, je nachdem, wer gerade ein Upgrade bringt”, erklärt Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies. “Ferrari hat einen großen Schritt gemacht.”
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“Unser nächster großer Wurf kommt offensichtlich in Österreich. Aber am Ende zählt nur die reale Rundenzeit auf der Strecke. Alle in Milton Keynes haben extrem hart für dieses Paket geschuftet.” Für Red Bull handelt es sich um das zweite große Upgrade des Jahres. Das in Miami eingeführte Paket beinhaltete ein komplettes Redesign der Seitenkästen sowie eine eigene Interpretation eines rotierenden Heckflügels – ein Konzept ähnlich dem von Ferrari, das Teamchef Frederic Vasseur scherzhaft als “Macarena”-Flügel getauft hatte. Red Bull plant weitere Gewichtsreduktion des RB22 Welche Komponenten für das bevorstehende Rennen in Spielberg modifiziert werden, ist ein Geheimnis. Mekies glaubt jedoch nicht, dass dieser Schritt allein ausreicht, um Red Bull wieder in den echten Kampf um Grand-Prix-Siege gegen Mercedes und Ferrari zu hieven. Nach Sieg 106: Greift Lewis Hamilton jetzt die WM an? | Rennen F1 Barcelona 2026 mit @DaveGaming Video wird geladen…
“Das Österreich-Paket allein nicht reichen wird”, stellt der Franzose klar. “Wir wissen, dass noch weitere Schritte folgen müssen. Wichtig ist aber, dass wir den Aufwärtstrend seit der Zeit nach Japan fortsetzen und den Rückstand weiter verkürzen.” “Wir wollen nicht mehr über vier Zehntel sprechen müssen, sondern hoffentlich über deutlich weniger.” Diese vier Zehntel pro Runde sind der Wert, den Red Bull laut Mekies’ Berechnungen derzeit auf die Konkurrenz verliert. Nach dem Großen Preis von Miami betonte der Franzose, dass sein Team den Rückstand zur Spitze durch das erste Upgrade bereits halbiert habe. Ein großer Vorteil des Österreich-Updates könnte eine weitere Gewichtsreduzierung sein: Es gilt als offenes Geheimnis, dass der Red Bull nach wie vor über dem reglementierten Mindestgewicht von 768 Kilogramm liegt, obwohl schon das Miami-Paket für eine Reduzierung gesorgt hatte.
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Im Mai verriet Red-Bull-Technikchef Pierre Wache gegenüber Motorsport.com, einer Schwesterplattform von im Motorsport Network, dass man das Mindestgewicht mit den neuen Teilen für Österreich punktgenau erreichen wolle. LAT Images Der RB22 von Red Bull ist aktuell noch viel zu schwer
Auf das Thema Gewicht nach dem Barcelona-Wochenende angesprochen, wich Mekies der Frage jedoch mit einem Augenzwinkern aus. “Weniger essen!”, scherzte er auf die Frage, ob der Plan noch stehe. “Das ist mein Plan. Mein ganz persönlicher Plan für Österreich!” “Hoffentlich werden wir dort leichter. Das österreichische Essen ist gut, ich weiß”, sagte der Teamchef mit einem Grinsen, verriet dann allerdings: “Aber der Plan sieht vor, dass das Auto dort etwas weniger in sich hineinschaufelt und eine kleine Diät einlegt.” Red Bull: “Ferrari hat einen sehr guten Schritt gemacht” Mekies zeigte sich vom Ferrari-Update in Barcelona sichtlich beeindruckt und stellte fest, dass der anfängliche Vorsprung, den Mercedes in den ersten Rennen der neuen Saison noch hatte, langsam dahinschmilzt. Red Bull selbst war in Barcelona längst nicht so konkurrenzfähig wie auf anderen Strecken, weil das Layout die Schwachstellen des RB22 schonungslos offenlegte.
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Max Verstappen erlebte in Spanien “ein einsames Rennen” und kam mit fast 20 Sekunden Rückstand auf Lando Norris als Vierter ins Ziel. Isack Hadjar verlor beim Start wertvollen Boden, betrieb als Sechster aber noch Schadensbegrenzung. Dem Team fehlte schlichtweg der Speed, um mit Mercedes, Ferrari und McLaren mitzuhalten – auch wenn man dem restlichen Mittelfeld weiterhin komfortabel enteilte. Barcelona: Die Fahrernoten von Marc Surer und der Redaktion
“Chapeau an sie für den ersten Sieg mit Lewis”, zollt Mekies der Konkurrenz Respekt. “Der Abstand zwischen Mercedes und den Verfolgern ist in den letzten Rennen kontinuierlich geschrumpft. Ferrari ist mit seinem Paket ein echter Sprung nach vorne gelungen.”
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“Und wenn man auf einer Strecke wie Barcelona gewinnt, sagt das eine Menge über die Qualität von Chassis und Power-Unit aus”, meint der erfahrene Formel-1-Ingenieur. “Wir kämpfen da vorne in den Top 4 mit. Nicht jedes Streckenlayout erlaubt es uns, um das Podium mitzufahren.” Red Bull hat “Realitätscheck” in Spanien erwartet “In Kanada und Monaco war das drin, hier [in Barcelona] eben nicht. Das muss man so akzeptieren. Trotzdem glaube ich, dass wir ohne das Drama in den letzten Runden [und den Ausfall von Kimi Antonelli] heute einen Ferrari und einen McLaren hätten schlagen können. Mehr war einfach nicht drin.” Red Bull habe diesen “Realitätscheck” in Barcelona allerdings erwartet. “Es ist die erste Strecke mit einer langen Geraden sowie mittelschnellen und schnellen Kurven seit einer gefühlten Ewigkeit. Nach China und Japan war es das erste Mal, dass wir wieder auf einen solchen Kurs zurückkehren”, betont Mekies.
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“Wir haben also definitiv mit einer anderen Performance gerechnet als noch in Monaco, wo wir plötzlich um die Poleposition kämpfen konnten. Trotzdem zeigt dieses Wochenende unseren Fortschritt. Denn wir reden hier über drei oder vier Zehntel Rückstand auf die Pole beziehungsweise auf das, was man für den Rennsieg braucht. Zu Saisonbeginn sah das auf solchen Strecken noch ganz anders aus.” Meistgelesen in unserem Netzwerk Langstrecke
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“Es gibt zweifellos noch eine Lücke – sowohl auf der Motorenseite als auch beim Chassis. Und genau das müssen wir als Nächstes anpacken”, sagt der Red-Bull-Teamchef. “Jetzt geht es längst nicht mehr um die eine Wunderwaffe. Wir müssen überall ein bisschen Performance finden: in den mittelschnellen Kurven, den schnellen Ecken, auf den Geraden und so weiter.” Trotz Update wird es für Red Bull in Österreich deshalb nicht einfach.
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