Wer hat vergangene Nacht am besten geschlafen? Isack Hadjar

Wer hat vergangene Nacht am besten geschlafen? Isack Hadjar

 

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Der 21-jährige Franzose holte in Monaco sein zweites Formel-1-Podium und das erste für sein neues Team. Hat Red Bull damit endlich sein Problem mit dem zweiten Fahrer gelöst?  Sutton Images Isack Hadjar holte den dritten Platz in Monaco

Das letzte Podium für Red Bull, das nicht von Max Verstappen erzielt wurde, datierte vom 21. April 2024, als Sergio Perez in Shanghai Dritter wurde. Es war das vierte Podium des Mexikaners in den ersten fünf Rennen jener Saison und vermittelte den Eindruck, dass das Team aus Milton Keynes endlich die gewünschte Konstanz auf der zweiten Fahrzeugseite gefunden hatte. Doch seine Leistungen ließen schnell nach und brachen gegen Ende des Jahres komplett ein. Das Problem auf der zweiten Fahrzeugseite Liam Lawson übernahm das Cockpit, musste es jedoch bereits nach zwei Rennen der folgenden Saison wieder für Yuki Tsunoda räumen. Auch der Japaner konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Dabei waren die Anforderungen überschaubar: regelmäßig Punkte sammeln, Fehler vermeiden und das Team unterstützen.
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Nach den zahlreichen Fahrerwechseln schien die zweite Position neben Verstappen beinahe verflucht. Kaum ein Fahrer konnte dauerhaft mit dem auf den Weltmeister zugeschnittenen Auto zurechtkommen. In Monaco lieferte Isack Hadjar nun das bislang überzeugendste Argument dafür, dass dieser Eindruck zumindest vorerst der Vergangenheit angehören könnte. Warum Hadjar bislang überzeugt Bemerkenswert an der Saison von Hadjar ist, dass er genau das tut, was man von einem talentierten Nachwuchsfahrer in seinem ersten Jahr bei einem Topteam erwarten würde. Er macht Fehler, zeigt aber auch die Fähigkeit, sich davon zu erholen.  Sutton Images Hadjar jubelt gemeinsam mit dem Team

Ein Beispiel dafür war sein Unfall im ersten Freien Training von Monaco. Für manche Fahrer wäre dies der Beginn eines schwierigen Wochenendes gewesen. Hadjar fing sich jedoch schnell wieder. “Ich glaube, ich habe mehr als die Hälfte einer Session verpasst”, sagte er nach dem Qualifying. “Im zweiten Training war das Auto repariert und mein Selbstvertrauen musste wieder aufgebaut werden. Es war einfach ein schrecklicher Tag. Aber ich habe das dritte Training heute Morgen bestmöglich genutzt und ehrlich gesagt war das Qualifying Schadensbegrenzung.” Selbstkritik statt Ausreden Ein fünfter Startplatz wäre auch ohne den Rückschlag vom Freitag ein ordentliches Ergebnis gewesen. Dennoch blieb Hadjar seiner Linie treu und vermied jede Form von Selbstzufriedenheit.
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Das unterscheidet ihn von einigen seiner Vorgänger. Statt nach Erklärungen oder Entschuldigungen zu suchen, geht er mit sich selbst meist sehr kritisch um. Nach schlechten Tagen spricht er offen über eigene Fehler, nach guten Tagen vermeidet er große Worte. Im Rennen profitierte Hadjar zwar auch von Problemen seiner Konkurrenten, doch sein Podium war keineswegs nur das Ergebnis günstiger Umstände. Lob von Teamchef Mekies “Er hatte im ersten Training einen großen Rückschlag, als er das Auto beschädigte”, erklärt Laurent Mekies nach dem Rennen. “Das Team hat fantastische Arbeit geleistet, um das Auto wieder einsatzbereit zu machen und ihm noch Zeit im zweiten Training zu ermöglichen.”  circuitpics.de Laurent Mekies beeindruckt von Hadjars Mind-Set

Besonders beeindruckt zeigte sich Mekies von der Reaktion seines Fahrers: “Ehrlich gesagt hat er uns das zurückgezahlt, indem er sich neu fokussiert und sein Selbstvertrauen zurückgewonnen hat. Nicht sofort im zweiten Training, aber über das dritte Training hinweg und schließlich mit einer sehr starken Qualifying-Leistung.” Schwierigkeiten bis ins Ziel Auch das Rennen verlief nicht ohne Schwierigkeiten. “Wir hatten schon relativ früh im Rennen mehrere Probleme mit dem Auto”, berichtet Mekies. “Wir hatten deutlich weniger Motorleistung, was Auswirkungen auf das Energiemanagement und andere Bereiche hatte. Die Probleme wurden nach seinem Ausflug durch die Auslaufzone der Schikane noch größer. Trotzdem hat er sich bis auf Platz drei gerettet.”
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Hadjar selbst verriet anschließend, dass die Schwierigkeiten größer gewesen seien, als von außen erkennbar war. “Ich hatte während des Rennens mit mehr Problemen zu kämpfen, als die Leute denken.” Trotzdem brachte er den dritten Platz sicher ins Ziel und bescherte seinem Team das erste Podium auf dieser Fahrzeugseite seit mehr als zwei Jahren. Mehr als nur ein Podium? Meistgelesen in unserem Netzwerk Formelsport
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Ob Hadjar damit tatsächlich die langfristige Lösung für Red Bulls zweites Cockpit gefunden hat, bleibt abzuwarten. Sein Auftritt in Monaco zeigte jedoch, dass er Rückschläge wegstecken, technische Probleme bewältigen und unter Druck liefern kann. Genau diese Eigenschaften hatten auf dieser Position zuletzt oft gefehlt.

 
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