Widersprüchliche Daten: Warum Hülkenberg ohne Strafe davonkommt!
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Nico Hülkenberg musste beim Qualifying zum Formel-1-Rennen in Singapur (hier live im Ticker verfolgen) wieder einmal mit dem elften Platz vorliebnehmen. Diesen Platz kennt sein Audi-Team zur Genüge: Bereits zum zehnten Mal landete einer der Audi-Piloten in diesem Jahr in einem [Sprint-]Qualifying auf dem undankbaren elften Platz. Hinzu kommen bereits acht elfte Plätze im Rennen am Sonntag. LAT Images Für Audi gab es zum zehnten Mal in einer Qualifikation Platz elf
Eine gute Nachricht gab es weit nach Ende des Qualifyings aber doch: Zumindest darf Hülkenberg den elften Platz behalten und wird nicht strafversetzt. Er musste sich noch vor den Kommissaren verantworten, die ihm vorwarfen, Williams-Pilot Carlos Sainz in Q2 in Kurve 5 aufgehalten zu haben. Hülkenberg selbst sagt, dass er von seinem Team nicht über Sainz informiert wurde, was der Spanier selbst gut nachvollziehen kann: “Nico tut mir leid, denn ich glaube, man hat ihm über Funk nicht gesagt, dass ich gerade eine schnelle Runde beginne”, so der Williams-Pilot.
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“Das Gleiche ist mir selbst in Madrid passiert: Wenn das Team dir nichts sagt, weißt du einfach nicht, ob von hinten jemand auf einer Push-Lap angefahren kommt. Du nimmst an, dass alle hinter dir die Runde gerade beendet haben, weil du selbst sie eben beendet hast – und dann bin ich in Kurve 5 auf ihn aufgelaufen”, so Sainz. “Schade für ihn und schade für mich.” Doch am Ende sprachen die Kommissare keine Strafe aus, obwohl Sainz vom Deutschen behindert worden war. Dass Sainz behindert wurde, stand für sie nicht zur Debatte. Die Frage war, ob der Spanier “unnötig” behindert worden war. Audi bekam falsche Daten angezeigt Hülkenbergs Glück lag hierbei wieder einmal an falschen Daten, die das Team erhalten hatte. Denn aufgrund von Zeitnahmeinformationen, die vom offiziellen Zeitnahmeanbieter stammten und die es abonniert hatte, glaubte sein Team, dass Sainz bereits die Zielflagge gesehen hatte. Dies habe man auch Hülkenberg am Funk mitgeteilt, der somit nicht wissen konnte, dass der Williams auf einer schnellen Runde war. “Die Sportkommissare erkennen die Tatsache an, dass die vom Team herangezogenen Daten das Team zu der berechtigten Annahme veranlassten, dass Auto 55 (Sainz; Anm. d. Red.) die Zielflagge erhalten hatte. In der Tat ging aus den Funkprüfungen von Auto 55 hervor, dass dessen Team auf der Grundlage derselben Daten zu derselben Annahme gelangt war”, heißt es seitens der Kommissare. “Das Missverständnis ließ sich darauf zurückführen, dass die von den Teams anfänglich empfangenen Informationen nicht vollständig synchronisiert waren und erst nach kurzer Zeit korrekt dargestellt wurden.” Richtiggestellt wurde es erst dann, als Sainz bereits direkt hinter Hülkenberg war, “was dem Team jede zumutbare Möglichkeit nahm, die an den Fahrer übermittelte Information zu korrigieren”. Formel-1-Quiz
Wie viele Rennen konnte Nico Hülkenberg in der Formel 1 anführen?
1 11 19 3 Teste Dich jetzt im Formel-1-Quiz und vergleiche Dich mit anderen Usern Nach Einschätzung der Kommissare war es für Audi nicht unbegründet, sich auf die Daten des offiziellen Zeitnahmeanbieters zu verlassen, obwohl dem Team auch die offiziellen Zeitnahmedaten zur Verfügung standen, die im Widerspruch dazu standen.
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“Auf Grundlage der objektiven Tatsachen stellten die Sportkommissare fest, dass Auto 55 unnötig behindert wurde. Es lagen in diesem Fall jedoch außergewöhnliche milderne Umstände vor, da der Vorfall darauf zurückzuführen war, dass sich das Team auf Informationen verließ, die für einen kurzen Zeitraum widersprüchlich waren.” Daher entschied man sich gegen eine Strafe. Hülkenberg: Haben alles reingeworfen Nach dem Erfolgsmoment im Sprint, wo Hülkenberg mit Rang sieben zwei (wenn auch glückliche) Zähler mitnehmen konnte, waren die Top 10 im Qualifying für Audi in Singapur nicht möglich. Denn laut Hülkenberg habe er selbst eine saubere Session gefahren. “Wir haben in Q2 alles gegeben, indem wir drei neue Sätze Reifen gefahren sind und wirklich alles reingeworfen haben”, sagt er.
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Trotzdem fehlten ihm am Ende zwei Zehntelsekunden auf den Einzug in die Top 10. “Das reicht dann unterm Strich einfach nicht, um ehrlich zu sein”, merkt er an. Auch Rennleiter Allan McNish sagt, dass für Audi nicht mehr drin gewesen wäre. Hülkenberg sei “sehr stark” gefahren und habe “das maximale Potenzial aus dem Auto herausgeholt”, so der Schotte. Bortoleto: “Kein Gefühl” im Auto Das gilt jedoch nicht für Teamkollege Gabriel Bortoleto, der nur 15. wurde und mehr als acht Zehntelsekunden langsamer war als Hülkenberg. “Auf Gabis Seite hat uns etwas die Pace gefehlt – aus Gründen, die wir erst noch verstehen müssen”, sagt McNish.
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Er betont: “Es liegt ganz sicher nicht am Fahrer, aber wir müssen dem auf den Grund gehen, warum es über die Runde verteilt diesen Performance-Unterschied zwischen den beiden Autos gab. So etwas haben wir in dieser Saison noch an keinem Punkt gesehen. Wir werden die Köpfe zusammenstecken, um das zu analysieren.” Bortoleto selbst beschreibt das Qualifying in Singapur als ziemlich zäh: “Ich hatte kein gutes Gefühl für das Auto, hatte gefühlt nicht die volle Kontrolle und mir fehlte etwas das Vertrauen. Das war heute einfach kein gutes Qualifying von mir”, gibt er zu. Video wird geladen…
“Normalerweise war dieses Jahr eigentlich jedes Qualifying ganz ordentlich und ich bin mit dem Auto sehr gut zurechtgekommen. Heute hatte ich aber wirklich das Gefühl, dass ich weit weg war und nichts unter Kontrolle hatte.”
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Der Brasilianer klagte sowohl über Übersteuern als auch über Untersteuern und sei mehrfach beinahe in der Wand gewesen. “Das war nicht gerade ideal.” Im Rennen dürfte Audi eine Menge Arbeit vor sich haben, obwohl Hülkenberg nach der Motorenstrafe von George Russell von Position zehn aus ins Rennen gehen wird. Von dort sei “auf jeden Fall alles drin”, wie er sagt. Meistgelesen in unserem Netzwerk Motorrad
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“Natürlich werden wir versuchen, Pierre (Gasly; Anm. d. Red.) und die Racing Bulls herauszufordern. Die Racing Bulls sind stark, die waren das ganze Wochenende stark. Aber gut, am Ende ist es eben Singapur. Du kannst Glück oder Pech mit dem Timing von Safety-Cars oder VSCs haben. Es kann viel passieren. Man weiß eben nie.”
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