Wie “kleine Fehler” Mercedes die Zandvoort-Pole gekostet haben
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Nein, für Mercedes hat es auch in Zandvoort nicht für die Poleposition gereicht. Zwar hatte sich George Russell am Freitag die Sprintpole geholt, doch die beste Ausgangslage für das Rennen am Sonntag hat wie zuletzt in Ungarn McLaren. circuitpics.de George Russell lauert von Rang zwei auf seine Chance auf den Sieg
George Russell und Kimi Antonelli mussten sich mit den Positionen zwei und drei zufriedengeben, womit Motorsportchef Toto Wolff aber auch ganz gut leben kann, auch wenn die Rückstände mit 0,102 und 0,133 Sekunden nur äußerst gering waren. “Budapest und Zandvoort, das waren so nicht unsere Lieblingsstrecken und jedes Auto hat so ein bisschen seine DNA”, meint der Österreicher bei Sky. “Aber ich bin ganz zufrieden mit dem Endergebnis, weil in Q2 hat es zeitweise so ausgeschaut, als wären wir wirklich weit weg. Beide haben kleine Fehler gehabt am Ende, aber so hat jeder seine Geschichte.”
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Tatsächlich hadern beide Piloten nach der Session mit kleineren Missgeschicken, die ihnen auf der Runde passiert sind und die sie eine mögliche Pole gekostet haben. queueTwitterWidget();queueTwitterWidget(); “Um ehrlich zu sein, war ich auf einer sehr starken Runde. In Kurve 8 hatte ich dann ein leichtes Übersteuern, wodurch die Reifen vielleicht etwas zu heiß wurden, und ab da habe ich mich nicht mehr verbessert”, analysiert Russell. In der Tat war Russell auf dem entscheidenden Q3-Versuch der absolut Schnellste im ersten Sektor und lag zeitweise virtuell zwei Zehntel vor Norris. Doch im Anschluss an eben Kurve 8 konnte der McLaren-Pilot sukzessive Zeit auf seinen Landsmann gutmachen und am Ausgang von Kurve 10 die Führung übernehmen. “Normalerweise steigert man sich auf solchen Q3-Runden noch weiter, deshalb war ich etwas enttäuscht, denn das Potenzial war definitiv da”, hadert Russell. “Der letzte Sektor war nicht gut – wegen dieses kleinen Fehlers konnte ich mich dort nicht mehr steigern.” Antonelli mit drohendem Regen zu vorsichtig Bei Teamkollege Antonelli war es hingegen der erste Sektor, der aus seiner Sicht nicht so sauber war: “Als ich den Regen auf dem Visier gesehen habe, habe ich es etwas zu vorsichtig angehen lassen”, gibt er zu. “Das war einfach ein wirklich schwacher erster Sektor.” Auffällig ist aber auch bei ihm, dass er wie Russell beim Beschleunigen aus Kurve 10 heraus die meiste Zeit auf Norris verlor. Generell sei der WM-Spitzenreiter aber nicht ganz zufrieden mit seinem Auto gewesen: “Um ehrlich zu sein, hatte ich über die gesamte Session hinweg mit der Balance zu kämpfen. Hauptsächlich im 3. Sektor, in der Schikane hatte ich Probleme”, sagt er. “Wir haben dann ein paar Änderungen vorgenommen und das Gefühl kam zurück.”
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Doch der Fehler im ersten Sektor kostete ihn möglicherweise Platz eins, denn auf Teamkollege Russell fehlten ihm nach Kurve 1 bereits zwei Zehntel. “Das ist schade, denn ich glaube, wir hatten Chancen auf die Pole”, hadert er. “Aber wir starten morgen von P3, es ist also noch alles drin.” Russell fühlt sich wieder wohl Von Problemen im Auto ist bei Russell hingegen nichts zu hören – im Gegenteil. Er sagt, dass er sich in Zandvoort endlich wieder so wie zu Saisonbeginn fühlte: “Das Auto fühlte sich toll an und ich war in einem guten Fenster damit”, meint er. “Wenn man dieses Vertrauen hat, kann man diese Leistung aus dem Auto herausholen.” “Es geht einfach darum, dieses Gefühl etwas konstanter zu finden. Das Gefühl, das ich an diesem Wochenende hatte, erinnert mich mehr an den Beginn der Saison und meine vergangenen Jahre in der Formel 1. Ich bin froh, dass das so ist, und hoffe, dass es anhält. Es gibt mir definitiv viel Selbstvertrauen, weil ich weiß, dass das Potenzial nach wie vor absolut da ist.”
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Und dass er nach der Sprintpole und dem Sprintsieg erneut in der ersten Reihe steht, lässt ihn doch positiv auf das Wochenende und das Qualifying blicken. “Es könnte schlimmer sein”, so Russell. Strategischer Vorteil von Mercedes am Sonntag? Für den Sonntag sieht er Mercedes ohnehin in “einer hervorragenden Position”. Denn weil gleich beide Mercedes direkt hinter Norris sind, könne man diesen strategisch unter Druck setzen. “Und ich denke, dass wir vermutlich ein leicht schnelleres Rennauto haben”, meint er. Video wird geladen…
“Wie Lando sagte, sehen sie in den schnellen Kurven sehr stark aus. Aber auf einer Strecke wie dieser mit hohem Reifenverschleiß kann man diese Performance im Rennen nicht wirklich voll nutzen, weil es die Reifen einfach zu stark beansprucht. Ich glaube also, dass es uns entgegenkommen wird”, sieht er den Vorteil auf Mercedes-Seite.
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Generell sei aber eine Sache wie üblich das Entscheidende: Streckenposition. “Wenn er (Russell; Anm. d. Red.) nach vorne kommen kann, haben wir die nötige Longrun-Pace”, weiß Wolff. “Aber wenn nicht, dann steckt man erst einmal fest.”
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